UPDATE: Falsche Wahlergebnisse veröffentlicht

Was ist denn da passiert? Die Ergebnisse der U18-Wahl in Fulda sind falsch. Beim Übertragen der Einzelergebnisse zur Zweitstimme ist was schief gelaufen. Ein Rechenfehler ist laut der Stadt Fulda schuld. Das korrekte Ergebnis sieht so aus: Die CDU holte 34 Prozent, die SPD 18. Bei den Grünen ändert sich nichts. Sie bleiben bei 15 Prozent. Die FDP holt 8 Prozent. Die AfD erreicht keine 12, sondern 7 Prozent, die Linke bleibt bei 6 Prozent. Sonstige Parteien erreichten rund 12 Prozent.

Am 24. September ist Bundestagswahl. An diesem Termin dürfen alle deutschen Staatsbürger ihre Kreuzchen machen , die das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik wohnen und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Das Jugendforum der Stadt Fulda hatte eine Woche bevor die offiziellen Wahlbüros ihre Türe öffnen eine Aktion geplant, die auch Jugendlichen die Möglichkeit bietet, ihr politisches Interesse zu zeigen und wahrgenommen zu werden.

U18-Wahl – Was ist das?

Die U-18 Wahl ist die Bundestagswahl für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und ist mittlerweile zur größten politischen Bildungsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland herangewachsen. Neun Tage vor der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag durften alle unter 18, egal ob deutscher Staatsbürger oder nicht, ihre Stimme abgeben. Bei jungen Menschen soll das Interesse an Politik geweckt werden, sie sollen lernen, Politik besser zu verstehen, Unterschiede in den Partei- und Wahlprogrammen zu erkennen und Versprechen von Politikern zu hinterfragen. Das Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche so ihre eigenen Interessen erkennen, selbst Antworten auf politische Fragen finden und aktiv ihre eigene Lebenswelt mitgestalten.

Fulda war bereits zum zweiten Mal dabei und hat mit über 3000 gedruckten Stimmzetteln und zehn weiterführenden Partnerschulen die größte Aktion in ganz Hessen, erklärt Heike Münker vom Jugendbildungswerk der Stadt Fulda. An diesem Tag konnten die Minderjährigen ihre Stimme nicht nur in den teilnehmenden Schulen abgeben, sondern auch von 14 bis 18 Uhr im offiziellen Wahllokal am Uniplatz.

RIMS mit 1.200 Wahlzetteln

Eine der teilnehmenden und mit 1.200 Wahlzetteln gleichzeitig größte der beteiligten Fuldaer Schulen ist die Richard Müller Schule. In den letzten Wochen wurden die Schüler im Unterricht umfangreich auf das Thema Bundestagswahl 2017 vorbereitet. In den offiziellen Informationsflyern, die jeder Schüler erhielt, waren alle Parteien mit ihren Programmen vertreten. Einzig die AfD wollte das Projekt nicht unterstützen und weigerte sich, aufgeführt zu werden.

Die für das Projekt verantwortlichen Lehrer Steffen Schaake, Rolf Pauthner und Daniela Theurer richteten mit den Schülern ein Wahllokal inklusive Trennwänden und Wahlurnen ein. Da in den Räumen der Schule am 24. September auch richtig gewählt werden darf, waren die originalen Wahlurnen sogar schon vor Ort und durften ausnahmsweise genutzt werden. Schon die ganze Woche über wurde vorbereitet was das Zeug hält und pünktlich am Freitag um 13.15 Uhr warfen die letzten Schüler einer zehnten Klasse ihre Wahlzettel in die Wahlurnen. Das Besondere: an der RIMS gab es neben der U18-Wahl zusätzlich eine Ü18-Wahl. Das ist quasi eine Probe, die den Schülern die Hemmungen nehmen soll, am nächste Woche Sonntag ihre Stimme in einem richtigen Wahllokal abzugeben.

Talkrunde mit Jungpolitikern

Bis 15 Uhr mussten die Stimmen ausgezählt und an die Stadt verschickt worden sein, damit um 19 Uhr zur Wahlparty im Forum Kanzlerpalais das Ergebnis verkündet werden konnte. Vorher gab es eine Talkrunde, die von Finn und Gizeh vom Jugendforum moderiert wurde. Hier standen Lukas Adomeit von der CDU, Tolga Kablay von der SPD, Felix Otto von den Grünen, Nick Papak Amoozegar von den Linken, Kevin Katzer von der FDP und Pierre Lamely von der Jungen Alternative etwa 60 Minuten Rede und Antwort.

Das Ergebnis

Die Jugendlichen in Fulda wählten die CDU mit 29 Prozent auf den Spitzenplatz. Dicht gefolgt wurde die Partei von Bündnis 90/Die Grünen mit 15 Prozent. Auf den weiteren Plätzen: die SPD mit 10 Prozent, Die Linke mit 6 Prozent, die AfD mit 12 Prozent, Freie Wähler mit 6 Prozent und Büso mit 7 Prozent. 15 Prozent der Abstimmenden wählten andere Parteien. Zum Vergleich: Die Grünen erreichen in aktuellen Umfragen gerade einmal halb so viele Stimmen, die SPD locker doppelt so viele. Auch Linke und CDU schneiden teilweise deutlich besser ab als bei der U18-Wahl in Fulda.

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QuelleFoto: Felix Weigl
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