Sonne, Wärme und – Liebe. Eine Top-Kombination für 5000 Mark-Forster-Fans, die am Samstagabend das Open-Air Konzert auf dem Fuldaer Uniplatz gefeiert haben. Von nachdenklich stimmendem Sprechgesang bis hin motivierenden Refrains, reißt der Singer und Songwriter die Masse mit seinem vierten Album Liebe mit.

Ein Text von Nadine Buß

Die Sonne strahlt, die Osthessen sind in Wohlfühlstimmung. Das macht sich nach einem zügigen Einlass auch direkt am Getränkestand bemerkbar. Wer jedoch der Annahme ist, dass die Fuldaer  alkoholische Getränke für gute Laune bräuchten, der liegt falsch. Die Schlange auf der Seite der Softdrinks wird immer länger, während es an der Bierschlange sehr überschaubar zugeht. Das macht eins deutlich: Mark Forster hat ein junges Fan-Publikum. Und so warten vor Ort auch schon zahlreiche Familien mit Kindern auf ihr Idol, die nicht selten sein Markenzeichen tragen: die schwarz-grüne Kappe. An diesem Tag ein idealer Sonnenschutz.

Bis es den in Deutschland hochgefeierten Star zu sehen gibt, dauert es jedoch noch eine ganze Weile. Und so sind – nachdem die Vorband einige doch recht melancholische Lieder zum Besten gegeben hat – zeitweilig auch grelle Kinderstimmen zu hören, die nach etwa einer halben Stunde nach Forster verlangen. „In der Zeit kann man ja noch ein Kind bekommen“, witzelt eine Frau. Der Grund für die Verzögerung: Die Vorband spielt zehn Minuten kürzer als geplant.

“Ich habe so Bock”

Die Wartezeit ist jedoch mit einem Knall vergessen. Denn mit dem Klassiker „Flash mich“ stürmt der 35-Jährige auf die Bühne. Es gibt Forster-Musik auf die Ohren, die Fans in Fulda steigen in den Refrain ein und reißen die Hände in die Luft. Und ab da beginnt die Symbiose zwischen Publikum und dem Popmagneten, der tags darauf noch ein Zusatzkonzert gibt, um im Mittelpunkt Deutschlands möglichst viele seiner Fans zu erreichen.

„Das ist mein erstes Sommerkonzert. Ich hab’ so Bock auf euch“, ruft der coole Sympathieträger und erkundigt sich immer wieder nach dem Wohl seiner Fans: „Fulda, gehts euch gu–ut?“ Darauf rufen die Fuldaer natürlich: „Ja–a!“

Enblicke in das Leben von Forster

Während seiner neuesten Songs – darunter „Einmal“, „Killer“ oder „Nimmerland“ – gibt es zwischen den ohnehin sehr persönlichen Liedern immer wieder Einblicke aus dem Leben eines Menschen, der groß geträumt hat, damit erfolgreich wurde und all das wertschätzt:  „Falls es unter euch Leute gibt, die sich verrückte Sachen überlegen, dann lasst euch von mir gesagt sein: Es kann alles wahr werden“, sagt Forster und gibt charmant und witzig eine Geschichte aus seinem Leben preis. Als er in seiner Kindheit und Jugend zahlreiche Male alleine mit dem Fahrrad durch das pfälzische Winnweiler fuhr,  überlegte er sich verrückte Dinge: „Wie etwa auf so einer tollen Bühne wie dieser zu stehen – vor Leuten wie euch“, so Forster.

Kleines Telefonat mit Sido

Als sich die Sonne  verabschiedet, folgt ein Motivationsschub in Form von satten, mitreißenden Liedern, Lichtkegeln, die umherwandern, und einer in knallbunten Farben getauchten Bühne. Plötzlich fliegen Papierbänder, wenig später Papierschnipsel durch die Luft – und natürlich lässt Mark Forster getreu seines Klassikers „Chöre“ auch Konfetti regnen.

Damit nicht genug: Paddy Kelly wird per Videoaufzeichnung auf die Leinwand projiziert. Mit ihm arbeitete Forster bei der Fernsehsendung „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“. Weil Mark jedoch Paddys Nachtruhe in den USA stört, legt sein Gesprächspartner einfach auf. Rapper Sido, mit dem Forster immerhin seinen ersten Hit in den TopTen landete, wird stattdessen hinzugeschaltet. Und so endet ein Abend, der an Charme und guter Laune nicht zu überbieten ist.

 

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