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Donnerstag, 27. Juni 2019

Das permanente Verlangen nach Austausch von Informationen, das Haschen nach Neuigkeiten, das unbändige Bedürfnis, jedem zu jeder Zeit mitzuteilen, wo und warum man sich gerade irgendwo aufhält, fordert inzwischen viele Tote: Mindestens 500 Menschen sterben jedes Jahr, weil sie zu Fuß oder im Auto aufs Handy starren – und es deswegen zu schlimmen Unfällen kommt. Immer öfter trifft es Fußgänger, die den Blick statt auf die Straße nur noch aufs Smartphone richten, abgelenkt durch Facebook & Co. eine rote Ampel nicht mehr wahrnehmen und auf Motorhauben landen oder in fahrende Straßenbahnen laufen. Kein schönes Ende.

Was fasziniert uns derart, dass wir bereit sind, dafür ein relativ hohes Risiko einzugehen? Den fiesen Algorithmen die Schuld in die Schuhe zu schieben, wäre sicher zu einfach. Doch richtig ist, dass Facebook & Co. versuchen, uns mit allen Mitteln zu verführen, ständig aufs Smartphone zu schauen und unsere Neugierde nach Informationen zu befriedigen. Nicht nur viele Jugendpsychologen fragen sich, ob wir nicht längst eine Generation von Smombies sind, die partiell Zeichen einer Suchterkrankung zeigt und früher oder später therapiert werden muss.

Was der ständige Drang, aufs Handy zu schauen, mit uns anrichten kann, hat move36-Redakteurin Constanze untersucht. Sie hat sich mit Leuten unter- halten, die das System „Social Media“ an den Rande des Wahnsinns getrieben hat und für die es nur eine einzige Lösung gab: Digital Detox.

Die digitale Entgiftung führt übrigens nicht nur zu mehr Sicherheit, sie trägt auch dazu bei, dass man wieder öfter, analog und unvirtuell, mit seinen Mitmenschen kommuniziert. Denn was ist das für ein armseliges Leben, in dem man – wie Untersuchungen an Durchschnitts-Usern ergeben haben – 80 mal am Tag sein Handy entsperrt, also ungefähr alle zwölf Minuten einmal.

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