Olympia kann kommen: 425 Sportler gehen in Rio auf Medaillenjagd, vier davon kommen aus Fulda. Nach den Hahnertwins und Jan-Philip Glania hat gestern auch endlich Kugelstoßerin Sara Gambetta aus Schlitz-Rimbach ihre Nominierung erhalten. Die letzten Tickets werden allerdings erst in den kommenden Tagen vergeben.

Ein Text von Angelika Kleemann und der move36-Redaktion

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, freut sich Sara Gambetta über die Gewissheit, dass sie in Rio dabei sein wird. Natürlich fieberte die 23-Jährige dem Dienstag entgegen, obwohl mit ihrer Weite von 17,95 Metern und Platz sieben bei der EM sowie dreimal übertroffener Olympia-Norm kein Weg an Sara Gambetta vorbeiführte. Doch die Sportsoldatin ist vorsichtig, wollte sich erst freuen, wenn sie es schwarz auf weiß sehen würde. Den Moment, als ihr Name auf der Seite des Deutschen Leichtathletik-Verbandes erschien, verpasste sie allerdings. „Viele haben geschrieben und gratuliert“, blickt sie auf den Augenblick der Gewissheit zurück. „Das Gefühl ist der Hammer“, ich bin mit einem Grinsen durch die Stadt gelaufen.“

Am Montag bestätigte Sara Gambetta ihre gute Form beim Wettkampf in Biberach. „Nach 600 Kilometern Anreise habe ich noch17,65 Meter gestoßen, damit kann ich zufrieden sein“, erklärt sie und blickt nach vorne. Am Donnerstag steht die Olympiaeinkleidung auf dem Programm, am Freitag ein Wettkampf in Göteborg, ehe es am Sonntag ins Trainingslager nach Kienbaum geht, um von dort am 4. August direkt nach Rio zu fliegen. Dort nimmt Sara Gambetta bei ihren ersten Olympischen Spielen die 18 Meter in Angriff, und sie weiß, dass sie diese Weite drauf hat.

Unter Druck steht sie nicht, eine Medaille wird von Weltmeisterin Christina Schwanitz erwartet.

„Wir haben eine gute Mannschaft. Ich bin optimistisch, dass wir das London-Ergebnis wieder erreichen“, sagte Michael Vesper, Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbundes, mit Blick auf die 44 Medaillen von 2012. Bereits am 24. Juli brechen die ersten Sportler nach Rio auf, als Letzte reisen die Marathonläufer am 17. August an.

Foto: Rainer Jensen/dpa

Nun entsendet die Region also ein Quartett nach Rio. Jan-Philipp Glania wird im Schwimmteam angreifen. „Besser hätte es nicht laufen können“, frohlockt der 27-Jährige am Anfang Juni, als er bei der Mare-Nostrum-Tour die Olympianorm knackte. Mit 100 Meter in 54,07 Sekunden zeigte er Klasse und bewies, dass er topfit ist.

Foto: Moritz Schleiffelder

Eine Zitterpartie war es für die Hahnertwins. Nachdem Lisa ihr Ticket schon im Mai sicher hatte, musste Anna bis Anfang Juni auf die Nominierung warten. Als sie dann kam, waren beide umso glücklicher. „Die Vorfreude kann man gar nicht in Worte fassen“, sagten sie im Interview in der Sommerausgabe des move36-Magazins.

Die Hahners und Jan-Philip Glania werden am Sonntag, 17. Juli, bei den Fuldaer Gesprächen Rede und Antwort stehen. Einen Bericht dazu liest du am Montag hier.

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