Öffentliche Klaviere in der Innenstadt warten auf dich!

Öffentliche Klaviere in der Innenstadt warten auf dich!

Drei Klaviere stehen seit gestern Vormittag frei zugänglich an drei Stellen in Fuldas Innenstadt. Mit der Aktion „Spiel mich“ will das City Marketing Passanten dazu animieren, sich spontan an die Instrumente zu setzen und darauf zu musizieren.

Ein Text von Hanna Wiehe

Markus Müller, Inhaber des Juweliergeschäfts Meister Müller, ist begeistert: Direkt vor seinem Geschäft in der Karlstraße steht ein kunstvoll bemaltes Klavier auf einem rot bezogenen Podest. „Ich finde: Alles, was die Straße belebt, ist einfach wichtig und gut“, sagt er. Die Spielflächen, die auf dem Pflaster gleich nebenan aufgeklebt wurden, seien dafür ein gutes Beispiel. Um die Wirkung des Klaviers zu testen, hat er seinen Azubi Johannes Imhof gebeten, auf dem Instrument zu spielen. Der 19-Jährige kommt aus Westerngrund bei Gelnhausen und spielt dort E-Piano in der „Herz-Rhythmus Bigband“. Und tatsächlich: Sobald Johannes Imhof zu spielen beginnt, bleiben Passanten stehen, lauschen den Klängen. Manche zücken ihre Smartphones und filmen die Szene.

Etwas später, als Hans-Georg Urbin an dem zweiten Klavier am Buttermarkt sitzt und spielt, ist es ähnlich. Das dritte Klavier steht direkt vor der Bäckerei Pappert im Bahnhof. Alle Klaviere bleiben zunächst einen Monat lang in der Innenstadt. Jeder soll darauf spielen und kann Fotos und Videos davon in den sozialen Netzwerken posten zum Beispiel unter dem Kennwort „#spielmichfulda“. Täglich ist das von 11 bis etwa 20 Uhr möglich. „Wir möchten natürlich Rücksicht auf die Anwohner nehmen“, betont Edi Leib vom City Marketing. Es werde aber niemand, der gerade ein tolles Stück spiele, um Punkt acht weggeschickt. „Spätestens um 22 Uhr sollte dann aber Ruhe sein“, sagt sie.

Einfach darauf los spielen

Da die Instrumente den ganzen Monat draußen stehen, gibt es Klavierpaten, die sich um sie kümmern. Zu ihren Aufgaben gehört zum Beispiel, die Klaviere mit einer Schutzfolie abzudecken, nachts und wenn es regnet. Einer von ihnen ist Klaus Illichmann. „Ich wohne hier am Eck, deshalb bietet es sich an, dass ich nach dem Klavier schaue“, sagt der 57-Jährige, der eine solche Aktion aus größeren Städten kennt. Illichmann arbeitet im Antonsin der Robert-Kircher-Straße und eines der drei Klaviere wird dort nach der Aktion einen Platz finden. „Das passt gut: Am 19. September ist Frank Tischer mit seiner neuen Band bei  uns zu Gast. Der kann dann gleich darauf spielen“, sagt er.

Seit halb neun war Edi Leib mit ihren Helfern im Einsatz: „Wir haben die Klaviere vom Kinder- und Jugendclub im Münsterfeld verladen und zuerst das Klavier am Bahnhof aufgestellt“, berichtet sie. Da-nach war der Buttermarkt dran, zuletzt stand das Instrument an der Karlstraße. Zuvor waren die Klaviere im Kinder- und Jugendclub gestaltet worden. Eine Jury hatte aus mehr als 20 Entwürfen drei ausgesucht, die verwirklicht wurden: von Christine Hartmann mit den Schülerinnen ihres Kindermalkurses, von Auszubildenden der Stadt Fulda und von der Künzellerin Ulrike Siuda mit ihrer Familie. Was aus deren Ideen und Entwürfen entstanden ist, davon können sich die Fuldaer an den Standorten in der Innenstadt ein Bild machen. Drei Klaviere stehen seit gestern Vormittag frei zugänglich an drei Stellen in Fuldas Innenstadt.Mit der Aktion „Spiel mich“ will das City Marketing Passanten dazu animieren, sich spontanan die Instrumente zu setzen und darauf zu musizieren.

Foto: Hanna Wiehe

Heimliche Handy-Aufnahmen in Schulen: Lehrerverband schlägt Alarm

Heimliche Handy-Aufnahmen in Schulen: Lehrerverband schlägt Alarm

Wer Pech hat, bietet seinen Schülern als Lehrer ordentlich Angriffsfläche. Und wer richtig Pech hat, findet irgendwann unangenehme Videos oder Fotos von seinem Unterricht im Internet. Dass Schüler in der Schule heimlich Handy-Aufnahmen von ihren Lehrern machen und diese hochladen, kommt immer wieder vor. Dem Lehrerverband reicht es nun.

„Eigentlich müsste der Staat im Rahmen seiner Fürsorgepflicht von sich aus aktiv werden und jedem Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte seiner Bediensteten nachgehen“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Bislang lehne der Staat sich aber meist zurück und überlasse es betroffenen Lehrern, Anzeige zu erstatten, kritisierte Meidinger.

An vielen Schulen wird das Thema zunehmend zum Problem: Kinder und Jugendliche filmen oder fotografieren ihre Lehrer heimlich mit dem Handy im Unterricht und stellen die Aufnahmen dann ins Internet. „Man braucht nur einmal einschlägige Portale wie Youtube zu durchforsten, um die Dimension des Problems zu erkennen“, sagte Meidinger weiter – und kritisierte mit Blick auf die Länder: „Obwohl im Internet x-tausendfach solche illegalen Filmaufnahmen von Lehrkräften zu finden sind, tut die Politik bislang gar nichts.“

Erst im vergangenen Monat hatte beispielsweise das Verwaltungsgericht Berlin entschieden, dass zwei Jugendliche sich damit abfinden müssen, vom Unterricht ausgeschlossen worden zu sein. Sie hatten heimlich Fotos und Videos von Lehrern aufgenommen, die dann bei Instagram landeten. Die Fotos und Videos seien zudem mit sexistischen und beleidigenden Worten kommentiert worden. (dpa)

Foto: Felix Kästle | dpa

Diebstahl im Rosenbad: Teenager reißen sich Handys, Uhren und Lautsprecher unter den Nagel

Diebstahl im Rosenbad: Teenager reißen sich Handys, Uhren und Lautsprecher unter den Nagel

Langfingerparadies Freibad? Am Samstag haben Bademeister im Fuldaer Rosenbad zwei Teenager festgehalten. Die  sollen sich Gegenstände im Wert von mehr als 2000 Euro unter den Nagel gerissen haben.

Diese Jungs haben ordentlich zugelangt. Am Samstagnachmittag wurden ein 14- und ein 15-Jähriger festgehalten, als sie das Rosenbad in Fulda verlassen wollten. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Laut der Pressemitteilung wird ihnen vorgeworfen, mehrere Besucher des Freibads bestohlen zu haben. Demnach hatten vier Badegäste der Aufsicht mitgeteilt, dass sie bestohlen worden seien, während sie nicht an ihren Liegeplätzen gewesen seien. Da einer der Gegenstände – eine Tasche – besonders auffällig gewesen ist, postierten sich die Bademeister am Ausgang des Freibads, schreibt die Polizei.

Dritter Teenager als Komplize?

Als die Jungs aus dem Rosenbad gehen wollten, hatten sie tatsächlich diese Tasche dabei. Die Badmeister hielten sie an und riefen die Polizei. Bei den Jugendlichen haben die Beamten schließlich alle als gestohlen gemeldeten Gegenstände gefunden – darunter Handtaschen, Smartphones, Lautsprecherboxen, Uhren und Busfahrkarten im Gesamtwert von etwa 2100 Euro.

Die Polizei hat die beiden anschließend nach Hause gebracht. Ob noch ein dritter Teenager – ein Freund der beiden – an den Diebstählen beteiligt gewesen ist, sollen nun die Ermittlungen zeigen.

„Sicherer Hafen“ Fulda: Fast alle Fraktionen gegen „Seebrücken“-Initiative

„Sicherer Hafen“ Fulda: Fast alle Fraktionen gegen „Seebrücken“-Initiative

Geht es nach “Fulda stellt sich quer”, soll die Stadt zum “Sicheren Hafen” erklärt werden. Das Bündnis fordert die Stadtverordneten dazu auf, sich dafür stark zu machen. Großer Jubel unter den Fraktionen im Fuldaer Stadtschloss? Nur zwei befürworten bisher die Initiative.

Soll Fulda zum „Sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklärt werden? Und was würde das überhaupt bedeuten? Vor gut einem Jahr ist die Bewegung „Seebrücke“ entstanden. Sie setzt sich laut eigenem Bekunden dafür ein, dass Menschen, die fliehen mussten, einen Ort zum Ankommen finden – einen „Sicheren Hafen“. „Wir sind der festen Überzeugung, dass dort, wo die Bundespolitik ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, die kommunale Politik tätig werden muss“, heißt es in einem Papier der Bewegung.

Ihr haben sich laut der Website von „Seebrücke“ mittlerweile mehr als 80 Städte, Kommunen und Gemeinden angeschlossen, indem sie sich als „Sichere Häfen“ erklärt haben. In Hessen zählen Darmstadt, Wiesbaden, Marburg und Kassel dazu. Sie kommen mindestens einer von acht Forderungen, die „Seebrücke“ stellt, nach. Manche haben sich zum Beispiel dazu bereiterklärt, zusätzlich zur Verteilungsquote Asylbewerbern eine Unterkunft zu geben.

“Fulda stellt sich quer”: Stadt soll “Sicherer Hafen” werden

Das Bündnis „Fulda stellt sich quer“ fordert nun „alle demokratischen Stadtverordneten auf, sich dafür einzusetzen, dass Fulda zum ‚sicheren Hafen‘ erklärt wird.“ Diese Aufforderung gehe auch an die Verantwortlichen der Stadt. Eine solche Erklärung habe vor allem Symbolcharakter, heißt es von dem Bündnis. Sie sei jedoch ein deutliches Zeichen der Stadt Fulda gegen das Sterben im Mittelmeer.

Auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa kommen weiterhin Menschen um. Sie haben ihre Heimat aus unterschiedlichen Gründen verlassen: Krieg, Verfolgung, Armut. In häufig kaum seetauglichen, von Schleppern organisierten, überfüllten Booten begeben sie sich auf das Meer. Immer wieder kentern solche Boote.

move36 hat sich bei Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und bei der Stadt umgehört. Dass Menschen, die sich in Seenot befinden, gerettet werden müssten, darüber sind sich alle Befragten einig. Dennoch findet die Aufforderung von „Fulda stellt sich quer“ nur wenige Befürworter.

“Sicherer Hafen”: eine gute Idee? Das sagen Fuldaer Fraktionen

CDU

“Würde andere Bemühungen eher untergraben.”

Die Linke.Offene Liste

“So ein sicherer Ort sollte selbstverständlich sein.”

SPD

“Das Thema wird in der Partei kontrovers diskutiert.”

FDP

“Erscheint nicht ausreichend durchdacht und zielführend.”

Bündnis 90/Die Grünen

“Werden uns dafür einsetzen, dass Fulda ‘Sicherer Hafen’ wird.”

CWE

“Nein.”

Patricia Fehrmann äußert sich gegenüber move36 skeptisch. Fehrmann ist Vorsitzende der CDU-Fraktion in Fulda – der mit Abstand größte Fraktion der Stadtverordnetenversammlung. Es stelle sich die Frage, ob das das richtige Signal an die Schlepperorganisationen sei. Diese würden offensichtlich damit kalkulieren, dass private Seenotretter die Menschen in Not vor dem Tod bewahren würden. Fehrmann sagt zudem: „Nicht die Kommunen entscheiden über die Aufnahme von Flüchtlingen, sondern der Bund. Fulda könnte daher aus eigener Initiative gar nicht mehr Migranten aufnehmen. Fehrmann befürchtet, Fulda zum „Sicheren Hafen“ zu erklären würde die auf Bundes- und europäischer Ebene laufenden Bemühungen, das Flüchtlingsproblem zu lösen, eher untergraben.

Ähnlich sieht es Sebastian Koch von der FDP. Er hat unserer Redaktion im Namen des Fraktionsvorsitzenden Michael Grosch geantwortet. Demnach erscheint der Fuldaer FDP die Bewegung „Seebrücke“ „als nicht ausreichend durchdacht und zielführend“. Die Fraktion fordert zudem, dass die Seenotrettung in staatlicher Hand liegt.

Grüne wollen Antrag einbringen

Einen Standpunkt, den die Stadtfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, nicht vertritt. „Die private Seenotrettung unterstützen wir uneingeschränkt, solange es hierzu keine Alternativen von öffentlicher Seite gibt“, schreibt Silvia Brünnel, Fraktionsvorsitzende. „Dass im Jahr 2018 trotz privater Seenotrettung mehr als 2200 Menschen im Mittelmeer ertrunken sind, ist ein unerträglicher Zustand.“ Die Flüchtlingshilfe der UNO schreibt auf ihrer Website dazu: „(…) in 2018 waren mehr als 2300 Tote und Vermisste zu beklagen.“

Die Grüne Brünnel kündigt an, dass ihre Fraktion sich dafür einsetzen werde, dass Fulda zum „Sicheren Hafen“ erklärt werde. Einen entsprechenden Antrag würden die Grünen in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einbringen. Brünnel fordert, „dass die Stadt über die Verteilungsquote hinaus Geflüchtete direkt aufnimmt und unterbringt.“ Zudem solle verstärkt in Bildungs-, Integrations- und Arbeitsprogramm investiert werden, um den Menschen, die hier Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, eine Perspektive zu bieten.

Absolute Mehrheit ist gegen Idee

Zum Thema Unterbringung macht Karin Masche, Fraktionsvorsitzende von Die Linke.Offene Liste einen Vorschlag. Auch ihre Fraktion möchte, dass Fulda ein „Sicherer Hafen“ wird. „In Fulda und im Landkreis wurden 2015 Unterkünfte langfristig angemietet, der Landkreis zahlt hierfür an Investoren Miete, obwohl nur ein kleiner Teil belegt ist“, schreibt Masche unserer Redaktion. „Es ist also Potenzial in Fulda und Umgebung vorhanden, schnell Behelfsunterkünfte bereitzustellen, die noch nicht einmal Zusatzkosten verursachen.“

Die Magistratspressestelle hat sich zu der ganzen Thematik wie folgt geäußert: „Die einzelnen Punkte im Forderungskatalog der ‚Seebrücke‘ müssten im Falle eines entsprechenden Votums der Stadtverordnetenversammlung auf ihre rechtliche Umsetzbarkeit geprüft und differenziert betrachtet werden.“ Dabei würden die Erfahrungen anderer Städte (wie zum Beispiel Marburg) zeigen, dass auch in der Sonderstatusstadt Fulda Rechte und Zuständigkeiten des Landkreises in erheblichem Maße mitbetroffen wären, was zusätzlichen Abstimmungs- und Klärungsbedarf erfordern würde.

Ob „Fulda stellt sich quer“ mit seinem Vorstoß Erfolg haben wird, ist ohnehin mehr als fraglich. Bisher haben sich nur die Fraktionen von Grünen und Linken der Initiative angeschlossen. Sie kommen in der Stadtverordnetenversammlung auf elf Sitze. Die absolute Mehrheit hält dort mit 27 Sitzen die CDU – und die ist gegen Fulda als „Sicheren Hafen“.

(Archivfoto: Marieke Heil | Fuldaer Zeitung)

Artensterben: So schaffst du neuen Lebensraum für Insekten

Artensterben: So schaffst du neuen Lebensraum für Insekten

Insekten spielen eine wichtige Rolle in der Natur: Nicht nur als Bestäuber für viele Pflanzen oder Schädlingsbekämpfer, sondern auch als Nahrung für verschiedene Tiere wie Igel oder Vögel. Mit einfachen Mitteln kannst du helfen, ihren Lebensraum zu schützen. Wie? Das erklären wir dir hier:

Laut dem Bundesamt für Naturschutz haben in den vergangen Jahrzehnten sowohl die Artenvielfalt als auch deren Häufigkeit abgenommen. Und das bei mehr als 3000 Insektenarten. Das hat Folgen, denn: Insekten sind unerlässlich für den Nahrungs- und Stoffkreislauf für Mensch und Tier. Dazu gehört nicht nur das Bestäuben von Blüten, sondern auch als Schädlingsbekämpfer gegen Larven oder Milben sind sie wichtig.

„Wer Insekten unterstützen und ihnen im Garten einen Rückzugsort bieten möchte, kann dies mit der richtigen Pflanzenauswahl, einigen nützlichen Elementen und viel Geduld tun“, sagt der Landesvorsitzende des NABU Hessen Gerhard Eppler in einer Pressemitteilung. Insekten und Pflanzen seien ein eingespieltes Team: „Jede Pflanze hat eine Funktion, jedes Insekt eine Vorliebe. Die Pflanzen erfüllen dabei verschiedene Zwecke. Nicht nur Nektar und Pollen, sondern auch die Stängel und Blätter sind wichtig für Insekten. Denn daraus werden Nester gebaut, sie werden zur Überwinterung genutzt oder von den Raupen gefressen. Manche Insekten sind auf bestimmte Pflanzen angewiesen, andere sind nicht so wählerisch“, erklärt Eppler.

Daher muss neuer Lebensraum erschaffen werden, und du kannst helfen, auf dem Balkon oder im Garten. Und so geht’s:

Wilde Ecken

Wenn du selbst oder deine Eltern einen Garten haben, dann lass wilde Ecken stehen. Also Bereiche auf dem Rasen, die nicht gemäht oder betreten werden. Denn auch Unkraut ist wichtig: Brennnesseln, Gräser oder Klee sind für viele Insektenarten überlebenswichtig.

Frühblüher

Für früh fliegende Insekten gibt es eine Auswahl an Pflanzen, die sinnvoll sind: Dazu zählen beispielsweise Schneeglöckchen, Krokusse oder Narzissen.

Wildblumenbeet

Blumenbeete mit Wildblumen sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch einfach anzulegen. Wildpflanzen sind außerdem langlebig und vermehren sich selbst, sie müssen also nicht ersetzt oder geteilt werden.

Insektenhotels

Insektenhotels bieten Insekten vor allem über den Winter einen Unterschlupf. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass natürliche Materialien wie Bambus oder Holz verwendet werden.

Pestizide vermeiden

Chemische oder synthetische Mittel sollten nicht verwendet werden. Sollten die Pflanzen doch betroffen sein, hilft meist abwaschen. Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliege, Laufkäfer, Erdkröte oder Igel fressen Blattläuse, Milben und Schnecken. Ihnen solltest du daher einen Überlebensraum schaffen.

 

Fotos: NABU Hessen

 

 

 

Eine Bootsfahrt, eine Hippie-Insel und die weltberühmte Full Moon Party

Eine Bootsfahrt, eine Hippie-Insel und die weltberühmte Full Moon Party

Ein knappes Jahr verbringen die Fuldaer Stephan und Jacky in Thailand. In unserer aktuellen Sommerausgabe erzählen die beiden von den Vorbereitungen für ihr Abenteuer. Anfang Juli meldet sich Jacky das erste Mal und berichtete über die ersten Tage vor Ort. Jetzt haben die beiden nach etwa einem Monat auf der weltberühmten Full Moon Party mitgefeiert.

In den kommenden Monaten hält dich Jacky bei uns über ihre Reise auf dem Laufenden. 

Ein Text von Jacqueline Bohrmann

Full Moon Party. Fast jeder hat von dieser verrückten Feier schon einmal gehört. Immer wenn Vollmond ist, verwandelt sich die kleine thailändische Insel Koh Phangan zum Epizentrum von tausenden Feierwütigen. Und da wir gerade auf der Nachbarinsel Koh Samui leben, konnten wir uns dieses Spektakel einfach nicht entgehen lassen. Schließlich sind es gerade mal 25 Kilometer von der einen zur anderen Insel. Also haben wir uns Tickets für eine der Fähren gekauft und sind Richtung Party gedüst. Von der Bootsfahrt haben wir ein Video gemacht.

 

Lebendige Hippe-Szene auf Koh Phangan

Der Mailbu Beach auf Koh Phangan

Vier Tage sind wir auf Koh Phangan geblieben. Zum einen, weil wir nach der Party noch ein bisschen ausnüchtern wollten. Zum anderen, weil wir uns die Insel auch angucken wollten. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mit dem Roller sind wir die komplette Westküste lang gefahren, über Berge, am Meer vorbei und durch kleine Dörfer. Im Norden wurde es dann immer ruhiger und es gab nur noch kleine Imbisse oder Cafés statt großer Restaurants. Wir haben einsame Strände gefunden und bei einem Hippie ein Wasser getrunken. Eigentlich wollten wir eine Kokosnuss, die hatte er aber nicht, einen Mangoshake konnte er auch nicht machen und die Cole Zero ist irgendwo im Supermarkt geblieben. Also gab es Wasser. Ich glaube, wir haben den Hippie ein bisschen zu früh besucht und ihn um seinen Mittagsschlaf gebracht. Zumindest wirkte er etwas überfordert. Egal, die Aussicht von seinem, nennen wir es mal Café, war super. Koh Phangan ist total grün, es wachsen meterhohe Palmen und gerade der Norden ist erst wenig bebaut. Im Vergleich zu Koh Samui ist auf dieser Insel echt wenig los. Das merkt man schon direkt am Verkehr. Hier leben auch viele Aussteiger und es gibt eine lebendige Hippie-Szene.

Zum Glück war Zeit um auszunüchtern

Bei der Full Moon Party wird aus Eimern getrunken

An unserem zweiten Tag war dann Vollmond. Die Full Moon Party stand an. Die findet am Haad Rin Beach statt, ganz im Süden von Koh Phangan. Es gibt Alkohol in kleinen Eimern, was uns sehr an den Ballermann erinnert hat. Jeder malt sich mit bunten Neonfarben an und es gibt richtige Feuershows am Strand. Schon krass, wie viele Menschen hier den Vollmond feiern. Von einer Bar im ersten Stock, konnten wir einmal über den gesamten Strand gucken. Und da waren sie: die 50.000 bis 60.000 Menschen. Wir können das überhaupt nicht einschätzen, wie viele wirklich da waren. Aber es sollen bis zu 60.000 Menschen hier her kommen um zu feiern. Am Strand entlang wechselte die Musik von House über Hip Hop bis hin zu Techno, für jeden war was dabei. Bis zum Morgen haben wir mit anderen Feiernden getanzt. Gut, dass wir nicht gleich am nächsten Tag auf das wackelige Boot mussten. Wir konnten noch einen Tag ausruhen. Und brauchen jetzt erst einmal ein bisschen Zeit, bis wir die nächste Party mitfeiern können.