Seinen Meister machen, das bedeutet im Handwerk, ein großes Stück auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. Sophia Hergenröder ist Friseurin und hat diesen Schritt jetzt gewagt - mit gerade einmal 21 Jahren. Noch dazu hat sie in Großenlüder gleich ihren eigenen Salon übernommen. Wir haben mit Sophia gesprochen und einiges über das Friseurin sein gelernt.
Ein Text von Markus Mende
Sophia, war Friseurin schon immer dein Traumberuf?
Sophia: Ja, auf jeden Fall!
Wie kommt es, dass du so früh den Meister gemacht hast?
Sophia: Das hat sich damals so ergeben. Eine Kollegin hat mich darauf angesprochen, dass sie einen Meister suchen. Da habe ich nicht lange überlegt!
Und direkt deinen eigenen Salon übernommen. Ist das derselbe, in dem du auch deine Ausbildung gemacht hast?
Sophia: Nein, das war der meiner Kollegin. Der war wie gesagt ohne Meister. Die alte Chefin hatte sich nicht um eine Nachfolge gekümmert und ich habe den Salon übernommen und von Grund auf renoviert.
Wie ist es, seinen eigenen Salon zu leiten und Angestellte zu haben, die vielleicht älter sind als du?
Sophia: Wir haben ein sehr gutes Betriebsklima. Alle sind froh, dass wieder ein Meister da ist, und jeder lernt vom jeweils anderen.
Ist es nicht manchmal auch stressig?
Sophia: Ja klar! Aber trotzdem genau das, was ich machen will!
Du bist auch Visagistin und Make-up-Artistin. Bleibt denn da noch Platz für Freizeit?
Sophia: Ich kann mir ja meine Zeit selbst einteilen, also natürlich. Es heißt zwar selbst und ständig, aber so schlimm ist es eigentlich gar nicht.
Wie haben deine Familie und Freunde auf deinen Plan reagiert, deinen eigenen Salon zu übernehmen?
Sophia: Die finden super was ich mache! Ich hatte auch während der Renovierung die ganze Zeit meine Freunde mit dabei, die mir tatkräftig geholfen haben. Deren Unterstützung habe ich.
Wie gefällt es deinen Kunden?
Sophia: Naja, ich musste mir ja erstmal einen Kundenstamm aufbauen. Aber die kommen mittlerweile gerne. Auf die Kopfmassage freuen sich die meisten. Man kann schon sagen, dass ich meine Kunden sehr verwöhne.
Was ist besonders an deinem Salon?
Sophia: Eigentlich ist alles besonders. Ich habe die alte 50er-Jahre Einrichtung rausgeworfen und das komplett neu aufgezogen. Wenn, dann richtig, habe ich mir gedacht. Ich wollte, dass sich die Kunden wie beim Wellness fühlen, und so sieht mein Salon auch aus. Ich biete sogar Kaffee und Kuchen an, zwischendurch auch mal eine Snack-Platte und Süßigkeiten. Manche Kunden essen extra nichts, bevor sie zu mir kommen!
Gibt es irgendjemanden, den du gerne einmal frisieren würdest?
Sophia: Puh, da fällt mir auf die Schnelle keiner ein. Ich habe ja nicht mal eine Lieblingsband! (lacht)
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