Saucenwürfel, Foto- und Helfer-Community: Drei HS-Teams kämpfen in Ideen-Wettbewerb

Saucenwürfel, Foto- und Helfer-Community: Drei HS-Teams kämpfen in Ideen-Wettbewerb

Drei Teams der Hochschule Fulda kämpfen ums Finale im Gründungswettbewerb Hessen Ideen. Ihre Projekte sind ziemlich verschieden. Genauso groß ist die Konkurrenz.

Die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht, dass es dieses Jahr ein Team der Hochschule Fulda unter die zehn Finalisten von „Hessen Ideen – Wettbewerb“ schafft. 25 Kandidaten und ihre Ideen balgen sich um die Plätze. Die ersten drei eines Online-Votings packen es direkt ins Finale, den Rest bestimmt eine Jury.

„Hessen Idee“ ist eine Initiative des Landes Hessen, der hessischen Hochschulen und hessischer Unternehmen. Beim Wettbewerb treten die besten unternehmerischen Gründungsideen aus Hessens Hochschulen gegeneinander an. So steht es auf der dazu gehörigen Website an.

Hessen Ideen: Teams der HS Fulda

Für die HS Fulda treten Simon Dolheimer („Geniee“), Ekaterini Tzirtzilaki („Saucy Kitchen) sowie das Quartett Jessica Trümper, Anke Federer, Annika Günzel und Alexandra Bolz („Pixource“) an. Was es mit ihren Ideen auf sich hat, erfährst du nun.

Sozialer Marktplatz „Geniee“

Mit dieser App kannst online nach Hilfe in der deiner Nähe suchen. Das geht wie folgt: poste, was du brauchst, füge Text und Bilder hinzu, und schicke deinen Wunsch an Freunde, Bekannte oder teile ihn mit allen in deiner Nähe. (Mehr dazu hier)

Bio-Sauce von „Saucy Kitchen“

Diese Idee verspricht dir in Würfel portionierte, tiefgefrorene Saucen. Die bestehen ausschließlich aus pflanzlichen, glutenfreien Rohstoffen – so kommen ohne künstliche Zusatzstoffe aus. „Saucy Kitchen“ bietet fünf verschiedene Geschmacksrichtungen an. (Mehr dazu hier)

Foto-Community „Pixource“

Die App will es ermöglichen, spezifische Fotowünsche zu erfüllen. Durch Vernetzung soll „Pixource“ helfen, Zugang zu individuellen Aufnahmen zu erhalten. Benötigen die Nutzer ein bestimmtes Foto, können sie es in Auftrag geben. (Mehr dazu hier)

Bis zum 25. September um 18 Uhr könnt ihr mitbestimmen, welche drei Teams direkt ins Finale einziehen. Alle Finalisten haben die Chance, mit ihren Ideen Messen zu besuchen. Dabei werden sie bezuschusst. Auf die drei Erstplatzierten warten Preisgelder im vierstelligen Eurobereich.

Quelle Fotos Titelbild: Hessen Ideen

Azubikampus Pings: Blaupause Studium | „Wahnsinn, was hier geboten wird“

Azubikampus Pings: Blaupause Studium | „Wahnsinn, was hier geboten wird“

Mit dem Azubikampus Pings möchte der Kreis Fulda die „duale Ausbildung auf das nächste Level heben“ – Vorbild ist das Studentenleben. Bundesbildungsministerin Karliczek ist angetan von dem Projekt. Zwei Bewohner sind begeistert und freuen sich auf die Angebote, die noch entstehen werden.

Noch ist dem Azubikampus Pings in der Liobastraße in Fulda anzusehen, dass er unvollendet ist. Viel Fantasie ist jedoch nicht nötig, um das Potenzial dieses Projekts zu erkennen. Klar, draußen sieht alles noch ziemlich baustellenmäßig aus. Und innen wird auch noch ordentlich gewerkelt.

Derzeit leben bereits 18 Azubis im Pings. Am Ende wird der Campus 120 Wohneinheiten bieten. „Die Azubis kommen aus unterschiedlichen Regionen“, sagt Julija Tesic von Kolping Jugendwohnen. „Aus Meiningen, Wismar, dem Odenwald, Marburg und Kamerun.“ Unter ihnen sind grafische Zeichner, Augenoptiker und Anlagenmechaniker.

Bundesministerin besucht Pings

Eine Handvoll von ihnen hockt am Montagabend in einer der Gemeinschaftsküchen des Pings’, während Bundesbildungsministerin Anja Karliczek von der CDU durch die Gänge des Gebäudes schlendert. Die Ministerin ist an diesem Tag auf Bildungsreise in Fulda. Erst hat sie den Verlag Parzeller besucht. Dort hat ihr Walter Lorz die digitale Lernplattform OBCC Classroom vorgestellt. Lorz ist Geschäftsführer des Parzeller-Tochterunternehmens OB//CC. Anschließend ging es für Karliczek an die Hochschule. Den Abschluss ihres Fuldabesuchs machte der Stopp im Pings.

 

„Wir stehen vor großen Herausforderungen“, sagte die Ministerin am Montag vor dem Hintergrund des Azubimangels. Im Kreis Fulda kommen grob zwei offene Lehrstellen auf einen möglichen Azubi. „Diese Probleme können wir nur im Kleinen vor Ort lösen. Das Projekt Pings ist dafür ein gutes Beispiel.“ Sie glaube, der Gemeinschaftsgeist, für den ein solcher Campus stehe, sei einer der Kernpunkte.

Tatsächlich ist für die Pingsmacher – Landkreis Fulda und Kolpingwerk – die Stiftung von Gemeinschaft eines der großen Themen. Um mehr Azubis nach Fulda zu holen, brauche die Region ein Alleinstellungsmerkmal, sagte der Erste Kreisabgeordnete Frederik Schmitt am Montagabend. „Wir haben hier etwas, das die duale Ausbildung auf das nächste Level hebt.“

Bildungsministerin Karliczek besucht den Azubikampus Pings in Fulda.

 

Ziel von Pings ist es demnach, Vorzüge des Studiums in die Ausbildung zu integrieren. Es wird Bildungs- und Freizeitangebote geben. Für alle Azubis der Region, nicht nur für die Campusbewohner. Es gibt finanzierbaren Wohnraum mit sozialpädagogischer Betreuung. Die Bewohner werden bei der Gestaltung von zehn Themenräumen im Pings eingebunden.

“Bewohner haben sich sofort zusammengesetzt”

„Der Gemeinschaftsfaktor wie beim Studium ist aber auch sehr wichtig“, sagt Schmitt. „Die Azubis merken, dass sie nicht auf sich gestellt sind. Sie treffen auf dem Campus andere, können sich austauschen.“ Schmitt hat dabei insbesondere Azubis aus kleinen Betrieben im Blick. Die seien in ihrer Firma häufig der einzige Auszubildende.

Das mit der Gemeinschaft scheint bisher ganz gut hinzuhauen. „Die ersten Bewohner haben sich direkt zusammengesetzt und eine Whatsapp-Gruppe gegründet“, sagt Julija Tesic von Kolping. Einer der ersten Bewohner ist Lukas. Er ist 23 Jahre alt, kommt aus Wasungen in Thüringen und macht eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker.

Azubikampus Pings Fulda

Basti (l.) und Lukas wohnen bereits im Pings.

Strategisch gute Lage

Nach Fulda ist Lukas aus verschiedenen Gründen gezogen. Zum einen, weil seine Schwester in Mannheim wohnt, und Fulda daher strategisch gut zwischen seiner Heimat Wasungen und dem Wohnort seiner Schwester liegt. „Bei der Durchfahrt durch Fulda sind mir immer wieder die Kleinbusse der Firma, für die ich nun arbeite, aufgefallen“, sagt der 23-Jährige. „Auf denen standen die Leistungen, die die Firma erbringt. Das hat mich angesprochen.“ Während des Bewerbungsgesprächs habe ihm der Chef gesagt, er solle sich wegen einer Unterkunft doch mal bei Pings melden.

„Ich war der erste, der bei Pings einen Mietvertrag unterschrieben hat“, sagt Lukas. „Mit den anderen Bewohnern bin ich dann am ersten Abend direkt aufeinandergetroffen. Wir haben Pizza bestellt, uns kennengelernt und Kontakte geknüpft.“ Der Wasunger sagt, es sei Wahnsinn, was der Azubikampus alles biete.

“Dachte, ich sei in einem Hotel”

Auch Campusbewohner Basti fühlt sich im Pings wohl. „Als ich das erste Mal hier gewesen bin, dachte ich, ich sei in einem Hotel“, sagt der 20-Jährige aus Meiningen. „Die Idee, dass Azubis dieselbe Unterstützung kriegen wie Studenten, hat mich begeistert.“ Basti macht eine Ausbildung zum Augenoptiker. Ihm sagen insbesondere die Freizeitangebote zu. Auf dem Campus wird es bald ein Beachvolleyballfeld und eine BBQ-Ecke geben. Basti freut sich zudem darauf, den Themenraum „Musik“ mitgestalten zu können.

Hallo! Wir sind pings.

Wir haben uns Großes vorgenommen!Was genau? Das siehst Du in unserem Video.

Gepostet von pings – AZUBIKAMPUS am Mittwoch, 31. Oktober 2018

 

Was Basti und Lukas zudem gefällt: Jeden Morgen steht im Pings Frühstück bereit. Okay, geschmiert sind die Schnitten noch nicht. Aber zumindest Brot und Beläge warten schon auf die Azubis. Beide sagen: „Das ist eine gute Sache.“ Denn viele Azubis würden lieber ein paar Minuten länger schlafen, als früher aufzustehen, um sich Frühstück zuzubereiten.

Bis alle Zimmer des Pings fertig sind, wird es noch ein paar Wochen dauern. Sie sollen jedoch noch in diesem Jahr fertiggestellt und bezogen sein.

Fotos: Sascha-Pascal Schimmel

OBCC Classroom: Lernplattform aus Fulda kämpft um renommierten Award

OBCC Classroom: Lernplattform aus Fulda kämpft um renommierten Award

Neue Geschäftsfelder“: In dieser Kategorie ist in diesem Jahr das Fuldaer Unternehmen OBCC für den renommierten Medien- und Innovationspreis Nova Innovations Award nominiert. Mit seiner digitalen Lernplattform OBCC Classroom möchte das Unternehmen die Schule der Zukunft mitgestalten.

Unter 50 eingereichten Projekten wählte die Jury des Nova Innovations Awards neun Projekte aus, welche für die drei Kategorien des Awards nominiert sind. Die Auszeichnung wird vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Kooperation mit der Unternehmensberatung Schickler ausgeschrieben. Unter den neun Finalisten befindet sich auch das Projekt OBCC Classroom der OBCC aus Fulda und zwar in der Kategorie „Neue Geschäftsfelder“.

„OBCC Classroom besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: einer Kiosklösung, einer umfangreichen Toolbox und einer Arbeitsplattform,“ erklärt OBCC-Geschäftsführer Walter Lorz in einem Interview mit der Fuldaer Zeitung. Für die Schüler biete sich auf der gesamten Arbeitsplattform die Möglichkeit, Artikel zu kopieren, zu kuratieren, zu kommentieren und zu analysieren.

 

Erste Tests verliefen positiv

OBCC Classroom sei zudem ein erster großer Schritt hin zu individualisiertem Unterricht. „Einen besonderen Stellenwert nimmt das Modul „Flow“ ein, mit dem die Lernenden auf einfache Weise beeindruckende Multimediareportagen oder Dokumentationen von Versuchsaufbauten erstellen können. Ein Tool für den Videoschnitt rundet das Portfolio ab,“ so Lorz.

Schon vor einigen Monaten wurde das Projekt von einer Klasse der Freiherr-vom-Stein-Schule getestet. Die Schüler haben das Werkzeug kennengelernt, Feedback gegeben und eine Klassenarbeit über das damit erarbeitete Thema geschrieben. Das Fazit: durchweg positiv.

 

Ein Zusammenspiel von virtuellem und analogen Unterricht

Um das Projekt in Schulen richtig zu etablieren seien außerdem geschulte Pädagogen im digitalen Bereich erforderlich . „Ich möchte nicht verhehlen, dass so mancher Schulleiter, aber auch Mitarbeiter in Schulämtern und Ministerien absolut inkompatibel zum Thema digitale Bildung sind. Und damit bilden sie das genaue Gegenteil ihrer Schüler ab, die in unseren Feldtests unglaublich kreativ mit den Möglichkeiten von OBCC Classroom umgegangen sind. Für die Zukunft der Bildung wird entscheidend sein, dass sich von den Schulen bis in die Ministerien Mitarbeiter finden, die das Thema Digitalisierung antreiben“, erklärt Walter Lorz im Interview.

Den analogen Unterricht werde OBCC Classroom vor allem im schulischen Umfeld nicht ersetzen. „Das wäre auch Unsinn. Wir bedienen das Konzept des blended learning, also der Kombination aus beiden Welten. Die im Übrigen sehr gut zusammenpassen,“ so Lorz. Ob das Projekt den Nova-Award nach Fulda holen wird, entscheidet die Jury am 24. September beim BDZV-Zeitungskongress in Berlin.

Tschüss, Poppenhausen! Papperts plant Umzug nach Eichenzell

Tschüss, Poppenhausen! Papperts plant Umzug nach Eichenzell

Schlechte Nachricht für Poppenhausen, Freude in Eichenzell: Das Backunternehmen will die Rhön in den kommenden Jahren verlassen. Am neuen Standort soll neben Zentrale und Backstube ein Café mit besonderem Blick entstehen. Hier liest du die Pressemitteilung von Papperts dazu im Wortlaut.

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“ – dieses Zitat des englischen Naturforschers Charles Darwin passt wunderbar zur Unternehmensentwicklung der Bäckerei Pappert. In den 91 Jahren Geschichte der Bäckerei gab es permanent Veränderungen. Jetzt steht das nächste Kapitel an: Das Familienunternehmen plant den Neubau eines Backhauses in Eichenzell. Am Montag beschäftigt sich der Eichenzeller Bauausschuss mit dem Vorhaben.

„Wir müssen uns heute Gedanken über die Zukunft von Pappert machen,“ sagt Geschäftsführer Bernd Pappert, der in dritter Generation die Bäckerei führt, über die Planungen. Denn die Bäckerei braucht perspektivisch mehr Platz. „Der Markt ist im Wandel, wir bekommen viele neue Standorte und auch in den bestehenden Fachgeschäften ist die Nachfrage nach den handwerklich hergestellten Broten und Brötchen groß“, sagt Geschäftsführer Manfred Klüber.

Die aktuelle Fläche in Poppenhausen stoße hier in einigen Jahren an Grenzen – eine Erweiterung am Stammsitz sei nicht mehr möglich. „Deshalb müssen wir jetzt die ersten Schritte machen und streben eine Baugenehmigung an“, sagt Pappert. Bis es zum ersten Spatenstich kommt, könnten aber durchaus noch zwei bis drei Jahre ins Land ziehen. Die Backstube in Poppenhausen war 1994 von Bernd Papperts Vater Josef am Ortsand der Rhöngemeinde geplant worden – damals hatte Pappert gut 100 Angestellte und wenige eigene Verkaufsstellen. 25 Jahre später ist der Betrieb gewachsen und sieht jetzt die Chance sich neu aufzustellen, Prozesse zu verbessern und Platz zu schaffen. In Summe wäre es der vierte Bau einer Backstube – Pappert 4.0 quasi.

Zeit und Raum für Geschmack schaffen

„Unsere Backwaren brauchen viel Platz und Zeit, denn wir arbeiten mit langen Teigführzeiten, das ist wichtig für den guten Geschmack“, erklärt Manfred Klüber, der die Bäckerei mit Bernd Pappert leitet. „Wir wollen unseren Mitarbeitern eine gute Atmosphäre bieten. Der Neubau auf der grünen Wiese bietet uns da die besten Chancen“, sagt Klüber, der den starken Heimatbezug betont. „In Poppenhausen waren wir in Bernds Nachbarschaft – jetzt kommen wir in mein Heimatdorf.“

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So soll die neue Papperts-Zentrale samt Backstube und Café in Eichenzell aussehen. (Skizze: Raum.Erlangen)

Gut 25.000 Quadratmeter ist das Grundstück an der Bürgermeister-Ebert-Straße groß, gut 8500 Quadratmeter könnten davon mit dem Backhaus und mehr gebaut. Das schafft Raum, den die Teige und Produkte brauchen, um zu reifen und den besonderen Geschmack zu entwickeln. Auch die Abläufe im Backhaus können neu aufgestellt und für die Bäcker verbessert werden. Pappert und Klüber haben für den neuen Standort Visionen: „Für uns gehört auch ein gläsernes Backhaus-Café als eine Art neues Stammhaus absolut dazu“, sagt Manfred Klüber. Und Bernd Pappert ergänzt: „Aus dem Sitzbereich des Cafés kann man in das Backhaus sehen und feststellen, dass wir immer noch handwerklich arbeiten.“

Apropos Handwerk: Die Bäckerei plant ein Highlight im Backhaus. Neu soll ein Bereich mit Holzofen sein. „Das wird noch einmal etwas ganz Besonderes werden“, ist sich Bernd Pappert sicher, der sich damit einen großen Traum erfüllt.

Neue Zentrale mit kaufmännischer Abteilung

Neben dem Backhaus und dem Café soll auch die kaufmännische Abteilung mit nach Rönshausen ziehen. Teil des Neubaus werden neben Büroflächen und Besprechungsräumen auch ein Fitnessraum, um so die Idee des Fitnessbäckers aktiv gestalten zu können. „Das wird eine tolle Sache werden“, verspricht Klüber, der – wie immer – auf Regionalität setzt. So soll sich mit Kristina Schorr-Müller eine Fuldaer Innenarchitektin um die Raumkonzepte und die Atmosphäre kümmern. Sämtliche Arbeiten sollen Baufirmen aus der Region übernehmen.

„Wie bei unseren Rohstoffen und Backwaren setzen wir auch bei Baufragen auf Qualität und Nachhaltigkeit. Deshalb suchen wir uns immer Partner aus der Region“, so Klüber. Die Planungen der Bäckerei sind am Montag Thema im Bau-Ausschuss der Gemeinde Eichenzell. Dort wird das Konzept der Bäckerei vorgestellt und Rahmenbedingungen für die mögliche des Projekts definiert, um die Ansiedlung im Industriegelände für alle Beteiligten positiv zu gestalten. „Für uns ist das ein wichtiger Schritt“, sagen die beiden Geschäftsführer, denn mit dem neuen Backhaus sei das Unternehmen zukunftsfähig – und der Eichenzeller Ortsteil um eine Attraktion reicher.

Last Minute in die Ausbildung oder ins Duale Studium

Last Minute in die Ausbildung oder ins Duale Studium

Mehr als 800 Stellen sind im Landkreis noch frei: Neben Azubis werden auch dual Studierende gesucht, die sich jetzt noch bewerben können. 

Text von Arbeitsagentur Fulda

Obgleich das Ausbildungsjahr bereits begonnen hat, sind noch mehr als 800 Ausbildungsstellen in vielen unterschiedlichen Berufen zu besetzen. Grund für die Arbeitsagentur Fulda, am Donnerstag, 15. August, von 13.30 bis 16 Uhr eine Last-Minute-Lehrstellenbörse zu organisieren. „Die Unternehmen in der Region sind für jeden neuen Azubi dankbar und stellen erfahrungsgemäß teilweise bis in den November hinein ein – sowohl im Handwerk wie auch im gewerblichen und im kaufmännischen Bereich“, erklärt Ottokar Schwerd, Leiter der Berufsberatung der Arbeitsagentur. Für Gymnasiasten und Fachoberschüler dürften die freien Stellen für ein Duales Studium besonders interessant sein. Die Börse richtet sich an alle interessierten Bewerberinnen und Bewerber sowie an Jugendliche, die bisher noch nicht bei der Berufsberatung gemeldet sind. Eine Anmeldung zur Börse ist nicht erforderlich. Bewerbungsunterlagen, das letzte Schulzeugnis sowie Nachweise über Praktika oder besondere Kenntnisse sollten mitgebracht werden. Der Zugang erfolgt über den BIZ-Eingang in der Gambettagasse.

Foto: bluedesign/Adobe Stock

Azubi-Mangel: Region Fulda kämpft um Talente von außerhalb

Azubi-Mangel: Region Fulda kämpft um Talente von außerhalb

Der Mangel an Azubis im Kreis Fulda verschärft sich. Dieses Jahr dürften deutlich mehr Lehrstellen als in den vergangenen Jahren unbesetzt bleiben. Die Region blickt nun über den Tellerrand und startet eine Initiative.

Azubi-Mangel im Kreis Fulda. Klar, das ist nichts Neues. Da sich der Mangel verschärft, bleibt er aber ein brandheißes Thema. Dieses Jahr kommen in unserem Kreis auf jeden Bewerber 2,5 Lehrstellen. Das schreibt die Fuldaer Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe. Rechnerisch bleiben demnach 1500 Stellen unbesetzt. Von 2016 bis 2018 sind es laut dem Artikel 1000 gewesen.

Damit das nicht so bleibt, will die Region eine Initiative starten. „Landrat Bernd Woide und OB Dr. Heiko Wingenfeld haben deshalb angeregt, außerhalb Osthessens zu suchen – in Regionen, in denen es mehr Bewerber als Lehrstellen gibt“, zitiert die Zeitung Christoph Burkard, Geschäftsführer der Region Fulda, in der Stadt, Kreis und IHK ihre Aktivitäten in der Wirtschaftsförderung bündeln. „Hier werden wir ab Herbst mit Filmclips, Social Media und auf anderem Weg für die Azubi-Region Fulda werben.“

Azubi-Campus pings zentraler Bestandteil

Ein zentraler Teil bei der Werbung ist der Azubi-Campus pings. „Wir bieten Unternehmen die Möglichkeit, außerhalb der Region Azubis zu gewinnen und zu wissen, dass diese auch außerhalb der Arbeitszeit gut betreut sind“, erklärt pings-Geschäftsführer Steffen Kempa in der Fuldaer Zeitung. Pings bietet Azubis ein hochwertig möbliertes Zimmer mit Bad und WLAN, sozialpädagogische Betreuung rund um die Uhr, Frühstück, zweimal pro Woche ein gemeinsames Essen sowie Freizeit- und Bildungsangebote.  Es gibt zahlreiche Gemeinschaftsräume. Auch gekocht wird in Gemeinschaft.

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So wird das Pings am Ende aussehen. (Grafik: Kolpings)

Der Campus verfügt über 120 Plätze. Die ersten 20 Plätze wurden jetzt fertig und sind bereits bezogen. Die weiteren 100 Zimmer werden jetzt im Zwei-Wochen-Rhythmus nach und nach bis in den Herbst fertiggestellt und bezogen. Zimmer kostet – je nach Einkommenslage des Azubis und seiner Familie – zwischen 180 und 650 Euro. Oft teilen sich Lehrling und Ausbildungsfirma die Kosten.

Titelbild: Volker Nies | Fuldaer Zeitung