Die 13. Bildungsmesse machte ihrem Namen als eine der größten in Hessen wieder alle Ehre: 139 Aussteller auf 4300 Quadratmetern Ausstellungsfläche, 161 vorgestellte Berufe und geschätzt mehr als 10.000 Besucher sind ein eindrucksvoller Beleg dafür. Kein Wunder, dass nicht nur die Veranstalter – Industrie- und Handelskammer Fulda, Kreishandwerkerschaft Fulda, der Landkreis Fulda, die Stadt Fulda, die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda sowie das Staatliche Schulamt für den Landkreis Fulda – sondern auch die ausstellenden Unternehmen rundum zufrieden waren. 

Ein Text von der IHK Fulda

Dass es bei der Bildungsmesse schon lange um mehr als nur Bildungsangebote geht, betonte Organisator Armin Gerbeth, Leiter Berufsbildung bei der IHK Fulda in seinem Fazit. „Letztlich ist die Bildungsmesse auch ein Spiegelbild unserer Wirtschaft. Hier legen sich alle Unternehmen besonders ins Zeug.“ Vor Ort beantworten Azubis und Ausbilder alle Fragen der Schülerinnen und Schüler auf Augenhöhe. Die Messe punktet mit dieser direkten Kommunikation. In Zeiten der digitalen Reizüberflutung ist sie eine gute Ergänzung zum Internet. Übrigens, durch den persönlichen Kontakt an den Ständen wurden an beiden Tagen bereits konkrete Absprachen über Praktika getroffen.

“Auch viele Erwachsene hatten ihre Aha-Erlebnisse”

Aber nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Schülerinnen und Schüler legten sich mächtig ins Zeug. Während die meisten am Sonntag mindestens ein Elternteil im Schlepptau hatten, ging es am Montag im Klassenverbund durch die Hallen. Am 16. und 17. Juni waren die Besucher gut vorbereitet, wussten bereits, wo sie nachfragen wollten und hatten sich ihren eigenen Bildungsmessefahrplan erstellt. Armin Gerbeth: „Auch viele Erwachsene, gleichgültig ob Eltern oder Lehrer, hatten so ihre Aha-Erlebnisse und haben Neues über die heimischen Unternehmen und ihre Ausbildungsangebote gelernt.“

Reger Dialog unter den Teilnehmern

Nicht zuletzt war und ist die Bildungsmesse das, was sie immer schon war, eine große Kooperationsbörse. Unternehmer und Führungskräfte nutzten die Chance, sich über Betriebsgrenzen hinweg auszutauschen. Die Partner im dualen System der Berufsbildung – die Lehrer der beruflichen Schulen auf der einen sowie Ausbilder und Ausbildungsleiter auf der anderen Seite – nutzten die Gelegenheit zum zwanglosen Dialog. Und letztlich diskutierten auch die Jugendlichen untereinander, die Auszubildenden auf den Ständen mit den Schülerinnen und Schülern, die möglicherweise in Zukunft eine Ausbildung absolvieren werden.

Ein Wehrmutstropfen bleibt allerdings: Selbst, wenn alle Schulabgänger sich für eine Berufsausbildung entscheiden würden, könnten nicht alle gemeldeten Lehrstellen besetzt werden. Aus diesem Grund waren sich die Veranstalter einig, dass vermehrt Jugendliche von außerhalb für die Region begeistert werden müssen – und nicht nur sie, sondern auch Erwachsene, die eine Zweitausbildung anstreben oder nach einem abgebrochenen Studium neue berufliche Perspektiven suchen.

Gute Laune bei Veranstaltern und Ausstellern

 

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