“Letzter Goldfisch wird vom Hai geschluckt”: Underground sucht neue Heimat

“Letzter Goldfisch wird vom Hai geschluckt”: Underground sucht neue Heimat

Nun steht es fest: Am 20. September ist der letzte Barabend – beziehungsweise ein großes Abschiedsfest – im Underground in der Langebrückenstraße 14.­ Danach muss das Heim des Jugendhilfevereins Youropa dichtmachen, weil der Wohnungsbau auf dem Areal beginnt. Eine Alternative haben die Ehrenamtlichen bislang nicht. move36 zu Besuch beim Vereinsvorstand. 

Dass die ehrenamtlichen Sozialarbeiter irgendwann rausmüssen, war klar. Linda Kameroli, Elena Bien, Sina Illchmann, Dominik Kremer, Manuel Lebek, Inga Koch (von links nach rechts auf dem obigen Foto) sowie einige andere aus dem Verein suchen nun intensiv nach neuen Räumen. Kürzlich wurden die archäologischen Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen soziokulturellen Zentrums L14 abgeschlossen, nun beginnt der Wohnungsbau. Das Underground, das Heim des Jugendhilfevereins Youropa, dient dann wohl als Baubüro.

Aus für den Goldfisch

„So wird der letzte Goldfisch vom Hai geschluckt“, versinnbildlicht Verena Schulenberg aus dem Youropa-Vereinsvorstand die Lage (ein Interview mit ihr liest du hier). „So ein Vereinsheim, wie auch die gesamte ehemalige L14 lässt sich nicht einfach wieder aus dem Boden stampfen, insbesondere nicht, ohne Geld in die Hand zu nehmen“, betont die 43-Jährige. Doch Youropa ist kein Verein mit einem prall gefüllten Bankkonto oder großen Spendeneinnahmen.

Zwar hätten sich nach einem Aufruf auf Facebook ein paar Leute mit Vorschlägen für eine neue Location gemeldet, die sie sich jetzt auch anschauen. Doch „Fulda hat nicht so viele Industriebrachen oder überhaupt Orte, die für eine Nutzung infrage kommen“, so Verena. Dass das Jugendwerk der AWO samt der angegliederten Initiativen – auch ehemals Teil der L14 – in die Lindenstraße ziehen konnte, sei nur ein Glücksfall gewesen – wobei natürlich das musikalische Angebot hier komplett weggefallen ist. Und wer weiß, wie lange sie dort überhaupt bleiben können.

Die Pläne für den Stadtumbau West jedenfalls schienen sich immer weiter nach hinten zu verschieben, das komplette Programm sei nun auf 15 Jahre angelegt, erzählt Verena weiter. Es wird also noch einige Jahre dauern, bis der neue Kulturhof bezogen werden kann. Dieser soll im Rahmen des Umbaus neben einigen anderen Neuerungen in diesem Gebiet wie der Erweiterung der Jugendkulturfabrik auf dem Gelände des Baubetriebshofs entstehen.

Aus dem Vorstand von Youropa: Johannes Osterwind, Josha Sperber, Inka Koch und Verena Schulenberg

„Aber wir brauchen jetzt was“, betont Vorstandsmitglied Inga Koch. Der Vorstand glaubt, das sei auch inzwischen bei der Stadt angekommen, doch derzeit hätte diese natürlich vor allem ihre Großevents wie Landesgartenschau und Hessentag auf dem Schirm. Die Antworten auf Anfragen der Fraktion Die Linke.Offene Liste/Menschen für Fulda Ende August in der Stadtverordnetenversammlung jedenfalls legen nahe, dass hier gerade wenig passiert: keine konkreten Pläne, kein Zeitplan, keine Infos darüber, wer hier dann eigentlich alles einen Unterschlupf finden kann oder darf.

Youropa sieht sich klar als verwachsen mit den Gruppen unter dem Dach des Jugendwerks der AWO – und somit auch als künftig ansässig auf dem neuen Kulturhof. Der Name steht übrigens für Youth Romanian Partnership. „Ich bin vergangenes Jahr nach einem Austausch von Studierenden der Sozialen Arbeit nach Rumänien in den Verein eingetreten“, erzählt Josha Sperber, der derzeit nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten mit Hilfe offizieller Anträge für den Verein sucht. „Bei dem Austausch geht es darum, voneinander zu lernen und sich auszutauschen – über die Soziale Arbeit, zum Beispiel das Konzept der Erlebnispädagogik, die in Deutschland bereits einen höheren Stellenwert genießt als in Rumänien“, erklärt Johannes Osterwind, ebenfalls im Vereinsvorstand und Autor einer Bachelorarbeit über die Entwicklungen in der subkulturellen Szene rund um die L14. Hierfür kooperieren sie mit der Uni in der nordwestlichen Stadt Cluj-Napoca.

Youropa im Wandel

Die Bandbreite der Vereinsarbeit ist groß. So hat die Stadt kürzlich einen Projektantrag für Awareness-Schulungen im Rahmen des Programms “Demokratie leben!” bewilligt. “Awareness bedeutet, grenzverletzendes Verhalten wahrzunehmen, damit umzugehen und für sich selbst natürlich auch Grenzen zu setzen”, erklärt Verena. Mittels Workshops, Schulungen sowie Öffentlichkeitsarbeit möchten sie so diskriminierungssensible Bildungsarbeit leisten. Nur wo? Das Underground ist dann weg, vermutlich weichen sie dann auf Räume in der L14zwo aus.

„Für mich macht den Verein aus, dass wir für Solidarität und den demokratischen Gedanken einstehen, was auch in unserem Leitbild verankert ist“, so Josha. „Das wollen wir nach außen tragen und Menschen eine niedrigschwellige Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.“ Der Verein hat sich stark gewandelt, eine neue Generation rückt nach – die sich aber erst mal ins Vereinswesen einarbeiten muss. Auf die Expertise der Älteren können sie aber zurückgreifen.

Freiräume für progressive Ideen

„Dadurch, dass wir in der Subkultur fest verankert sind, konnten wir viele mit ins Boot holen, die uns unterstützen“, erzählt Inga. „Als wir vor rund einem Jahr in den Vorstand gewählt wurden, hatten wir um die 50 Mitglieder, nun sind es circa 80.“

Dennoch überdenken sie nun angesichts des Raum-Problems die konzeptionelle Vereinsarbeit: Was wollen sie, und was können sie noch leisten mit ihrem Ehrenamt? Was ist notwendig für die hiesige Subkultur? „Eine neue Location muss natürlich zum neuen Konzept passen“, sagt Johannes und fährt fort: „Wir wollen natürlich weiterhin Freiräume erhalten und schaffen, progressiven und neuen Ideen muss man ja einen Experimentier-Raum geben. Und es wäre toll, wenn wir wieder was finden, wo junge Menschen Feiern, Konzerte oder andere Events mitgestalten können.“

Über 15 Jahre gehörte der Verein zum Geflecht des gesamten L14-Soziotops. Kino 35, Café Panama, Underground und in der Mitte der Hof, der alle Aktiven in den Initiativen und Vereinen miteinander verbunden hat. Ein buntes Gefilde der Subkulturen, das in Osthessen seinesgleichen gesucht hat. Ein Raum für Do-it-yourself-Konzerte, Diskussionsrunden, Lesungen, Spartenfilme oder gemeinsames Kochen. “Eigentlich wollen wir’s nicht hergeben, weil es die schönsten Räume in Fulda sind – und die letzten ihrer Art”, so der Vorstand einhellig.

„Begonnen als Geheimtipp mit Barabend, Kicker und Bier für 1,50 Euro, weicht nun mit dem Underground die letzte Bastion der Fuldaer Subkultur“, so Christopher Wollscheid, Sänger der Punkrockcombo Kindertanzgruppe Sonnenschein. „Es war der letzte Ort, wo wir als Musiker selbst Konzerte organisieren konnten.”

Fotos: Daniel Beise, Christopher Wollscheid

Sänger Christopher organisierte und spielte ein paar Punkkonzerte im Underground.

Interkulturelle Woche meets 10. Hessischen Familientag 2019 in Fulda

Interkulturelle Woche meets 10. Hessischen Familientag 2019 in Fulda

In der heutigen Zeit fragen sich viele, wie das alltägliche Miteinander von Einheimischen und Zugewanderten funktionieren soll. Die diesjährige Interkulturelle Woche, vom 14. bis 29. September 2019, steht unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ und setzt sich mit dieser Problematik auseinander.

Highlight wird die Eröffnung

Ein besonderes Highlight ist die Eröffnung der Interkulturellen Woche am 14. September, die dieses Jahr auf den 10. Hessischen Familientag in Fulda fällt. Nicht nur das Motto des Hessischen Familientags, „Familien in Vielfalt erleben“, passt zum Thema der Interkulturellen Woche, sondern auch die praktische Nähe von Familien- und Integrationsarbeit im Alltag. Daher haben sich die Veranstalter beider Projekte zusammengeschlossen und erwarten dich ab 11 Uhr in der Fuldaer Innenstadt mit Informationsständen verschiedener sozialer Organisationen und Vereinen. Diese erwarten euch mit Essensständen und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm mit verschiedenen Tanzshows, Musik und Trommelvorführungen.

Auch in Fulda haben sich wieder rund 60 Akteure – darunter soziale Organisationen, ehrenamtliche Vereine, religiöse Gemeinden und öffentliche Einrichtungen der Region – zusammengeschlossen und 40 Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner freuen sich auf das Gemeinschaftsprojekt, denn „die Geschichte Fuldas ist auch eine Geschichte der Migration, internationaler Begegnung und kulturellem Reichtum“.

Vielfältiges Programm ist geplant

Auch an den restlichen Tagen hat die Interkulturelle Woche einiges zu bieten. Über den Dächern Fuldas kannst du am Donnerstag, 19. September ab 17.30 Uhr, erleben, was die Kleinkunstszene so zu bieten hat. Rund um den Frauenberg werden verschiedene Künstler ihre Musik, Poesie und Artistik zum Besten geben. Im Vorverkauf bekommst du Karten für fünf Euro, an der Abendkasse dann für acht Euro (ermäßigt fünf Euro). Der Kleinkunstabend wird vom Flüchtlingshilfeverein Welcome In! in Kooperation mit dem Kloster Frauenberg veranstaltet. Am selben Tag öffnet das Selbsthilfebüro Osthessen morgens um zehn Uhr seine interkulturellen Pforten und zeigt einen Film über Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen, sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch. Außerdem kannst du dich mit Selbsthilfegruppen und In-Gang-Setzer (ehrenamtliche Mitarbeiter lokaler Selbsthilfekontaktstellen) bei guter Musik und internationalem Essen austauschen. Das Ganze wird von den Paritätischen Projekten gGmbH und dem Selbsthilfebüro Osthessen ausgerichtet. Wer Lust auf einen gemütlichen Kochabend hat, der ist am Donnerstag, 26 September, im Malteser Zentrum genau richtig. Dort dreht sich beim Malteser Hilfedienst e.V. alles um afghanische Spezialitäten. Die Veranstaltung startet um 18 Uhr. Und wenn du am Freitagabend, 27. September, noch nichts vorhast, schau doch mal im Kulturkeller beim „Speaker Slam“ vorbei, der von uno, eine Welt in Fulda e.V. und dem Kulturzentrum Kreuz Fulda organisiert wird. Dort batteln sich ab 19 Uhr verschiedene Rednerinnen und Redner mit Kurzvorträgen zu Themen wie Integration und Teilhabe, Interkulturelle Vielfalt und Kulturelle Missverständnisse.

Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, die 1975 von den christlichen Kirchen (damals noch unter dem Namen „Tag des ausländische Mitbürgers“) ins Leben gerufen wurde. Seitdem beteiligen sich heute mehr als 550 Städte und Gemeinden mit rund 5000 Veranstaltungen an der Aktionswoche. Das Projekt soll dazu beitragen, persönliche Begegnungen und Kontakte zwischen Einheimischen und Zugewanderten zu fördern, um ein besseres gegenseitiges Verstehen zu entwickeln und Vorurteile abzubauen, und setzt somit ein Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt in Deutschland.

Alle weiteren Infos und das gesamte Programm der Interkulturellen Woche in Fulda findest du unter https://www.fulda.de/unsere-stadt/integration-von-auslaendischen-mitbuergern/interkulturelle-woche/.

 

 

 

 

Fotos: Stadt Fulda, Unsplash/Julian Mora

„Der letzte Wunsch“ von Andrzej Sapkowski ist heißer Scheiß!

„Der letzte Wunsch“ von Andrzej Sapkowski ist heißer Scheiß!

Noch 2019 soll die von Netflix produzierte Serie „The Witcher“ erscheinen. Inhaltlich wird sich die Serie stark an den Buchvorlage „Der letzte Wunsch“ und den weiteren Romanen von Andrzej Sapkowski orientieren, verriet Schauspieler Henry Cavill, der die Hauptfigur der Serie spielen wird. Wer also auf Gewalt, Monster, interessante Charaktere steht und seinen Freunden die Serie spoilern möchte, ist mit diesem Buch super beraten. Unser heißer Scheiß der Woche.

Von Nazim Balci

Eines vorweg: „Der letzte Wunsch“ ist kein gewöhnlicher Roman, der eine Geschichte von vorne bis hinten durcherzählt, sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten, die nur lose miteinander verknüpft sind. Der Protagonist Geralt von Riva ist kurz gesagt ein schwertschwingender Kammerjäger, die allgemein als „Hexer“ bekannt sind. Er verdient sein Geld mit dem Jagen und Töten von grausamen Kreaturen. Auch einfache Art von Magie beherrscht Geralt. So kann er beispielsweise Feuer ohne Hilfe entzünden oder die Gedanken seiner Mitmenschen beeinflussen.

Fantasy vom Allerfeinsten

Allerdings bringt ihm seine Arbeit keinerlei Anerkennung oder Dankbarkeit seiner Auftraggeber ein, diese sehen ihn nur als ein Werkzeug an, der die Drecksarbeit erledigt. Schlecht geht es ihm mit seiner Berufung nicht, denn die Bewohner des namenlosen Kontinents brauchen dringend Hilfe bei der Beseitigung von Vampiren, Greifen, Dämonen und weiteren Wesen. Die Geschichten der Kreaturen weisen dabei eine verblüffende Ähnlichkeit mit diversen Märchen auf, die gnadenlos aufs Korn genommen werden – Rotkäppchen lässt grüßen!

Während Geralt nur versucht seiner Arbeit nachzugehen, versuchen Könige, Soldaten, Adlige und selbst einfache Bauern ihn für ihre eigenen Pläne auszunutzen. Beispielsweise will eine Königin ihn darauf ansetzen, den Verlobten ihrer Tochter umzubringen, damit sie einen neuen, politisch mächtigeren Mann für sie finden kann. Aber durch diese Geschichte lernt Geralt einer der wichtigsten Figuren der späteren Romanreihe kennen.

Fazit: Das Buch hält dich sehr gut bei der Stange, was zum einen an dem schnellen und direkten Schreibstil und zum anderen an viel Humor und einer grotesken Fantasy-Welt liegt. Dadurch formt sich langsam ein Bild im Kopf, was sich tief in die Gedanken brennt und einen auch nicht so schnell wieder loslässt.

 

Titelbild: Amazon.com

Straßenmusikfestival Schlüchtern: 9 Bühnen, 15 Bands, mehr als 10.000 Besucher

Straßenmusikfestival Schlüchtern: 9 Bühnen, 15 Bands, mehr als 10.000 Besucher

Das freut die Organisatoren mit Sicherheit: Die fünfte Auflage des Straßenmusikfestivals in Schlüchtern haben mehr Menschen als erwartet besucht. Hier findest du eine Bilderstrecke von dem Event.

Am Samstag ist in Schlüchtern richtig was los gewesen. Mehr als 10.000 Menschen haben das fünfte Straßenmusikfestival besucht. Im Vorfeld hatten die Organisatoren mit 8000 Besuchern gerechnet.

Zwischen 18 und 23 Uhr sind 15 Bands und Solokünstler auf neun Bühnen in der Innenstadt aufgetreten. Sie haben einen breiten Musikgeschmack bedient: Rock, Punk, Hip Hop, Psychedelic und einiges mehr.

Am Ende des Festivals hat eine Jury die drei besten Acts prämiert. Den ersten Platz hat sich „Jack Herra And The Jungletones“ gesichert. Zweiter wurde „Spellbound“. Auf dem dritten Platz landete „Lauscher“.

Fotos: Bensing & Reith

Rockt! Das fünfte Straßenmusikfestival Schlüchtern mit move36 – Alle Künstler im Portrait

Rockt! Das fünfte Straßenmusikfestival Schlüchtern mit move36 – Alle Künstler im Portrait

Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass ein Open-Air-Fest in Schlüchtern hessenweit und gar über die Landesgrenzen hinaus bekannt wird? Zum fünften Mal ertönt am Samstag, 31. August, die Innenstadt in einem bunten Musik-Potpourri. Auch move36 ist als Medienpartner beim Straßenmusikfestival samt Stand am Start. Wir stellen dir alle 15 Bands und Solisten vor.

Das Ding scheint dieses Jahr Rekorde zu brechen, einer ist bereits geknackt: Über 70 Bands, Solisten und Duos aus ganz Deutschland haben sich für das fünfte Straßenmusikfestival in Schlüchtern beworben. So viele wie noch nie. Eine Qual der Wahl für die Jury, die mehr als 55 Künstler aussieben musste. Auch die Resonanz im Social Web ist intensiver als in den vergangenen Jahren. Und wenn das Wetter mitspielt, erwarten die Organisatoren 8000 Besucher in der Innenstadt.

„Das Straßenmusikfestival hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem wichtigen Bestandteil des Schlüchterner Veranstaltungskalenders entwickelt. Ich liebe es, durch die Stadt zu laufen und an jeder Ecke Musik der unterschiedlichsten Genres zu hören“, so Bürgermeister Matthias Möller (parteilos). Krautrock, Rockabilly, HipHop, Reggae, Folk, Psychedelic, Schlagerpunk, Pop – auf den neun Bühnen bieten dir 15 Künstler von 18 Uhr bis 23 Uhr ein anspruchsvoll-buntes Medley. Auch shoppen kannst du so lange. Ab 23 Uhr werden dann die Musiker von der Jury prämiert: 1000 Euro bekommt der erste Platz, 500 der zweite und 250 der dritte.

„Schlüchtern ist ja bekannt für seine Feste. Das Straßenmusikfestival allerdings bietet ein vollkommen anderes Flair“, findet Axel Ruppert, erster Vorsitzender des Vereins für Wirtschaft und Tourismus (Wito), der das Event zusammen mit der Stadt organisiert. Kulinarisch soll dieses Jahr vor allem der Bereich Streetfood ausgebaut werden. Daneben gibt es natürlich alles, was der Gaumen so begehrt: Bier, Bratwurst, Pommes, Burger, Waffeln, Flammkuchen, Cocktails, Wein, Kaffee und und und. An dem Tag sind zudem alle Parkplätze in der Schlüchterner Innenstadt kostenfrei, und aus den umliegenden Ortschaften fahren kostenlose Schuttlebusse. Weitere Infos zu Anreise, Bühnen und Spielzeiten findest du unter festival-schluechtern.de sowie auf Facebook. Auf den folgenden Seiten erfährst du in Kurzportraits mehr über die Künstler beim Straßenmusikfestival Schlüchtern.

Leider hat kurzfristig ein Duo abgesagt, das wir im gerade erschienen Magazin noch vorstellen, und zwar die beiden Berlinerinnen von DEL_F64.0 – ein schrilles und experimentelles Impromusik-Projekt. Für sie sind kurzfristig die Mädels von Weitsicht aus dem Raum Frankfurt eingesprungen.

WEITSICHT AUS DEM RAUM FRANKFURT

Singer-Songwriterinnen mit vielen Facetten

“Heute bekamen wir ganz unverhofft einen Anruf, ob wir dort kurzfristig auftreten können – ja, das können wir”, schreibt Weitsicht am 22. August auf Facebook. Zu dem Zeitpunkt war die neue move36 bereits im Druck, und wir konnten die Mädelsband nicht mehr mit Duo DEL_F64.0 tauschen, das eigentlich auf dem Straßenmusikfestival Schlüchtern aufgetreten wäre. Doch Weitsicht ist ein gebührender Ersatz -mit Cajon, Cello, Gitarre und Keyboard musizieren die drei Mädels “mal laut, mal leise, mal fordernd, mal gefühlvoll”. Kürzlich sind sie auf dem CSD in Frankfurt aufgetreten. Eine Singer-Songwriterinnen-Combo, die sich in der Popmusik zuhause fühlt, sich aber nicht allein in diese Schublade stecken lässt.

DEFUXDEIWELSWILDE AUS DANNSTADT

Unterhaltende Straßenmusik

Die Trommel auf dem Rücken, ein Lied auf den Lippen, das Banjo in der Hand, so zieh‘ ich durchs Land.“ So die gereimten Zeilen, mit denen Defuxdeiwelswilde seine Kunst beschreibt. Doch nicht nur ein Banjo hat der Mann aus der Pfalz in der Hand, wie du unschwer am Bild erkennen kannst. Vor allem setzt Hubert Kern verschiedene Tröten ein wie zum Beispiel eine Kazoo. Das Ganze ist nicht nur ein Straßenmusik-Konzert, sondern eine unterhaltsame One-Man-Show für Jung und Alt – also wie gemacht für das Straßenmusikfestival in Schlüchtern.

CARLOS JUSTINIANO AUS ESSEN 

Verspielter Latin

Wie sein Name erahnen lässt, wurde Carlos Justiniano 1957 in Südamerika geboren, genauer in Talcahuano in Südchile. 1983 nahm er sein erstes Album auf und reiste als Musiker auch durch Peru und Argentinien. 1991 tourte er durch Schweden und ließ sich danach in Deutschland nieder, wo er noch heute lebt. „Mein Musikprojekt besteht aus dem harmonischen Zusammenspiel von Gitarre, Stimme, Cello und Querflöte“, beschreibt es Carlos. Verspielt-ruhige Musik, die die Klänge mittelalterlicher Troubadoure, singender Chansonniers und Lateinamerikas miteinander verbindet.

JACK HERRA AND THE JUNGLETONES AUS FULDA

Fetziger Rock’n’Roll und heißer Rockabilly

„Rock‘n‘Roll, Rockabilly und Hillbilly – manchmal mit ein wenig Polka und Ska – werden mit starker Ambition zum Headbanging dargeboten. Ganz nach dem Motto: Musik ist Gitarre, Bass, Schlagzeug und schwitzende Musiker.“ Na, diese Zeilen klingen doch nach Mucke für jene, die es schneller mögen. Jack Herra and the Jungletones aus Fulda, das sind Jack Herra (Vocals, Gitarre und Banjo), Steve Jaegger (Bass) und Mad Daniels (Drums). Die drei liefern auch unplugged, aber zumindest mit kleinem Kofferverstärker, eine wilde Show ab. Der fetzigere Part beim Straßenmusikfestival ist mit diesem Trio gesichert.

FEED AUS HAMBURG

Live-Looping-Kunst mit atmosphärischen Klängen

Zuvor bereits jahrelang in diversen Rock- und Bluesbands unterwegs, hat sich Marcus Jany aka Feed vor fünf Jahren dem Musizieren mit Loopstation und Gitarre verschrieben. „Ich verwende keine Playbacks. Alles, was man hört, entsteht live“, so der Musiker aus Hamburg. Aus anfänglichen Improvisationen sind längst ausgefeilte Stücke und Klanglandschaften geworden, die Feed auf ein Ablum gepackt hat: „Listen to Feed!“. Als Straßenmusiker spielt er oft am Hamburger Hafen, aber „auch gerne in Berlin“. Seine eigenen Worte beschreiben seinen Stil wohl am besten: „Sehr entspannend, verträumt, psychedelisch, farbig, groovig, herausfordernd und eigen, aber nicht sperrig.

FORMER CHILD AUS JENA

Nachdenkliche Songs mit Loopstation

Beim Auerworld-Festival in Thüringen hatte sie diesen Sommer ihren ersten Festival-Gig und nimmt nun außerdem am „ThüringenGrammy“ teil. Luise aus Jena musiziert als Former Child auf kleinen und größeren Bühnen – und braucht dazu keinen Drummer, keinen zusätzlichen Gitarristen, keinen Backgroundsänger. Denn sie hat stets eine Loopstation im Gepäck. So füttert sie ihre Songs mit Indie-, Alternative- und Pop-Elementen, dabei manchmal voller Energie, zuweilen auch melancholisch. Ihre eingängig-nachdenklichen Texte „handeln mal nicht nur von der Liebe“, wie sie auf Facebook schreibt.

LAUSCHER AUS HAMM

Folk mit Geschichten von unterwegs

„Straßenmusik ist eine ganz besondere Leidenschaft von uns. Es ist, wenn absolut unverstärkt gespielt, der ehrliche und unverfälschte Kontakt mit Passanten“, sagen Christine und Dominique, die das Folk-Duo Lauscher bilden. Stets auf Reisen, erzählen sie während ihrer Konzerte auch Abenteuerliches davon – sowie Hintergründe zu ihren Instrumenten. Denn: Dominique spielt eine Waldzither, ein fast vergessenes deutsches Zupfinstrument des frühen 20. Jahrhunderts, und Christine entlockt einer Singenden Säge mit ihrem Geigenbogen abstrakte Klänge. Seit 2008 touren sie zusammen und haben unter anderem bereits auf dem Herzberg-Festival gespielt.

MEDIUM AUS WEGBERG

Souliger Hip-Hop mit Tiefgang

„Guter Tune definitiv“, schreibt ein Follower den beiden auf Youtube. Sängerin Jonie Loop und Rapper Psyed aus Wegberg in Nordrhein-Westfalen haben sich 2015 zum Hip-Hop-Duo Medium zusammengeschlossen. Doch 08/15-Rap kommt ihnen nicht in den Sinn. Jonie bewegt sich im Bereich Singer-Songwriting und überzeugt mit ihrer unaufdringlich-sanften Stimme, Psyed rappt mit einem locker-sympathischen Flow – das Ganze immer garniert mit Soul, Reggae oder Jazz. „Es ist einfach toll, eine Innenstadt mit Musik zu füllen. Als wir von dem Ablauf und der Idee des Festivals im Internet gelesen hatten, waren wir direkt begeistert und haben uns beworben“, so die beiden.

SCARS ON LOUISE AUS SANKT VITH (BELGIEN)

Synthie-Pop zum Mitsingen

„Get ready for electronic beats, acoustic drums and dreamy melodies to sing along to.“ So lauten die vielversprechenden Worte des belgischen Trios Scars on Louise. Die noch junge Band, 2017 gegründet, besticht durch einen Mix aus Alternative und Synthie-Pop. Die kraftvolle Stimme von Sängerin Ellen ist zwar dominant, verwischt aber dabei nicht die Gitarre oder das Keyboard ihres Bruders Romain und das Schlagzeug von Kumpel Kevin. Im Sommer 2018 schaffte es die Band mit ihrer Single „No way out“ nach ganz oben in die Charts von „Radio Contact Ostbelgien Now.“ Dieses Jahr peilen sie noch weitere Auftritte in europäischen Städten an.

SANTANA AUS BERLIN

Pulsierender Psychedelic-Hardrock

Dieser Mann gibt den härteren, schwereren Part beim Straßenmusikfestival. Als Frontmann der in Berlin beheimateten Psychedelic-Hardrock-Band Redlake Circus hat Santana bereits weltweit Bühnen entzündet – mit groovigen Riffs, rotzigem bis smoothem Blues und mysthischen Melodien. Daneben ist er noch in zwei weiteren Musikprojekten aktiv, die Psychedelic, Trip-Hop, Ambient und vieles mehr vereinen: Enso Akasha und Iah Moontra. „Dicke Soundwände, hypnotische Grooves und eine bedrohlich wabernde Klangästhetik“, schreibt das Berliner Magazin „Visions“ über Redlake Circus. Wir können also gespannt sein, was Santana als Solokünstler so zum Besten gibt.

ROSKØNIG AUS WÄCHTERSBACH

Ein Akustikprojekt mit Gefühl

Diesen Mann könntest du kennen, wenn du 2017 auf dem Straßenmusikfestival warst: Damals hat Roskønig noch mit seiner Band Grüne Raben den dritten Platz abgeräumt. Diese zerfiel aus zeitlichen Gründen, und Sebastian Roskoni, der übrigens in Schlüchtern zur Schule gegangen ist, startete sein Soloprojekt. „Das nun irgendwie viel größer geworden ist, als ich es mir ausgemalt hatte“, so der Musiker. Im Mai brachte ihn eine kleine Tour nach Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Münster und Dortmund. Sein erstes Soloalbum „Von Geistern und Berichten“ spielt er vor allem in Kneipen und Kulturzentren. Der Schwerpunkt bei seinem gefühlvollen Akustiksound liegt auf den Texten.

TANTE KÄTHE AND THE HUSBAND SHAKERS AUS FULDA 

Rockige Frauenband zum Mitgrooven

„Mit handgemachter Rockmusik und einer Stimme, die zugleich an allen Ecken und Enden funkt, soult und rockt, bringen wir jeden Saal zum Beben und jede Hüfte zum Schwingen“, so die fünf Mädels von Tante Käthe and the Husband Shakers auf ihrer Facebook-Seite. Und das haben sie bereits 2017 auf dem Straßenmusikfestival unter Beweis gestellt. Starke Stimmen, grooviger Bass und Gitarre, Percussions und Rasseln – eingepackt in Rockklassiker. Einfach was für jeden. Diesmal sind sie aufgrund fehlender „Elternzeitvertretung“ nur zu dritt.

SPELLBOUND AUS GOTHA 

Eine Reise durch historische Weltmusik

Bei diesem Gespann kannst du nicht nur lauschen und genießen, sondern auch noch was lernen. Und zwar über historische Musik aus Europa. Ob mittelalterliche Trommeln, Klänge der Renaissance oder Dudelsacktradition aus Spanien oder dem Balkan – die Band Spellbound nimmt „das Publikum mit auf ihren kurvenreichen Weg, die Vielfalt der Kulturen und des Lebens zu feiern“, so das Quintett, das schon seit zwei Dekaden besteht. Spellbound steht für Experimentierfreudigkeit fernab jeglicher Konventionen. In der Straßenmusik sehen sie eine besondere Herausforderung, weil sie hier Laufpublikum dazu bewegen müssten, stehen zu bleiben.

STECKBECKENZECKEN AUS LEVERKUSEN 

Eine Schlagerpunk-Comedy-Show

Schräge Outfits, freche Sprüche und lustige Lieder – das alles gibt‘s von den Steckbeckenzecken. Steck… wie bitte?! „Das ‚Steckbecken‘ ist ein Synonym für Bettpfanne, welches für das Andenken an die Schlagergeneration steht, und ‚Zecken‘ bezieht sich auf die Punkszene, da Punks des Öfteren als solche bezeichnet werden“, so die Erklärung der Band. Eine Genre-Schublade gefällig? Schlagerpunk. „Deutschsprachige, humoristische Lieder über Liebe, Frohsinn oder auch das Wandern in den Bergen werden in komödiantischen Liveshows in einem Crossover aus Schlager und Punkrock stilvoll präsentiert“, so die „Schlagerpunks von nebenan“.

LAURYN MARK AUS FRANKFURT

Genre-übergreifende Singer-Songwriterin

„Heimwegspuren“ heißt ihr erstes deutsches Album, das kürzlich veröffentlicht wurde und du unplugged beim Straßenmusikfestival erleben kannst. Lauryn Mark ist SingerSongwriterin, Komponistin und Produzentin aus dem Raum Frankfurt. „Auf dem Album taucht der Hörer in ein Meer von verschiedenen Gefühlen ein, aber größtenteils sind die Songs voll von Liebe, Lebensgeschichten und der Suche nach Antworten auf die Fragen des Lebens“, so ihre Beschreibung. In eine Genre-Schublade lässt sie sich nicht stecken. Rock, Pop, Jazz, Soul – Lauryn Mark taucht in viele Stile ein.

Fotos: Straßenmusikfestival Schlüchtern, Carlos Justiniano, Defuxdeiwelswilde, Weitsicht, Lauryn Mark, Jack Herra and the Jungletones, Feed, Palo Santo, Dominik Brüchler, Medium, Scars on Louise, Santana, Roskonig, Tante Käthe an the husband shakers, Spellbound, Steckbeckenzecken

„Bonifatius – Das Musical“ auf dem Domplatz: Mehr geht einfach nicht

„Bonifatius – Das Musical“ auf dem Domplatz: Mehr geht einfach nicht

Es ist ohne Zweifel der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 1275. Geburtstag der Stadt, manche sprechen gar von einem Open-Air-Kulturevent, wie es in den vergangenen Jahren kein zweites Mal in Deutschland zu erleben war: „Bonifatius“ als Musical auf dem Domplatz verdient in jeder Hinsicht das Attribut gigantisch. Was technisch, künstlerisch und logistisch machbar ist, hat das Spotlight-Team hier umgesetzt und ausgereizt – mehr geht einfach nicht.

Von Bernd Loskant

Der Nabel der Welt ist in diesen Tagen eine Scheibe. Eine riesige runde Scheibe aus Glas, die von unten beleuchtet wird und auf der in bunten Farben die Geschichte des gerne „Apostel der Deutschen“ genannten Heiligen Bonifatius erzählt wird. Eine zweite runde Scheibe schwebt wie ein Heiligenschein über dem Ganzen – direkt vor dem Dom, an dessen Fassade sich mal lodernde Flammen hochfressen, mal bunte Ornamente drehen. Wo soll man hier eigentlich zuerst hinschauen?

Die Bühne nutzte einst Helene Fischer – um sie für eine Show von Spotlight tauglich zu machen, musste sie in der Breite fast verdoppelt werden. Links sitzt das 50-köpfige Kölner Sinfonieorchester, rechts ein Massenchor aus 130 Fuldaer Sängerinnen und Sänger. Dazwischen einige der besten deutschsprachigen Musicaldarsteller wie Reinhard Brussmann, Friedrich Rau oder Judith Jandl, die unter der Regie des – ebenfalls brillanten – Stefan Huber das Leben des Mannes auf die Bühne bringen, dessen Name mit der Stadt Fulda untrennbar verbunden ist: In Bonifatius‘ Auftrag wurde die Stadt Fulda 744 gegründet, im Dom liegt er begraben.

Als zwei Dutzend Leute zu Beginn der Aufführung in Straßenoutfits auf die Bühne stürmen, glaubt man für einen Moment, Bonifatius sei in die Moderne verlegt worden. Doch dann schlüpfen die Schauspieler in die historischen Gewänder und spielen die Story weitgehend so, wie die Legende sie überliefert: Bonifatius wird im 8. Jahrhundert vom Papst nach Germanien entsandt, um mit seinem Schüler Sturmius die Menschen für das Christentum zu gewinnen. Als er ein heidnisches Heiligtum, die Donareiche, fällt, schwört Heidenfürst Radbod Rache. Den Zorn des Klerus zieht Bonifatius auf sich, als er unmoralische Auswüchse in der Kirche anprangert und für die Entlassung des Mainzer Bischofs Gewilip sorgt, der sich an wilden Orgien mit Priestern und Nonnen beteiligt. Dass sich der Bischof und der Heidenfürst verbünden, um Bonifatius um die Ecke zu bringen und dies auch schaffen, muss nicht gespoilert werden, denn sonst würde der Heilige ja nicht im Dom begraben liegen.

Die Zuschauer erleben eine spektakuläre, aber sehr menschliche und die Verhältnisse der Zeit keineswegs verklärende Aufführung: Es gibt viele emotionale Momente, zwei, drei wilde Sexszenen, Balladen und Rock’n’Roll. Das Musical, mit dem vor 15 Jahren die Erfolgsgeschichte der Spotlight Musical Company begann, wurde für die ganz große Bühne nochmal entstaubt und richtig schön veredelt. Neben der schauspielerischen und der sängerischen Leistung begeistern vor allem die Bilder: Die runde Bühne symbolisiert den Stamm der gefällten Donareiche. Die Lichtprojektionen, die den ganzen Dom mit einbeziehen, geben der Aufführung ein einmaliges Ambiente. Für die Projektionen wurde übrigens kein geringerer als Oscar-Preisträger Sven Sauer engagiert. Der Wiesbadener holte 2012 mit der Frankfurter Visual-Effect-Firma Pixomondo die Trophäe für die besten Spezialeffekte in dem Film „Hugo“. Er erschafft mit einem digitalen Pinsel am Computer unglaubliche Traumwelten – zum Beispiel auch für Serien wie „Game of Thrones“ oder Computerspiele wie „Perry Rhodan“.

Gigantisch war nach der gefeierten Aufführung auch die Premierenparty in der Orangerie, bei der der KultKlub bis zum frühen Morgen spielte. Mehr als 34.000 Menschen werden das Bonifatius-Musical bis nächsten Mittwoch gesehen haben. Wer sich beeilt, hat noch die Chance auf Resttickets, die es unter anderem bei den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung gibt.

Fotos: Spotlight und Bernd Loskant