Fridays for Future: Fuldas OB will mit Organisatoren sprechen

Fridays for Future: Fuldas OB will mit Organisatoren sprechen

Teilerfolg für “Fridays for Future Fulda”: In einem Brief an Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld sprachen sich die Klimaschützer dafür aus, in Fulda den Klimanotstand auszurufen. Der OB zeigt sich nun zu einem Gespräch bereit.

In dem Schreiben der Organisatoren von “Fridays for Future” heißt es wortwörtlich: „Wir fordern hiermit auf, einen, wenn auch erstmal nur symbolischen Schritt in die richtige Richtung zu machen, der schon lange fällig ist: Fulda kann als Vorbild in Hessen agieren und seine Naturverbundenheit bestärken, wenn künftige Entscheidungen generell und obligatorisch hinsichtlich ihrer Klimarelevanz überprüft werden.“

 

Treffen mit “Fridays for Future” Ende August?

 

Den Klimanotstand hatten in der jüngsten Vergangenheit bereits mehrere Städte ausgerufen, darunter Konstanz und Kiel. Sie wollen mit besonderer Dringlichkeit Klimaschutzmaßnahmen umsetzen. Wie die Fuldaer Zeitung schreibt, ist jedoch offen, ob Fulda sich dem anschließt.

In einem ersten Schritt habe OB Wingenfeld die Organisatoren zu einem Gespräch eingeladen. Er will sich demnach mit den Beteiligten über das Thema Klimaschutz in der Stadt und auch das bestehende Klimaschutzkonzept austauschen. Laut Stadt soll das Treffen am 30. August stattfinden.

Video: Zweiter Demozug von “Fridays for Future” in Fulda

Broadway-Feeling in Fulda: „Der Medicus“ feierte Premiere

Broadway-Feeling in Fulda: „Der Medicus“ feierte Premiere

Ein Publikum, das immer wieder „Bravo“ ruft und Glücksschreie ausstößt, ein Ensemble, das gar nicht aufhören will zu spielen, und ein Abend, der so reich an Gänsehaut-Momenten, ekstatischer Freude und atemberaubenden Choreografien ist, das man glaubte, am Broadway zu sein und nicht im Schlosstheater: Beim Fuldaer Musicalsommer wurde nach der „Päpstin“ mit dem „Medicus“ auch die zweite Premiere frenetisch gefeiert.

Ein Text von Bernd Loskant

Bereits im vierten Jahr wird das Musical nun auf der Bühne des Schlosstheaters aufgeführt, und wer es noch nicht gesehen hat, sollte in den nächsten Wochen die Gelegenheit nutzen – im nächsten Jahr wird es wegen des neuen “Robin-Hood”-Musicals aus der Feder von Dennis Martin und Chris de Burgh keine Wiederaufnahme geben.

Samstagabend, kurz nach halb acht. Die Stimmung ist überschäumend, wie auch Spotlight-Produzent Peter Scholz registriert. „So viel Applaus schon vor der Aufführung, das ist neu“, ruft er den Gästen zu. Dann verweist er darauf, dass der „Medicus“, der vor 1000 Jahren spielt, viele aktuelle Bezüge habe. Denn es geht auch um das Verhältnis von Christentum, Judentum und Islam und letztlich um die friedliche Koexistenz der Kulturen.

Ein Ensemble, das kaum zu stoppen ist

Nicht umsonst wurde das Buch von Noah Gordon vor einiger Zeit zu den beliebtesten Büchern aller Zeiten gewählt. Die Geschichte des jungen Christen Rob Cole, der von England aus ins ferne Isfahan in Persien reist, um sich dort von einem der besten Ärzte seiner Zeit ausbilden zu lassen, fasziniert in seiner Buchform, als Film – und nicht minder in der Musical-Fassung.

Choreografisch ist das Musical zweifellos das aufwändigste der bisherigen Spotlight-Produktionen. Das Ensemble der Tänzer ist kaum zu stoppen, legt auch nach Ende der Aufführung noch einmal die besten Nummern aufs Parkett – und selbst bei der Premierenparty sind die Jungs und Mädels nicht müde und wirbeln über den Dancefloor im Foyer des Schlosstheaters. Auch schauspielerisch steigt das Niveau von Spielzeit zu Spielzeit. Viele der Darsteller aus den vergangenen Jahren erkennt das Publikum wieder, und besonders heraus sticht in diesem Jahr Christian Schöne. Der Typ, der 2012 im Borat-Anzug bei DSDS nicht nur positive Schlagzeilen machte, ist unglaublich gereift und gehört inzwischen zur ersten Garde der deutschen Musical-Darsteller. Gerade noch als Anastasius bei der „Päpstin“ auf der Bühne, ist er als Schah Karim der heimliche Star im „Medicus“, wie der immer wiederkehrende Szenenapplaus für den Künstler zeigt.

Doch es sind nicht nur die Profis wie „Medicus“ Sascha Kurth oder Johanna Zett (seine große Liebe Mary Cullen), die begeistern. Das gesamte Ensemble wirkt extrem gut eingespielt – und auch die Lokalmatadoren Jörg Alt und Torsten Paul müssen sich hinter den professionellen Darstellern nicht verstecken. Das gilt im Übrigen auch für die Kids, die den jungen Rob Cole und seine Schwestern spielen: Colin Cäsar sowie Lucy und Romy Babilon.

Bis zum 4. August hast du noch die Chance

Wer den „Medicus“ schon mal gesehen hat, wird sich übrigens bei der neuen Fassung nicht langweilen. Wieder wurde an Details der Show gefeilt und getüftelt, so dass es auch für „Wiederholungstäter“ immer wieder Überraschungsmomente gibt.

Bis zum 4. August wird der „Medicus“ im Schlosstheater aufgeführt. Tickets für die Vorstellungen, die noch nicht ausverkauft sind, gibt es unter anderem bei den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung.

“Das ist es, was ich machen möchte” – Michael Möller leitet das Selbsthilfebüro Osthessen

“Das ist es, was ich machen möchte” – Michael Möller leitet das Selbsthilfebüro Osthessen

Selbsthilfegruppen in den Regionen Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – das ist die Aufgabe von Michael Möller. Seit dem 1. März ist er neuer Leiter des Selbsthilfebüros Osthessen, das seinen Sitz in Fulda hat.

Ein Text von Hanna Wiehe

Selbsthilfegruppe – bei diesem Stichwort denken sicher viele Menschen an ältere Herr-schaften, die in einem grauen Raum im Stuhlkreis sitzen und über ihre Probleme sprechen. „Doch diese Gruppen sind wirklich vielfältig“, betont Michael Möller. Er muss es wissen – den Kontakt zu den Gruppen zu halten und ihnen Unterstützung anzubieten, gehört zu den Aufga-ben des 35-Jährigen, der in Petersberg wohnt. „Es gibt reine Gesprächsgruppen, in denen die aktuelle Situation der Betroffenen im Mittelpunkt steht. Viele andere Gruppen sind über ihre Treffen hinaus aktiv, fahren zu Tagungen, organisieren Vorträge, gemeinsame Feste und es bilden sich lange Freundschaften“, sagt Möller. Das Selbsthilfebüro sei dabei das Bindeglied zwischen den Gruppen und dem, was Möller als das „Hilfesystem“ bezeichnet – dazu gehören Ärzte und Krankenhäuser. „Wir vermitteln Ansprech-partner in Kliniken und sozialen Organisationen“, erklärt Möller.

Wolle jemand eine Selbsthilfegruppe gründen, helfe man bei der Organisation. Sucht jemand eine Gruppe zu einem bestimmten Thema, versuche man, zu vermitteln. „Im Raum Fulda betreuen wir derzeit etwa 110 Gruppen, im Vogelsberg und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg je-weils etwa 25“, berichtet der zweifache Vater und ergänzt: „Es gibt Themen, zu denen ich mir eine Gruppe wünschen würde, weil es Bedarf gibt – aber es muss auch jemanden geben, der diese Gruppe organisiert.“ Derzeit gebe es vermehrt Anfragen zu den Themen Essstörungen und Schmerzerfahrung. „Den größten Zulauf verzeichnen Gruppen zu psychischen Problematiken“, sagt er.

Leiden in den Griff bekommen

Wie es ist, sich in einer Selbsthilfegruppe zu engagieren, weiß Michael Möller aus eigener Erfahrung: „Ich hatte vor ziemlich genau zehn Jahren eine Lebensmittelunverträglichkeit. Da habe ich mir überlegt, Hilfe in einer Selbsthilfegruppe zu suchen“, berichtet der gebürtige Fuldaer. Die nächsten seien in Kassel und Frankfurt gewesen. „Ich habe aber gelesen, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung an einer Allergie oder Unverträglichkeit leidet und dachte mir deshalb, dass es auch hier in der Region einen Bedarf geben muss.“ Um eine Selbsthilfegruppe zu gründen, nahm er Kontakt zum Selbsthilfebüro auf und gründete mit dessen Hilfe eine Gruppe, die er bis zum Jahr 2015 leitete. Er organisierte Treffen und lud zu Vorträgen – und lernte: „Es gibt so viel Unwissen. Manche Menschen liefen seit 30 Jahren von Arzt zu Arzt, um die Ursache ihres Leidens zu finden. Dank einer Selbsthilfegruppe wurden sie dazu angeregt, zu einem bestimmten Spezialisten zu gehen und bekamen so ihr Leiden in den Griff.“ Auch wenn mit der Zeit die Nachfrage für seine eigene Gruppe nachließ: „Trotzdem blieb ich der Selbsthilfe und dem Träger, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, verbunden“, berichtet er. Und als die Stelle des Leiters frei wurde, bewarb er sich darauf. „Zuvor hatte ich im kaufmännischen Bereich gearbeitet und BWL studiert“, berichtet der35-Jährige. Doch dank seiner Tätigkeit in der Selbsthilfegruppe wurde ihm klar: „Das soziale Engagement liegt mir, das ist es, was ich machen möchte.“

Geflüchteten Selbsthilfe näher bringen

Und er tut viel dafür: Er bildet sich weiter, studiert Soziale Arbeit. Vier Jahre lang leitete er das Geburtshaus und das Familienzentrum in Fulda. Seit vier Monaten ist er Leiter des Selbsthilfebüros mit zwei Mitarbeitern. Seither erlebt er viel: „Ich bin unterwegs und erlebe Neues. Es wird nicht langweilig“, berichtet Möller. Doch er merkt auch, dass sich die Selbsthilfe weiterentwickeln muss: „Früher waren viele Erkrankungen noch voneinander getrennt – jemand hatte beispielsweise Krebs oder Parkinson. Heute werden Krankheitsbilder und die Situationen der Patienten zunehmend komplexer, besonders bei psychischen Erkrankungen. Darauf muss sich die Gesellschaft einstellen.“ Zwei Arbeitsbereiche beschäftigen das Selbsthilfebüro derzeit: zum einen die junge Selbsthilfe. Auch jüngere Menschen sollen ermuntert werden, sich in einer Gruppe zu engagieren. „Zum anderen beschäftigt uns seit etwa drei Jahren das Thema Migration sehr“, sagt Möller und fügt an: „Die Menschen, die zu uns geflüchtet sind, kennen das Prinzip der Selbsthilfe teilweise nicht.“ Dies wolle er ändern – doch das brauche Zeit.

18 Nachwuchs-Führungskräfte bei Tegut begrüßt

18 Nachwuchs-Führungskräfte bei Tegut begrüßt

Der Startschuss für den zweiten Durchgang der Ausbildung zum “Geprüften Handelsfachwirt IHK +” des Unternehmens Tegut in Kooperation mit dem Bildungsunternehmen Dr. Jordan ist jetzt gefallen: 18 Nachwuchs-Führungskräfte wurden im Bonifatiushaus begrüßt.

Eine Pressemitteilung von Tegut

Tegut-Ausbildungsleiter Benjamin Brähler stellte in einem kurzen Abriss den weiteren Weg der Mitarbeiter bis zum Handelsfachwirt dar und wünschte dazu alles Gute. Seinen Worten schloss sich Karl-Heinz Brand, Leiter Personelles – Mitglied der Geschäftsführung, an. “Sie haben sich einen richtig großen Schritt vorgenommen – wir haben uns gemeinsam etwas vorgenommen.” Mit diesem zweiten Jahrgang werde weiterhin das Ziel verfolgt, Führungspositionen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Mit dem Vorgängerprogramm, dem Tegut-Studium, seien insgesamt 17 Studentenklassen erfolgreich zum Abschluss geführt worden. “Dieser Erfolg ist zum einen auf das Bildungsunternehmen Dr. Jordan zurückzuführen und ebenso auf unser Konzept eines dualen Weges – modern, innovativ, von Offenheit geprägt.” An die angehenden Handelsfachwirte gerichtet, betonte Brand: “Sie wurden nach unserem Kompetenzmodell ausgewählt: Fach- und Selbstkompetenz, Sozial- und Führungskompetenz.”

Wichtig sei dem Unternehmen Tegut die duale Ausbildung: “Dieser duale Weg ermöglicht neben der Vermittlung der theoretischen Inhalte die ablauftechnische und organisatorische Entwicklung von Tegut mitzuerleben.” Das Unternehmen werde in den kommenden zwei Jahren viele Lern- und Leistungsmöglichkeiten bieten und Lerninitiative herausfordern. “Ich wünsche Ihnen einen guten Start, viel Erfolg und das Quäntchen Glück, das jeder braucht.”

Lernen – Verstehen – Beziehungen aufbauen

Mit einer Frage leitete Gebietsverantwortlicher Dieter Januschke seine Rede ein. “Auf was kommt es in nächster Zeit für Sie an?” Wichtig sei es, einen guten Überblick über Führungsaufgaben zu erhalten, Klarheit über die Kompetenzen des Teams zu gewinnen und die eigene Kompetenz auszubauen. “Ebenfalls sollten Sie erste Handlungsfelder identifizieren, die Sie und das Team voranbringen.” Hilfreich sei es dabei, in den Schritten von der Orientierung über die Planung bis zur Umsetzung vorzugehen. “Die wichtigsten Aufgaben für Sie sind Lernen, Verstehen und Beziehungen aufbauen.” Dass sich offensichtlich auch die Weiterbildung der Tegut-Handelsfachwirte zu einem Erfolgsmodell entwickele, betonte Sandra Röder in ihrer Ansprache. Die Leiterin der Erwachsenenbildung im Bildungsunternehmen Dr. Jordan verdeutlichte, dass sich das Bildungsunternehmen als Partner der Teilnehmer verstehe, „dabei möchten wir Sie fordern und fördern. Sie werden lernen, mit Herausforderungen umzugehen und dabei nicht nur Ihre fachliche, sondern auch Ihre Sozial- und Methodenkompetenz erweitern.”

Für Frauen: Orientierungsprogramm der HS ab Oktober

Für Frauen: Orientierungsprogramm der HS ab Oktober

Das neue Studien- und Berufsorientierungsprogramm Hessen-Technikum bietet jungen Frauen, die ihr (Fach-)Abitur erfolgreich gemeistert und Interesse an mathematischen, naturwissenschaftlichen, kreativen oder technischen Fächern haben, die Chance, den richtigen Weg in die Zukunft zu finden.

Ein Text der Hochschule Fulda

Das Hessen-Technikum kombiniert ein Schnupperstudium an der Hochschule Fulda in den genannten Interessensbereichen (MINT-Fächer) mit Praxisphasen über einen Zeitraum von sechs Monaten. Die Praxisphasen finden in regionalen Kooperationsunternehmen statt und werden vergütet. “Wir freuen uns, gemeinsam mit den Unternehmen der Region ein vielseitiges Spektrum an Plätzen anbieten und so die MINT- und Nachwuchsförderung vor Ort stärken zu können”, sagt Corinna Schel, die das Projekt Hessen-Technikum an der Hochschule Fulda koordiniert.

Die Teilnehmerinnen, die sogenannten Technikantinnen, erwartet im Rahmen der Schnuppertage an der Hochschule ein Programm aus Vorlesungen und Laborübungen. Darüber hinaus bieten Workshops und Exkursionen Gelegenheiten, über den Tellerrand zu blicken. In den Kooperationsunternehmen können die jungen Frauen, betreut von Mentoren oder Mentorinnen, verschiedene Berufsbilder kennenlernen und erfahren, wie innovativ, kreativ und zukunftsweisend das Themenfeld MINT ist. Beispielsweise können sie im Tagesgeschäft oder in Projekten der Bereiche Engineering, Informatik, Technik oder Produktmanagement mitarbeiten, an Konstruktionen tüfteln oder die Produktion sowie die Forschung und Entwicklung kennenlernen. Vertiefende Einblicke versprechen Kunden- oder Baustellentermine.

Das Hessen-Technikum startet ab 1. Oktober 2019 an allen hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften als Gemeinschaftsprojekt und wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie dem Europäischen Sozialfonds. Kurzfristige Bewerbungen sind noch möglich. Nähere Informationen unter www.hs-fulda.de/hessen-technikum.

Kooperationsunternehmen in Fulda und Region sind:

  • b+m surface systems GmbH
  • Diotima Energy GmbH
  • EDAG Engineering GmbH
  • FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG
  • Fronius Deutschland GmbH
  • JUMO GmbH & Co. KG
  • Milupa GmbH
  • Ondal Medical Systems GmbH
  • Werner Schmid GmbH
  • UTH GmbH
  • Josef Wiegand GmbH & Co. KG