Ein Alptraum zur Eröffnung der Hersfelder Festspiele

Ein Alptraum zur Eröffnung der Hersfelder Festspiele

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Wie erschreckend aktuell ein über 100 Jahre alter Roman über einen Unrechtsstaat sein kann, zeigen in diesem Jahr die Bad Hersfelder Festspiele. Die Freilichtspiele in der Stiftsruine wurden mit dem Kafka-Klassiker „Der Prozess“ eröffnet.

Ein Text von Bernd Loskant

In der Türkei wird der deutsche Journalist Deniz Yücel 2017 verhaftet und ein Jahr eingesperrt – ohne dass es eine Anklageschrift gibt und er erfährt, was ihm überhaupt vorgeworfen wird; in Nordkorea wird der US-Student Otto Warmbier 2017 zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, weil er ein Plakat gestohlen haben soll – er stirbt unter ungeklärten Umständen; offenbar im Auftrag des Regimes wird 2018 der saudische Journalist Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat seines Heimatlandes ermordet, weil er das Königshaus kritisierte und Reformen forderte. Drei Fälle, die in einem Rechtsstaat undenkbar sind, oder etwa nicht?

Auch in Staaten der europäischen Union wird das Grundrecht auf Meinungsfreiheit mit Füßen getreten, werden Menschen drangsaliert, die ihrer Regierung kritisch gegenüberstehen – wenn auch nicht so krass wie in Nordkorea. Der Intendant der Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel, sagte bei der Eröffnung: „Ich beobachte mit Sorge, was derzeit in der Welt passiert. Etwa, wie manche  europäische Nachbarn Systeme jenseits der Rechtsstaatlichkeit installieren. Wie Lehrer, Journalisten und Politiker verschwinden oder mundtot gemacht werden. Das passiert nicht nur in Schurkenstaaten, sondern in unserer Nachbarschaft.“

Aktueller denn je

Das Thema hat Franz Kafka bereits vor mehr als 100 Jahren in seinem Roman „Der Prozess“ verarbeitet. Da er selbst nicht zufrieden war mit seinem Werk und es als künstlerisch misslungene Arbeit bezeichnete, schrieb er es gar nicht zu Ende. Erst nach seinem Tod wurden die Seiten entdeckt und veröffentlicht. Heute ist es für viele Schüler schwere Kost, die man im Deutschunterricht zwangsweise verdauen muss. Doch was in der Schule nervt, ist auf der Bühne der Stiftsruine dank der modernen Inszenierung von Joern Hinkel ein fesselndes, hoch aktuelles und  aufrüttelndes Stück Theater. Es zeigt, was sich aus einer unbedachten Äußerung im Netz, aus einer ungerechtfertigten Beschuldigung oder Denunziation entwickeln kann.

Am Anfang sieht alles nur nach einem Alptraum aus: Josef K., ein junger, drahtiger Banker, kommt eines Abends nach Hause und legt sich ins Bett. Am nächsten Morgen – es ist auch noch sein 30. Geburtstag – wird er überrascht von Kriminalbeamten, die ihn festnehmen und seine Wohnung auf den Kopf stellen. Offenbar hat ihn jemand verleumdet – so, wie heute in den Sozialen Netzwerken schnell Unwahrheiten über Personen verbreitet werden.

Packende Szenen, wenig zu lachen

Im Falle von Josef K. hat das fatale Folgen: Der Beschuldigte wird von seinem Arbeitgeber bis zur Klärung beurlaubt, verliert seine Verlobte und sucht den Bund mit einem windigen Journalisten, der gegen die, die ihn anklagen, etwas in der Hand haben, letztlich mit dem Fall aber nur Geld verdienen will. Was er überhaupt verbrochen haben soll, sagt ihm keiner und bleibt letztlich auch im Dunkeln – sein Fall steht exemplarisch für viele Vorwürfe, die die Justiz-Maschinerie und die Gesellschaft, die ihrerseits schnell mit Vorverurteilungen ist, in Gang setzen können. Jeder kann plötzlich Josef K. werden.

Zu lachen gibt es wenig in diesem Stück, dafür erlebt das Publikum – am Eröffnungsabend waren rund 1300 in der Stiftsruine – drastische Szenen, die nachdenklich machen. So zerschlägt Josef K., exzellent gespielt von Ronny Miersch, in seiner Verzweiflung über seinen aussichtslosen Kampf gegen die Justiz Möbelstücke auf dem Flügel in seiner Wohnung. „Fräulein Montag“, eine gealterte Sängerin, die ebenfalls von der Justiz verfolgt wird, ohne zu wissen warum, jagt sich in ihrer aussichtslosen Situation eine Kugel in den Kopf. Monumental wirkt manche Szene und immer auf der Höhe der Zeit: So glaubt man, bei einer Nachtclub-Szene, was Stimmung und Musik angeht, eine Reminiszenz an die Serie „Babylon Berlin“ zu erkennen.

Die renommierten Schauspieler überzeugten

Eine Reihe renommierte Schauspieler hat der Intendant nach Bad Hersfeld geholt: Neben Ronny Miersch, der kürzlich erst in einem Kölner „Tatort“ zu sehen war, auch die Hollywood-erfahrene Marianne Sägebrecht oder Dieter Laser, Thorsten Nindel und die zuletzt immer  wieder in der Boulevardpresse mit gesundheitlichen Problemen Schlagzeilen machende Ingrid Steeger.

Im Original endet Kafkas Roman tragisch: Josef K. fügt sich irgendwann seinem Schicksal und wird hingerichtet. Der Journalist Deniz Yücel, der bei der Eröffnung in Bad Hersfeld die Festrede hielt, sagte dazu: „Josef, das nehme ich dir wirklich übel.“ Glücklich dürfte er dagegen über die Fassung von Joern Hinkel sein. Die Botschaft, die von Bad Hersfeld ausgeht, lautet: Gib niemals auf! Es lohnt sich, Widerstand zu leisten – auch wenn im Unrechtsstaat auf der Hersfelder Bühne eine Justitia-Statue mit dem Spruch „In dubio pro reo“ („Im Zweifel für den Angeklagten“) zugehängt wurde.

Karten für „Der Prozess“ und die anderen Stücke der Hersfelder Festspiele, die noch bis zum 1. September dauern, gibt es auf bad-hersfelder-festspiele.de. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr:

„Der Prozess“
„Funny Girl“
„Shakespeare in Love“
„Hair“
„Emil und die Detektive“
„A Long Way Down“[/vc_column_text][vc_gallery interval=”3″ images=”141952,141946,141948,141947,141951,141949,141954,141950″ img_size=”full”][/vc_column][/vc_row]

“Tod ist wie Frühling”: Alexander Krützfeldt über sein Buch “Letzte Wünsche”

“Tod ist wie Frühling”: Alexander Krützfeldt über sein Buch “Letzte Wünsche”

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Autor Alexander Krützfeldt (32) beschreibt im Interview, was ihn vor während und nach dem Schreiben des Buches „Letzte Wünsche“ bewegte. Am Dienstag, 15. Januar, liest Krützfeldt auf Einladung von PalliativStiftung und „Fuldaer Zeitung“ um 19 Uhr in der Aula der Alten Universität in Fulda aus seinem Buch.

“Letzte Wünsche” von Alexander Krützfeldt

Herr Krützfeldt, wie kommt man mit 32 Jahren darauf, ein Buch über das Sterben zu schreiben?

Ich kenne das Sterben aus meinem direkten Umkreis, aus der Familie und von Freunden. Sterben war aber auch immer wieder Teil meiner Recherchen: Ich habe in der Rechtsmedizin am Sektionstisch gestanden, habe mit Bestattern gearbeitet und Krematorien besucht. Letztlich war diese Geschichte aber ein Zufallsprodukt: In einer Lokalzeitung habe ich ein Interview mit Frank Wenzlow gelesen, in dem er von seinem Projekt erzählt.  

Sein Projekt ist, Sterbenden den letzten Wunsch vor dem Tod zu erfüllen.

Ja, genau. Die sogenannten „Sternenfahrten“. Vor vielen Jahren hat sich Frank als Erste-Hilfe-Ausbilder selbstständig gemacht. Nach dem Tod seiner Frau, deren letzter Wunsch leider nicht mehr erfüllt werden konnte, hat er sich gesagt: „Das mache ich jetzt selbst!“ 

Es geht in dem Buch also nicht nur ums Sterben, sondern auch um die Liebe zwischen Frank und seiner Frau?

Genau das hat mich gereizt. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass jemand ein Buch über das Sterben kaufen und lesen will, wenn nicht eine andere Thematik oder eine starke Figur als Vehikel für die Geschichte dient. 

Sind das eigentlich noch typische Sachbücher, die Sie schreiben? „Letzte Wünsche“ liest sich mehr wie ein Roman.

Ich verorte mich selbst mehr im Literarischen. Also Faktisches erzählen mit literarischen Elementen und starker Dramaturgie. Alles ist wahr, ich habe recherchiert wie ein Journalist, aber ich erzähle zum Beispiel auch aus dem Kopf von Figuren heraus. 

Was sind typische Wünsche von Sterbenden?

In dem Jahr, in dem ich Frank begleitet habe, wurden viele Fahrten leider auch abgesagt. Menschen sind oft noch vor ihrem Termin gestorben. Ansonsten haben wir einen Mann zum Begräbnis seiner Frau gefahren, Menschen begleitet, die noch einmal in ihre eigene Wohnung oder Weihnachten feiern wollten, es gab aber auch Wünsche wie: noch einmal zum Fußballspiel oder einen Cheeseburger und eine Packung Kippen.

Wirklich?

Sterbende sind doch gewöhnliche Menschen. Sie ändern ihre Vorlieben ja nicht, nur weil sie sterben müssen. Wir wollen alle: Gesellschaft, Gemeinschaft, Essen, Trinken und Dinge. Nur ist das eben am Ende nicht mehr das neue iPhone, sondern zum Beispiel als Eiswürfel gefrorener Rotwein, der einen an Rotwein erinnert, den man früher mal getrunken hat. Und dann merkt man, wie schön alles mal war. Sterben ist schwer. 

Sie schreiben auch, dass wir uns vor dem falschen Tod fürchten, weil wir strenggenommen dreimal sterben.

Ja, sozial, geistig und körperlich. Am meisten fürchten wir den körperlichen Tod, also das klassische Sterben. Aber wir erleben es nicht, weil wir dann unter starken Medikamenten sind. Der Tod des Geistes ist ebenfalls bitter, wir bauen geistig ab und vergessen, aber damit vergessen wir halt irgendwann auch diesen Tod. Der soziale Tod ist der schlimmste. Er beginnt lange vor dem eigentlichen Sterben; mit ihm werden wir zum Pflegefall ohne Privatsphäre, über den alle leise sprechen. Der Mensch verliert seine Rollen im Leben. Ich glaube, das ist das Schlimmste. Und wir nehmen es noch bewusst wahr. 

Hat die Recherche etwas bei Ihnen ausgelöst? 

Das ging, gerade weil man kein geschulter Profi ist, schon etwas an die Substanz, klar. Aber am Ende war es auch sehr erbaulich, das merkt man dem Buch vielleicht an. Man klärt vieles für sich. 

Inwiefern?

Es kommt ja immer die Frage, welche Schlüsse zieht man da jetzt selbst draus, wie verändert es einen. Während des Schreibens war das kein Thema, aber durch die Interviews natürlich schon. 

Und welche Schlüsse zieht man?

Ich habe mir natürlich sofort und überaus hastig vorgenommen, gesünder zu leben und regelmäßig Sport zu treiben. Aber dann hat der alte Automatismus, den Tod zu verdrängen, recht schnell wieder eingesetzt. Es ist gut, etwas über den Tod zu wissen, aber nicht gut, ständig über ihn nachzudenken. Ich bin dankbar, dass ich gesund bin, weiß aber jetzt auch, wie wichtig es ist, mit Kranken über etwas anderes als ihre Krankheit zu sprechen. Tod ist wie Frühling: Keiner weiß genau, wann er kommt, aber wenn er sich ankündigt, sprechen alle davon.  

Zusammen mit der Deutschen PalliativStiftung veranstaltet die „Fuldaer Zeitung“ eine Lesung mit Alexander Krützfeldt. 

Wann? Dienstag, 15. Januar 2019, 19 Uhr
Wo: Aula der Alten Universität, Universitätsstraße 1, Fulda[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Was du im Web nie suchen würdest: Feinwerk-Markt in Schloss Fasanerie

Was du im Web nie suchen würdest: Feinwerk-Markt in Schloss Fasanerie

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Taschen und Handyhüllen aus alten Turnmatten und Lederbezügen ausrangierter Barren,  Sitzmöbel aus Papier, Tische aus Schiffsplanken oder Gefäße aus Beton: Was man im Netz nie finden würde, weil man gar nicht wüsste, dass es solche Dinge gibt, wird beim Feinwerk-Markt in Schloss Fasanerie erhältlich sein.

Vom Freitag, 5., bis Sonntag, 7. Oktober, zeigen und verkaufen beim Feinwerk-Markt 95 Aussteller aus fünf Nationen ausgefallene, besondere Produkte, die nach Aussage von Organisationsleiterin Anja Heil eines verbindet: „Es sind echte Dinge – gut designt und gut gearbeitet. Dinge, die unverwechselbar sind und deren Herkunft nachvollziehbar ist.“ Das Angebot ist breit gefächert, es reicht von besonderen Fahrrädern und Carbon-Portemonnaies bis hin zu Zigarren, Gin und Craft Beer.

7600 Besucher bei der Premiere

Nach der Premiere im vergangenen Jahr mit 7600 Besuchern scheint sich der Markt neben dem Fürstlichen Gartenfest als zweites großes Event im außergewöhnlichen Ambiente der alten Schlossanlage zu etablieren. Wer den Markt besucht, muss zwölf Euro Eintritt zahlen, doch dafür bekommt man einiges geboten: Ziel der Organisatoren ist es, Handwerk erfahrbar zu machen.

Dafür sorgen nicht nur „lebendige“ Werkstätten, in denen man zum Beispiel beobachten kann, wie Stuck entsteht, sondern auch zahlreiche kostenlose Workshops zu Themen wie „Leder nähen“, „Zigarren drehen“ oder „Cocktails mixen“ (Anmeldungen erwünscht, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt). Es gibt auf zwei Bühnen Livemusik von vier coolen Bands, Schnupperführungen durchs Schloss – und es öffnen sich Türen, die sonst für die Besucher verschlossen sind, wie Myriam Weidmann von der Hessischen Hausstiftung „Schloss Fasanerie“ erläutert.[/vc_column_text][vc_masonry_media_grid grid_id=”vc_gid:1538143641524-4db50260-bb6c-10″ include=”119470,119471,119472″][vc_column_text]

“wertfoll” stellt sich vor

Von den knapp 100 Ausstellern kommen mehr als 20 aus der Region. Einige von ihnen sind Mitglied der neuen Initiative „wertfoll“, die sich im Sommer geründet hat. „Wir sind keine Legastheniker“, sagt Roland Frormann von der regionalen Wirtschaftsförderung in Anspielung auf das Wortspiel „wertfoll“. „Foll“ stehe für das Fuldische. Die Mitgliedsbetriebe eint der Sinn für ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, Nachhaltigkeit und Verbundenheit zur Region. Dazu zählen unter anderem die Maßschneiderei „Der schöne Herr“, der Stuckateur Cosimo Notarangelo und der Juwelier Meister Müller.

Karten für den Feinwerk-Markt gibt es im Vorverkauf zum Beispiel in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung oder direkt an der Tageskasse in Schloss Fasanerie. Geöffnet ist der Feinwerk-Markt am Freitag von 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Die Piraten entern das Fuldaer Schlosstheater – “Die Schatzinsel”

Die Piraten entern das Fuldaer Schlosstheater – “Die Schatzinsel”

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es hat was von „Fluch der Karibik“ und bringt richtig Action auf die Bühne: Mit der „Schatzinsel“ feierte am Samstagabend das dritte und letzte Stück des diesjährigen Musicalsommers eine umjubelte Premiere im Fuldaer Schlosstheater.

Von Bernd Loskant

Bereits vor drei Jahren hatte das Stück Musicalfans aus nah und fern wie ein Magnet nach Fulda gezogen – und auch diesmal zeigte sich schon bei der Premiere, dass die spotlight-Produktionen inzwischen die ganze Republik begeistern. Da waren zum Beispiel Sabrina Dressel und Heidi Kremling, die eigens aus dem sächsischen Plauen im Piratenoutfit angereist waren, um das laut Produzent Peter Scholz weltweit einzige große Piratenmusical zu erleben. „Wir haben uns garderobemäßig dem Anlass angepasst“, sagten die zwei Damen, die im Getümmel der fein gekleideten Premierengäste auffielen.

Die Schatzinsel, spotlight musicals

Foto: ©spotlight musicals GmbH / Fotograf Michael Werthmüller

Was die „Schatzinsel“ von anderen Stücken der Fuldaer Musicalschmiede spotlight unterscheidet: Es werden zwei Geschichten gleichzeitig auf die Bühne gebracht, nämlich die Entstehung des über 100 Jahre alten Abenteuerromans von Robert Louis Stevenson und eben der Roman um die beiden Hauptfiguren Long John Silver und Jim Hawkins selbst. Die Schauspieler haben mehrere Rollen, was hohe Ansprüche an die Darsteller stellt. So ist der brillante Hauptdarsteller Friedrich Rau nicht nur eben der Autor R. L. Stevenson, sondern auf der Suche nach dem Schatz auch Schiffsarzt David Livesey und schließlich auch der wahnsinnig gewordene Pirat Ben Gunn. Eine Meisterleistung.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=791Q3gr9DpE”][vc_column_text]Wie schon vorher bei „Päpstin“ und „Medicus“ wurde das Musical gegenüber der Ursprungsversion optimiert. Produzent Scholz sagt: „Wir haben dieses Jahr ein neues Lichtdesign und einige neue Bühnenbilder und Projektionen in einigen Szenen. Darüber hinaus ist das Tanz-Ensemble größer, was die Ensembleszenen packender wirken lässt. Es gibt ein neues Sound Design mit Surround-Effekten. Kostüme und vor allem Masken und Perücken sind deutlich aufwändiger gestaltet als bisher. Dazu kommen natürlich spannende neue Darsteller in einigen Rollen.“

Die Schatzinsel, spotlight musicals

Foto: Bernd Loskant

Die Effekte sind in der Tat grandios: Die Maskenbildner haben wunderbar schaurige, angsteinflößende Kreaturen geschaffen. Wenn die Hispaniola, das Schiff, das die Mannschaft zur Schatzinsel bringen soll, in schweren Sturm gerät, dann scheint auch die Bühne im Schlosstheater zu wanken. Und wenn der Zuschauerraum von den Piraten plötzlich geentert wird, diese sich über den Gestank beschweren und nach dem Schatz durchsuchen, dann ist das Publikum mitten drin in der Geschichte um das verschwundene Gold.

Wie es ausgeht, wird hier nicht verraten. Am Ende gab es stehende Ovationen und nicht enden wollenden Applaus für eine Inszenierung, die viele aufgrund der Leichtigkeit des Themas für die beste im Reigen der Fuldaer Musicals halten. Auf der Premierenparty feierten Schauspieler und Gäste bis in die frühen Morgenstunden eine große Party – ohne Rum zwar, aber mit reichlich Wein.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1508502251790{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #ffffff !important;border-left-color: #dd3333 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #dd3333 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #dd3333 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #dd3333 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 2px !important;}”][vc_column][vc_column_text css=”.vc_custom_1534686923201{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #ffffff !important;border-left-color: #dd3333 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #dd3333 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #dd3333 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #dd3333 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 2px !important;}”]Die „Schatzinsel“ läuft noch bis zum 2. September im Fuldaer Schlosstheater. Tickets gibt es in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung.

Wie sehr sich Musicaldarsteller Friedrich Rau auf die Wiederaufnahme gefreut hat, hat er uns im Juni-Magazin erzählt. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Der “Medicus” ist zurück auf der Fuldaer Musicalbühne

Der “Medicus” ist zurück auf der Fuldaer Musicalbühne

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Fulda ist in diesem Sommer deutsche Musical-Hauptstadt: Nach der „Päpstin“ steht im Schlosstheater aktuell der „Medicus“ auf der Bühne. Die Geschichte des jungen Briten, der über eine besondere Gabe verfügt und sich in Persien zum „Medicus“ ausbilden lässt, wird bereits im dritten Jahr aufgeführt – und büßt auch nach zwei Spielzeiten nichts von ihrer Faszination ein.

Zur Premiere kamen am Wochenende wieder Musical-Fans aus nah und fern nach Fulda, darunter auch Promis wie der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD). Sie erlebten ein fetziges, lustiges, farbenfrohes, zuweilen auch sehr emotionales Stück.

„Der Medicus“ wurde gegenüber dem Vorjahr weiter optimiert: das Bühnenbild noch aufwändiger, die Story noch dichter, das Licht ausgetüftelter – insgesamt ist die Inszenierung runder als in den Vorjahren, und man fragt sich, wo das noch steigerungsfähig sein soll.

Choreografisch ist der „Medicus“ sicher das aufwändigste aller Spotlight-Musicals. Das Ensemble legt atemberaubende Tänze hin, die vom Premierenpublikum immer wieder mit Johlen und Szenenapplaus quittiert werden. Auch schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Mary Cullen, die große Liebe von Rob Cole, wird in diesem Jahr von Judith Jandl gespielt und harmoniert toll mit Hauptdarsteller Friedrich Rau. Der 35-jährige Thüringer entwickelt sich immer mehr zum Spotlight-Star, auch bei der Neuaufnahme der „Schatzinsel” (18. Augus bis 2. September) wird er dabei sein.

Übrigens: Wir haben uns mit Friedrich für unser Juni-Magazin über das Theater und seinen Blick auf Fulda unterhalten. Hier einige seiner Antworten:

[/vc_column_text][vc_column_text]Was war dein allererster Eindruck von Fulda?
Das war eigentlich das Esperanto. Damals, das muss 2014 oder so gewesen sein, habe ich das Showcase für „Friedrich“ gespielt. Das war ganz schön stressig, da habe ich von der Stadt nicht viel mitbekommen. Zwischenzeitlich habe ich aber schon mal gedacht: Das ist eine Stadt, in der man gut leben könnte.

Du lebst mit deiner Familie in Leipzig. Was hat Leipzig, was Fulda nicht hat?
In Leipzig ist vielleicht ein bisschen mehr los, was das Theater angeht. Ich finde, es ist schon ein Unterschied, ob man eine Oper, mit der MuKo, der Musikalischen Komödie, ein Operettentheater und ein Gewandhausorchester hat. An Fulda ist aber besonders, dass im Sommer mit spotlight eine Art festes Ensemble da ist, mit dem man schon ein wenig mehr machen kann und ein Team, das sich etwas traut.

Foto: Mariana Friedrich

Wo bist du, wenn du nicht probst?
Die Probenzeit ist schon ein wenig wie Klassentreffen. Wir kennen uns alle jetzt schon eine Weile und sind dann natürlich auch abends oft zusammen unterwegs. In der „Wiesenmühle“ sind wir sehr gern, auch in der „Havanna Bar“. Ich gehe auch gern ins Rosenbad, ins Kino. Fulda hat wirklich genug zu bieten. Die Stadt hat einfach Urlaubsflair, zumal wir immer im Sommer hier sind. Aber während der Shows spiele ich nicht alle Termine und kann immer wieder zu meiner Familie fahren.

Was gehört für dich zum Fulda-Besuch?
Ich fahre jeden Sommer mindestens einmal auf die Wasserkuppe zur Sommerrodelbahn. Ich bin sogar schon mit meiner Tochter von Gersfeld aus dort hochgewandert.

Wenn du wissen möchtest, welche Rolle Friedrich am liebsten spielt und worauf er sich diesen Sommer besonders freut: Das vollständige Interview gibt’s in der Juni-Ausgabe des move36-Magazins.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1508502251790{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #ffffff !important;border-left-color: #dd3333 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #dd3333 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #dd3333 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #dd3333 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 2px !important;}”][vc_column][vc_column_text css=”.vc_custom_1531755145994{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #ffffff !important;border-left-color: #dd3333 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #dd3333 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #dd3333 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #dd3333 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 2px !important;}”]

Der Musicalsommer

Seit 14. Juli ist „Der Medicus“ erneut die Fuldaer Bühne zu sehen. Den Abschluss des Musicalsommers leitet ab 18. August „Die Schatzinsel“ ein.

Im Anschluss gibt es im August noch ein paar besondere Leckerbissen. Jeden Donnerstag lädt die „Late Night Live“ im Theaterhof zu Live-Musik im traumhaften Ambiente ein.

Das Programm im Überblick:

Donnerstag, 2. August: CUBA LIBRE – Lateinamerikanische Musik und mediterrane Lebensfreude

Donnerstag, 9. August: DEUCE – Livemusik. Unplugged mit Groove, guter Laune und viel Gefühl.

Donnerstag, 16. August: STEFAN KLING TRIO – eine Jazzgruppe ganz im Stil der klassischen Jazz-Trios.

Donnerstag, 23. August: MÜNKEL – Hauptsache es groovt. Oder rockt. Oder klingt einfach gut. Oder es berührt die Zuhörer mit den deutschen Texten, die vom noch jungen Leben erzählen.

Donnerstag, 30. August: SISTA – Vier außergewöhnliche Musikerinnen, die sich Themen widmen, die emotional bewegen – mal melancholisch, mal rockig, mal humorvoll.

Infos gibt es beim Tourismus und Kongressmanagement Fulda.

Tickets für die Musicalvorführungen gibt‘s in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung und online.

Du hast den “Medicus” noch nicht gesehen? Bei uns gibt es Tickets zu gewinnen

Und wie ein Musical entsteht, haben wir zur Uraufführung des “Medicus” im move36-Magazin beschrieben. Den Artikel kannst du hier erneut lesen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_tta_pageable no_fill_content_area=”1″ active_section=”1″ pagination_color=”sandy-brown” tab_position=”top” title=”So entstand “Der Medicus“ (Über die Pünktchen kannst du blättern)”][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich 2″ tab_id=”1531734275019-ab8a62e6-dd26″][vc_single_image image=”112575″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531734285922-98db58d6-a68d”][vc_single_image image=”112576″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531734286726-bb1b6394-bfcc”][vc_single_image image=”112577″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531734294633-d7406678-288e”][vc_single_image image=”112578″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531734295566-f4a47ab1-d222″][vc_single_image image=”112579″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531734298895-741491f4-b8e1″][vc_single_image image=”112580″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531734299781-84e518bb-9508″][vc_single_image image=”112581″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531734300631-3ee27115-dc8c”][vc_single_image image=”112582″ img_size=”full”][/vc_tta_section][vc_tta_section title=”Inhaltsbereich” tab_id=”1531737397547-eebcf127-9206″][vc_single_image image=”112583″ img_size=”full”][/vc_tta_section][/vc_tta_pageable][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=GR9jHl-zwic” title=”Die Uraufführung des “Medicus“”][/vc_column][/vc_row]