Neugier auf Wissen und Technik bildet die Basis für beruflichen Erfolg

Neugier auf Wissen und Technik bildet die Basis für beruflichen Erfolg

Ihren Erfolg feiern – das durften nun die 290 Berufsschüler der Ferdinand-Braun-Schule, die ihre Abschlussprüfung der Kammern absolviert und auch die Berufsschule erfolgreich abgeschlossen haben.

Studiendirektorin Ulrike Vogler, stellvertretende Schulleiterin, gratulierte im Namen der Ferdinand-Braun-Schule zuerst allen zu ihrem persönlichen Erfolg, der nur dadurch möglich war, dass die jungen Menschen in der Zeit ihrer Ausbildung ihr Wissen erweitert und es vor allem auch angewendet haben. Doch müsse das vorhandene Wissen stets weiterentwickelt werden, sonst sei es durch die derzeitig rasante Wissensverdoppelung in der Welt in drei Jahren nur noch die Hälfte, in sechs Jahren nur noch ein Viertel und in 20 Jahren eigentlich gar nichts mehr wert.

Die Unternehmen der Region freuten sich auf die gut ausgebildeten Fachkräfte und ermöglichen ihnen nach einer fundierten Ausbildung oft viele Möglichkeiten der Fortbildungen, um das berufliche Wissen den modernen Erfordernissen anzupassen. Doch auch an der Ferdinand-Braun-Schule bieten sich mit dem Besuch der Fachoberschule oder der Fachschule für Technik gute Wege an, das persönliche Wissen zu erweitern und dieses dann ins Berufsleben wieder einzubringen.

Für die Festansprache konnte Ralf Jestädt, Geschäftsführer des Fuldaer Unternehmens Herzau + Schmitt, gewonnen werden. An seinem persönlichen beruflichen Werdegang machte der „echte Fulder Jong“ deutlich, dass er ebenso wie die Absolventinnen und Absolventen heute, einmal mit dem Abschluss einer Berufsausbildung am Beginn eines für ihn spannenden Berufswegs stand, der ihn dann über verschiedene Stationen, auch außerhalb von Fulda, bis in die Unternehmensspitze führte. Immer mehr erkannte er auf diesem Weg, wie wichtig eine gute Berufsausbildung als Fundament für beruflichen Erfolg sei. Aus diesem Grund engagiere er sich persönlich sehr stark für eine gute Berufsausbildung in seinem Unternehmen und kümmere sich selbst auch um die Bewerberauswahl und –begleitung auf dem Weg des beruflichen und persönlichen Wissenserwerbs. Mit persönlicher Motivation auf weiteres Wissen stehe den neuen Fachkräften und Junggesellinnen und –gesellen die (Berufs-)Welt offen. Für ihren weiteren Weg wünschte er allen viel Erfolg und Gottes Segen.

Einen Höhepunkt der Feier bildete die Ehrung der Klassenbesten aus den über 25 verschiedenen Berufen, die durch den Abteilungsleiter Tobias Heitz moderiert und von Frau Vogler und Herrn Jestädt vorgenommen wurde. Einleitend forderte Herr Heitz die Absolventinnen und Absolventen auf, niemals die Neugier auf Wissen und Technik zu verlieren, denn dann könnten sich die persönlichen beruflichen Wege absolut interessant und spannend entwickeln – denn kaum einer der anwesenden Gäste, seien es Eltern, Ausbilderinnen und Ausbilder der Unternehmen oder Lehrkräfte hätte im jungen Alter schon geahnt, wo sie beruflich heute einmal stehen würden. Besonderen Applaus und Hochachtung ernteten die sechs ehemaligen Berufsschülerinnen und Berufsschüler die in ihrem Abschlusszeugnis der Berufsschule eine Leistung von 1,0 bescheinigt bekamen. Das besonders gute Ausbildungsniveau der Absolventinnen und Absolventen insgesamt zeigt sich regelmäßig auch in den hessenweit überdurchschnittlichen Kammerprüfungsergebnissen der Fuldaer Auszubildenden.

Die Lehrerband der Ferdinand-Braun-Schule umrahmte die Verabschiedungsfeier musikalisch. Begleitet von rockigen Rhythmen folgten viele Gäste am Ende der offiziellen Stunde noch der Einladung zu netten Gesprächen bei Grillwürstchen und Getränken auf die Terrasse der Schule.

Ferdinand-Braun-Schule verabschiedet 132 Technikerinnen und Techniker

Ferdinand-Braun-Schule verabschiedet 132 Technikerinnen und Techniker

Bei der Verabschiedung von 132 Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Technik der Ferdinand-Braun-Schule am 25. Juni drehte sich vieles um das Thema Zeit – ausgeleuchtet im Kontext „Zukunft der Arbeit“ und des Geldverdienens im Zeitalter von Industrie 4.0 und des „Internets der Dinge“.

Ein Text von Uwe Kramer (Ferdinand-Braun-Schule)

Ulrike Vogler, stellvertretende Schulleiterin, begrüßte die frisch ernannten „staatlich geprüften Techniker/-innen“ mit ihren Angehörigen, die Lehrkräfte und Vertreter der Betriebe und Innungen mit der Feststellung, nun sei die Zeit an der Ferdinand-Braun-Schule vorbei – eine Zeit der Entbehrungen an Freizeit, Urlaub, Familie und Sport, aber auch eine Zeit neuer Freundschaften und fruchtbarer Beziehungen mit Arbeit- und Projektgebern.

Die Formel „Zeit ist Geld“ sei ja eine Binsenweisheit – im vorliegenden Fall habe man vorrangig Zeit in Wissen investiert, um anschließend Geld zu „ernten“, vorausgesetzt, man verstehe es, dem erworbenen Wissen ein regelmäßiges Update zu verpassen und es geschickt in Können zu übertragen. Als überzeugendes Beispiel für eine reiche Geldernte durch erfolgreiche Ideen führte Ulrike Vogler die Biografie des amerikanischen Feuerlösch-Pioniers Paul Neal „Red“ Adair (1915–2004) an, der Öl- und Gasbrände mit Hilfe von Dynamit zu bekämpfen verstand. Auch ohne rote Haare und rote Kleidung, die Adairs Markenzeichen waren, könne man es weit bringen – man müsse nur ein paar Tipps beherzigen: Zum Beispiel gelte es, eine bisher nicht besetzte Nische im eigenen Metier zu finden, täglich eine halbe Stunde zu lesen, im Auto lehrreichen Hörbüchern zu lauschen anstelle dem seichten Radiogeplänkel und sich außerdem jährlich ein bis zwei Fortbildungen zu gönnen – so schaffe es man stufenweise zum Experten, zur Kapazität und schließlich zur Koryphäe.

Der Gastreferent Frank Pöschel, als langjähriger Vorsitzender des REFA-Verbandes und anerkannter Experte für Arbeits- und Zeitwirtschaft zweifelsfrei eine Koryphäe, widmete sich ebenfalls ausführlich dem Phänomen „Zeit“, für welches der Mensch kein Sinnesorgan besitze. Demzufolge könne sich die gleiche Portion Zeit einmal wie zwei Minuten, ein anderes Mal wie zwei Stunden anfühlen, je nachdem, ob man sie mit einem geliebten Menschen teile oder auf einem heißen Ofen sitze, wie Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie populär zu illustrieren versuchte.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Menschen in der Arbeits- und Zeitwirtschaft wurde von Pöschel unter die Lupe genommen – vom Faustkeil über die Dampfmaschine bis zum „Internet der Dinge“, von dem manche befürchten, es werde eines Tages den Menschen zur zweitintelligentesten Spezies unseres Planeten degradieren. Den gemeinhin als „4. Revolution“ der Arbeitswelt bezeichneten Wandel versuche man erstmals umfassend zu analysieren und vorauszusagen: Wird die vorhandene Arbeit massiv an Umfang und Qualität verlieren? Hierzu zog Pöschel eine Parallele zum Grundsatz der Energieerhaltung: Energie gehe nicht verloren, sondern wandele lediglich ihren Zustand, genauso wie Geld nicht verloren gehe, sondern meist nur den Besitzer wechsle. Der Ökonom Michael Hicks, Ball State University in Indiana, ermittelte, dass drei Viertel im Inland nicht mehr vorhandener Arbeit Automatisierung, Robotern und effizienterer Produktion geschuldet sei und ein Viertel den Folgen der Globalisierung – die Arbeit ziehe niedrigeren Löhnen hinterher, über Osteuropa und China bis nach Vietnam. Doch ist damit immer ein Verlust verbunden? Nicht, wenn es sich um gefährdende, belastende, sinnentfremdete oder ineffiziente Arbeit handle. Pöschel stimmte hier ein Lob der Faulheit an – nicht jedoch der „negativen Faulheit“, die dazu verleite, sich einen „Dummen zu suchen“, der einem die Arbeit erledigt, sondern einer „gesunden und kreativen Faulheit“, die mit dem Ziel der Effizienzsteigerung den Zeitaufwand zu minimieren sucht. Überflüssiges und Nebensächliches sei zu vermeiden, Hauptsächliches hingegen zu optimieren. Damit werde die Vermeidung unnötiger Arbeit dann doch noch zu einem „harten Job“.

Auch Organisationen wie REFA, die sich mit Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisationen und Unternehmensentwicklung beschäftigen, setzen zur Ermittlung und Prognose exakter Zeitbedarfe anstelle der klassischen Stoppuhr inzwischen auf digitale Daten: Von der Kundenbestellung über Beschaffung, Produktion und Auslieferung bilde die Qualität der Zeitdaten den entscheidenden Faktor für eine funktionierende Kette. Moderne Arbeitsvorbereitung und Zeitwirtschaft seien auf eine als „Prozess-Bibliothek“ angelegte Datenbank angewiesen, mit deren Hilfe man Arbeitsprozesse simulieren und als Computermodell zusammenstellen könne. Avatare in Produktionsmodellen handeln dann dank valider Praxisdaten im „Editor menschliche Arbeit (EMA)“ wie Menschen. Selbstregulierende Prozesse im „Internet der Dinge“ reagieren auf externe Störungen, indem sie eine permanente Soll-Ist-Abstimmung praktizieren. Die Aufnahme, Bereitstellung und Pflege dieser Daten sei damit eine zentrale Aufgabe der Zeitwirtschaft. Pöschel schloss mit der Aufforderung, die eigene Faulheit zu pflegen und Mut zu zeigen, auch den Mut, Fehler zu begehen; allerdings sollte man deren Wiederholung besser vermeiden.

Studiendirektor Hubert Schmitt, Leiter der Fachschule für Technik, sponn den Faden „Zeit“ fort mit der Feststellung, man könne diese zwar als physikalische Größe präzise messen, jedoch weder beeinflussen, anhalten noch kaufen. Jedoch ließen sich dank innovativer Prozesse zeitliche Abläufe sowohl dehnen als auch beschleunigen und damit die verfügbare Zeit effektiver nutzen; mehr Freizeit, höhere Lebenserwartung und verbesserte Produktqualität seien das Resultat. Digitale Transformation manifestiere sich durch Industrie 4.0 vorrangig in der Wirtschaft, wirke aber auch weit in die individuelle und institutionelle Lebenswelt hinein. Cyberphysikalische Systeme ermöglichten dank kommunizierender Eigenintelligenz künftig nicht nur den Betrieb einer Smart Factory, sondern auch selbstfahrende Autos und drohnenbasierte Logistik. Chancen und Risiken von Automatisierung, künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Nanotechnik und Mikromechatronik dürfe man nicht hinnehmen wie das Wetter, sondern sie verlangten nach einem gesellschaftlichen Konsens darüber, wie man künftig leben wolle. Absolventen einer Fachschule für Technik seien das ideale Bindeglied zwischen Planung und Fertigung, verfügten über solide Kenntnisse in Hard- und Software und seien damit in der Lage, sich künftiger technischer Problemstellungen erfolgreich anzunehmen. Bewiesen habe man dies mit 72 interessanten Projektergebnissen, die an 6 Tagen von 132 Studierenden präsentiert wurden. Abschlüsse wurden erworben in den Disziplinen Technische Betriebswirtschaft (31), Maschinentechnik (43), Elektrotechnik (31), Karosserie- und Fahrzeugtechnik (16), Farb- und Lacktechnik als Doppelqualifikation Techniker und Meister (9). Für knapp zwei Drittel der Absolventen mündete die Aufstiegsqualifizierung bereits in einem beruflichen Aufstieg.

Es folgte die Auszeichnung der Jahrgangsbesten; folgende Absolventinnen und Absolventen wurden für ihren besten Notendurchschnitt geehrt: Aileen Füssl (Karosserie- und Fahrzeugtechnik), Lukas Heger (Maschinentechnik VZ), Kilian Birkenbach (Elektrotechnik VZ), Nadja Fetzer (Farb- und Lacktechnik), Maximilian Heil und Michael Kleinhenz (Maschinentechnik TZ), Dominik Baumbach, Niklas Hack, Pascal Hößelbarth, Daniel Leinweber und Dennis Rüb (Elektrotechnik TZ).

Nachdem der Absolvent der Maschinentechnik Daniel Penner die vergangenen Jahre aus Sicht der Studierenden augenzwinkernd resümiert hatte, konnten die Zeugnisse aus den Händen der Klassenlehrer Thorsten Farnung (Karosserie- und Fahrzeugtechnik), Klaus-Peter Schaitza (Maschinentechnik VZ), Jörg Abel (Elektrotechnik VZ und TZ), Gregor Botzet (Farb- und Lacktechnik) und Tobias Heitz (Maschinentechnik TZ) in Empfang genommen werden.

Mit alter Kappe und neuem Album – Mark Forster flasht Fulda

Mit alter Kappe und neuem Album – Mark Forster flasht Fulda

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Sonne, Wärme und – Liebe. Eine Top-Kombination für 5000 Mark-Forster-Fans, die am Samstagabend das Open-Air Konzert auf dem Fuldaer Uniplatz gefeiert haben. Von nachdenklich stimmendem Sprechgesang bis hin motivierenden Refrains, reißt der Singer und Songwriter die Masse mit seinem vierten Album Liebe mit.

Ein Text von Nadine Buß

Die Sonne strahlt, die Osthessen sind in Wohlfühlstimmung. Das macht sich nach einem zügigen Einlass auch direkt am Getränkestand bemerkbar. Wer jedoch der Annahme ist, dass die Fuldaer  alkoholische Getränke für gute Laune bräuchten, der liegt falsch. Die Schlange auf der Seite der Softdrinks wird immer länger, während es an der Bierschlange sehr überschaubar zugeht. Das macht eins deutlich: Mark Forster hat ein junges Fan-Publikum. Und so warten vor Ort auch schon zahlreiche Familien mit Kindern auf ihr Idol, die nicht selten sein Markenzeichen tragen: die schwarz-grüne Kappe. An diesem Tag ein idealer Sonnenschutz.

Bis es den in Deutschland hochgefeierten Star zu sehen gibt, dauert es jedoch noch eine ganze Weile. Und so sind – nachdem die Vorband einige doch recht melancholische Lieder zum Besten gegeben hat – zeitweilig auch grelle Kinderstimmen zu hören, die nach etwa einer halben Stunde nach Forster verlangen. „In der Zeit kann man ja noch ein Kind bekommen“, witzelt eine Frau. Der Grund für die Verzögerung: Die Vorband spielt zehn Minuten kürzer als geplant.

“Ich habe so Bock”

Die Wartezeit ist jedoch mit einem Knall vergessen. Denn mit dem Klassiker „Flash mich“ stürmt der 35-Jährige auf die Bühne. Es gibt Forster-Musik auf die Ohren, die Fans in Fulda steigen in den Refrain ein und reißen die Hände in die Luft. Und ab da beginnt die Symbiose zwischen Publikum und dem Popmagneten, der tags darauf noch ein Zusatzkonzert gibt, um im Mittelpunkt Deutschlands möglichst viele seiner Fans zu erreichen.

„Das ist mein erstes Sommerkonzert. Ich hab’ so Bock auf euch“, ruft der coole Sympathieträger und erkundigt sich immer wieder nach dem Wohl seiner Fans: „Fulda, gehts euch gu–ut?“ Darauf rufen die Fuldaer natürlich: „Ja–a!“

Enblicke in das Leben von Forster

Während seiner neuesten Songs – darunter „Einmal“, „Killer“ oder „Nimmerland“ – gibt es zwischen den ohnehin sehr persönlichen Liedern immer wieder Einblicke aus dem Leben eines Menschen, der groß geträumt hat, damit erfolgreich wurde und all das wertschätzt:  „Falls es unter euch Leute gibt, die sich verrückte Sachen überlegen, dann lasst euch von mir gesagt sein: Es kann alles wahr werden“, sagt Forster und gibt charmant und witzig eine Geschichte aus seinem Leben preis. Als er in seiner Kindheit und Jugend zahlreiche Male alleine mit dem Fahrrad durch das pfälzische Winnweiler fuhr,  überlegte er sich verrückte Dinge: „Wie etwa auf so einer tollen Bühne wie dieser zu stehen – vor Leuten wie euch“, so Forster.

Kleines Telefonat mit Sido

Als sich die Sonne  verabschiedet, folgt ein Motivationsschub in Form von satten, mitreißenden Liedern, Lichtkegeln, die umherwandern, und einer in knallbunten Farben getauchten Bühne. Plötzlich fliegen Papierbänder, wenig später Papierschnipsel durch die Luft – und natürlich lässt Mark Forster getreu seines Klassikers „Chöre“ auch Konfetti regnen.

Damit nicht genug: Paddy Kelly wird per Videoaufzeichnung auf die Leinwand projiziert. Mit ihm arbeitete Forster bei der Fernsehsendung „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“. Weil Mark jedoch Paddys Nachtruhe in den USA stört, legt sein Gesprächspartner einfach auf. Rapper Sido, mit dem Forster immerhin seinen ersten Hit in den TopTen landete, wird stattdessen hinzugeschaltet. Und so endet ein Abend, der an Charme und guter Laune nicht zu überbieten ist.

 

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Digitalisierung als didaktisches Prinzip an der Wigbertschule

Digitalisierung als didaktisches Prinzip an der Wigbertschule

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Praktische Beispiele, wie der Einsatz von digitalen Medien den Unterricht unterstützten kann, und keine grundsätzliche Diskussion über den Sinn und Unsinn vom Einsatz von digitalen Medien und Methoden am Gymnasium. Dieses Motto hatte Schulleiter Markus Bente am Beginn des Pädagogischen Tages des Lehrerkollegiums der Wigbertschule ausgegeben und dies traf auch für den Fortbildungstag zu.

Als Hauptreferenten des Tages waren die Gymnasiallehrer Felix Fähnrich und Carsten Thein vom Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium im badischen Durmersheim nach Hünfeld angereist. In einem anregenden Vortrag stellten sie ihre selbst entwickelten Methode „Flip the Classroom“ vor. Dabei setzen sie selbst erstellte kleine Erklärfilme ein, mit denen die Schülerinnen und Schüler sich den Unterrichtsstoff erschließen und nach einer Übungsphase nach Bedarf immer wieder anschauen können. Ziel dieser Methode ist es, den Übungsschwerpunkt von zu Hause in den Unterricht zu verlagern. Auf diese Weise könnte ggf. gezielter der Übungsprozess begleitet werden. Ein nicht geringer Nebeneffekt wäre zudem eine Umwertung der Unterrichtsstunden, damit die Lehrer mehr Zeit für individuelle Nachfragen und zielgerichtetes Fördern haben. Weiterhin stellten die beiden innovativen Lehrer verschiedene Apps zum Einsatz im Unterricht vor.

Gemeinsames Projekt mit move36

Für den Nachmittag bestand dann für eine Gruppe des Kollegiums unter Leitung dieser beiden Referenten die Aufgabe, selbst Erklärfilme zu alltäglichen Themen zu erstellen. Eine andere Gruppe informierte sich bei Michael Doktor vom Cornelsen-Verlag über die Weiterentwicklung von Schulbüchern zu interaktiven Medien, den so genannten mbooks, also digitalen Schulbüchern, bei denen Schülerinnen und Schüler eigenständig ihren Lernprozess steuern und auf Anforderungen reagieren können.

Darüber hinaus gab es eine Vortrag von move36/OBCC, dem Kooperationspartner der Schule, der durch das Magazin move36 bekannt ist. Hierbei stellten Redakteur Sascha-Pascal Schimmel sowie drei Kolleginnen Möglichkeiten eine digital gestützten Präsentation von Unterrichtsprojekten mit dem Programm Pageflow vor. Als Beispiel diente ein Unterrichtsprojekt einer neunten Klasse der Wigbertschule, bei dem Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätte Point Alpha besuchten und dort Zeitzeugen begegneten und diese interviewten. Dieses unterrichtspraktische Projekt wurden gemeinsam mit OBCC erarbeitet und mittels Pageflow dokumentiert. Interessierte können das Ergebnis unten dem angegebenen Link ansehen. (https://pageflow.move36-reportage.de/30-jahre-mauerfall-wigbertschule-auf-ddr-spurensuche-auf-point-alpha)

Die Wigbertschule ist eine der Pilotschulen für die vom Landkreis Fulda und dem Hessischen Kultusministerium unterstützte Initiative zum Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht. Der Pädagogische Tag diente dazu zu veranschaulichen, welche sinnvollen und praktischen Nutzungsmöglichkeiten digitale Medien für den Unterrichtsalltag haben können.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Wigbertschule und Kabatec schließen Kooperationsvertrag

Wigbertschule und Kabatec schließen Kooperationsvertrag

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Eine moderne Fahrzeugproduktion ist ohne Maschinen, die Kilometer an Kabeln bandagieren und bündeln, undenkbar. Doch dass diese komplexen Produktionsanlagen in der Firma Kabatec in Burghaun entwickelt werden, ist vielen unbekannt. Zu vermitteln, dass dieses aufstrebende Unternehmen ein möglicher Arbeitgeber auch für Schülerinnen und Schüler aus Hünfeld und Umgebung sein kann, ist ein Ziel der Kooperation, die am 8. April zwischen dem Unternehmen und der Wigbertschule in Hünfeld geschlossen wurde.

Text von Wigbertschule Hünfeld

Schulleiter Markus Bente sowie Geschäftsführer Heinz Billing und Markus Reisinger unterzeichneten im Beisein der Leiterin der Personalabteilung, Mona Rohde, und des Burghauner Bürgermeister, Simon Sauerbier, im neugebauten Hauptsitz der Firma im Burghauner Industriegebiet Gruben eine Kooperationsvereinbarung.

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit soll für die Schülerinnen und Schüler des Hünfelder Gymnasiums der Einblick in die Arbeit des Maschinenbauunternehmens sein. Eng damit verknüpft ist die Vorstellung des Spektrums von Berufen bzw. beruflichen Perspektiven, das Kabatec Absolventen der Wigbertschule bieten kann. Damit ist diese Kooperation eingebettet in das Konzept der beruflichen Orientierung, das die Wigbertschule derzeit weiterentwickelt.

Gemeinsame Zusammenarbeit mit Kabatec

Das Thema „Robotik“ ist für die Wigbertschule als MINT-freundliche Schule von großer Bedeutung. Insofern hat beispielsweise die Robotik AG der Wigbertschule einen besonderen Stellenwert für die Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Kabatec sollen die Schülerinnen und Schüler, unter fachmännischer Begleitung, ihre Fertigkeiten erweitern sowie Möglichkeiten und Perspektiven in einem spannenden technischen und zukunftsweisenden Umfeld kennenlernen.

Damit die vereinbarte Kooperation gleich von Beginn an in Schwung kommt, wird Soundexpress, die Schulband der Wigbertschule, für die musikalische Untermalung des offiziellen Festaktes zur Einweihung des Neubaus am Grubener Weg sorgen. Zudem ist in diesem Zusammenhang eine Foto-Aktion der Oberstufe in der Produktionshalle geplant, bei der die Verbindung von Industriedesign, Technik und Ästhetik thematisch im Vordergrund stehen soll.

Mit MINT am Ball bleiben

Für Schulleiter Markus Bente hat die Zusammenarbeit einen hohen Stellenwert: „Wir müssen als Gymnasium, das im MINT-Bereich am Ball bleiben möchte, die Zusammenarbeit mit Unternehmen suchen, die die weltweite Entwicklung im Technologiebereich im Blick haben. Es ist für uns dabei ein großes Glück, dass wir ein solches Unternehmen sogar direkt vor der Haustür haben. Kabatec ist bereit, unser Anliegen im MINT-Bereich, aber auch unser vordringliches Ziel, den eminent wichtigen Bereich der Berufs- und Studienorientierung zu befördern, mit Ihrem Knowhow zu unterstützen.“

Bürgermeister Sauerbier, ein ehemalige Wigbertschüler, betonte, wie wichtig eine gute naturwissenschaftlich-technische Grundbildung sei, damit die Schülerinnen und Schüler adäquat auf die Herausforderungen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet seien. Für ihn sei es von großer Bedeutung, dass der wirtschaftliche aufstrebende Standort Burghaun diese MINT-Initiative von beiden Seiten unterstützen kann. In seinen Augen sind das Engagement der Wigbertschule und die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Kabatec beispielhaft für das Hessische Kegelspiel.

Kabatec ist ein junges, innovatives und stark wachsendes Unternehmen mit Sitz in Burghaun-Gruben. Das Maschinenbauunternehmen fokussiert sich seit der Gründung im Jahre 2008 auf zukunftsweisende Neuentwicklungen und etablierte sich innerhalb kürzester Zeit als führender Hersteller für innovative und qualitativ hochwertige Lösungen in der Bündel- und Bandagiertechnik auf dem Weltmarkt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]