Die Theologische Fakultät und die Hochschule bieten eine gemeinsame Lehrveranstaltung an

Die Theologische Fakultät und die Hochschule bieten eine gemeinsame Lehrveranstaltung an

[vc_column_text]Die Theologische Fakultät Fulda und der Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Fulda bieten in diesem Semester erstmals eine gemeinsame Seminarveranstaltung für die Studierenden beider Einrichtungen an.

Damit füllen sie den Kooperationsvertrag weiter mit Leben, den die Hochschule Fulda und die Theologische Fakultät Fulda im August vergangenen Jahres unterzeichnet haben mit der Absicht, die Zusammenarbeit zu vertiefen und unter anderem auch in der Lehre enger zusammenzuarbeiten. 25 Studierende aus beiden Einrichtungen nehmen an dem Angebot teil.

Geistige Grundlagen und religiöse Kontexte ethischer Führung

Die Professoren Peter Finzer, Hochschule Fulda, und Cornelius Roth, Theologische Fakultät Fulda, haben dazu zwei Themen miteinander in Verbindung gesetzt, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam zu haben scheinen, auf den zweiten jedoch eng zusammenhängen: Spiritualität und Personalführung. „Spiritualität steht für etwas Geistiges. Setzt man den Begriff der Spiritualität zu dem der Ethik in Beziehung, wird die Schnittmenge zwischen beiden Bereichen schnell deutlich“, erläutert Prof. Finzer. „Es geht um die Frage, aus wessen geistigen Grundlagen oder auch religiösen Kontexten eine ethisch korrekte Führung sich entwickelt.“

Studierende untersuchen historische Zeugnisse

Prof. Finzer erläutert das Gedankengebäude dahinter: „Wir gehen nicht von einer heilen Welt der Führung aus“, sagt er. „Es gibt auch eine dunkle Seite.“ Am Beispiel von Machiavellis Leben und Werk, am Beispiel von Narzissmus und Habgier oder des Bathsheba-Syndroms wird dies unter anderem in der Lehrveranstaltung erarbeitet. Wo kommt diese dunkle Seite her? Wie lässt sie sich verhindern? Gemeinsam mit den Studierenden wollen die beiden Professoren aber auch schauen, ob sich in der Historie Beispiele für die helle Seite der Führung finden lassen, ob Führungskonzepte beschrieben oder normativ konstruiert sind, die diese Seite beleuchten. „In der Tradition christlicher Spiritualität gibt es eine Reihe von Zeugnissen, die sich mit der richtigen Art der Führung und Leitung beschäftigen“, erläutert Prof. Roth. Zu nennen seien hier etwa die Regel des heiligen Benedikt aus der Spätantike oder die Ratschläge Bernhards von Clairvaux an Papst Eugen III. im 12. Jahrhundert. 

Erstaunlich aktuell: die Regel des heiligen Benedikt

In der Regel des heiligen Benedikt, die für das christliche Abendland maßgeblich geworden ist, steht unter anderem festgeschrieben, wie ein Abt sein Kloster zu führen und welche Aufgaben ein Cellerar hat, der bis heute für die wirtschaftlichen Belange zuständig ist. „Man ist erstaunt, wie aktuell solche Verhaltensregeln sind“, betont Prof. Roth. „Und tatsächlich sind ja große Klöster heute auch kleine Unternehmen, die klug und mit Augenmaß geführt werden müssen – Klugheit und Maß sind zwei zentrale Begriffe aus der Regel des heiligen Benedikt.“ Bezogen auf die Diskussion um die verschiedenen Seiten der Führung könne man fragen: Gibt es hier Anhaltspunkte für die helle Seite der Führung? Welche Implikationen haben sie auf unser heutiges Führungsverständnis? Und wie lassen sie sich in unsere heutige Zeit übertragen? 

Servant Leadership: dienen und führen

In den USA ist mit dem Modell der Servant Leadership ein Ansatz der Personalführung entwickelt worden, der Spiritualität und Personalführung miteinander verbindet. „Hier lassen sich schnell Bezüge zum Neuen Testament herstellen“, sagt Prof. Finzer und Prof. Roth erläutert, warum das so ist: „Für Jesus bedeutet Leitung vor allem Dienst. Jesus selbst verstand sich als einer, der dient, und trotzdem hat er die Jünger geführt. Was kann dies für ein heutiges Führungsverständnis bedeuten?“ 

Entstehung heller und dunkler Führung bewusst machen

In Deutschland wird darüber wenig diskutiert. „Die Forschung habe die dunkle Seite der Führung bislang nahezu ignoriert“, sagt Prof. Finzer. Bekannt sei, dass  „Bad Leadership“ durchaus eine hohe Führungseffizienz hinsichtlich der Organisationsziele aufweisen kann. Und das zeige: Ethisch gute Führung sei kein Selbstläufer. Menschliche Unzulänglichkeiten verbunden mit negativen Strukturen und Rahmenbedingungen ließen in Organisationen oft genug die dunkle Seite der Führung zu Tage treten. Umso bedeutsamer sei es, dass sich die Studierenden damit beschäftigten. „Es ist wichtig, dass den Studierenden mögliche Entstehungsmuster heller und dunkler Führung bewusst werden“, sind die beiden Professoren überzeugt. „Die meisten von ihnen werden sich ja hoffentlich in der Zukunft in Führungsverantwortung wiederfinden. Und da können Impulse aus der Spiritualität vielleicht für sie wichtig werden.“ [/vc_column_text]

Das Album “Blaupausen” von Booze Blues ist der neue Heisse Scheiß

Das Album “Blaupausen” von Booze Blues ist der neue Heisse Scheiß

[vc_column_text]Kennst du schon …? Jede Woche kommen neue Alben, Bücher, Serien, Filme, Gadgets auf den Markt – neuer Kram, den wir unbedingt haben müssen. Wir picken uns aus Neuerscheinungen den besonders heißen Scheiß raus und geben unseren Senf dazu. Heute: Das Album Blaupausen der Fuldaer Band Booze Blues!

Der heiße Scheiss kommt diese Woche aus der Region und hört auf den Namen Booze Blues. Die Fuldaer Band, bestehend aus Martin Caba (Gesang/Mundharmonika), Lisa-Marie Momberger (Gesang), Florian „Handsome Phil“ Jenisch (Gitarre), David Arguimbau-Febrer (Orgel/Piano), Nicolas Lubnow (Bass) und Roman Lubnow (Schlagzeug) saß Ende vergangenen Jahres im Studio, und herausgekommen ist das funkelnagelneue Album Blaupausen, mit zehn eigenen deutschen Songs.

20 Jahre nach der rosaroten Brille

„Unsere Musik liegt grundsätzlich im Spannungsfeld Blues und Rock. Das Besondere ist, dass wir auf Deutsch schreiben. Das ist in dieser Musikrichtung leider nur sehr selten der Fall“, erklärt Florian. Musikalisch vermischt Booze Blues auf der neuen Scheibe Blues und Bluesrock mit dem klassischen Rock der späten 60er und frühen 70er Jahre, hat aber auch Ausschläge in Richtung Funk („Wieder verliebt“) oder eine Ballade mit einem gewissen Pop-Einschlag („Mit geschlossenen Augen“).

Neun der zehn Songs auf dem Album „Blaupausen“ stammen aus der Feder von Sänger Martin. Die meisten Texte thematisieren die Liebe, aber 20 Jahre nach der rosaroten Brille. Es dreht sich also um das, was in einer Beziehung passiert, wenn die Realität greift. Ansonsten geht es generell um lebensreflektierende Themen.

„Nach dem vierten Bier und dem zweiten Schnaps hatten wir die Idee, wir gründen eine Band“

Die Band hat sich 2006 ganz klassisch an einer Kneipentheke von Florian und David im Fuldaer Bermudadreieck gegründet. Abgesehen von der Sängerin, die zweimal ausgetauscht wurde, zuletzt 2015, ist es nach wie vor die Gründungsbesetzung. In den ersten Jahren wurden unter dem Namen „The Booze Blues“ die besten englischen Blues, Rock und Soul Hits gecovert. Seit sie eigene deutsche Lieder schreiben ist das „The“ aus dem Namen geflogen.[/vc_column_text][vc_row css=”.vc_custom_1527668544861{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #4ca7f7 !important;border-left-style: dotted !important;border-right-color: #4ca7f7 !important;border-right-style: dotted !important;border-top-color: #4ca7f7 !important;border-top-style: dotted !important;border-bottom-color: #4ca7f7 !important;border-bottom-style: dotted !important;border-radius: 5px !important;}”][vc_column][vc_column_text css=”.vc_custom_1527669618879{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #4ca7f7 !important;border-left-style: dotted !important;border-right-color: #4ca7f7 !important;border-right-style: dotted !important;border-top-color: #4ca7f7 !important;border-top-style: dotted !important;border-bottom-color: #4ca7f7 !important;border-bottom-style: dotted !important;border-radius: 5px !important;}”]

Die CD gibt’s im Hardcover über die Website, auf Konzerten und kann ansonsten auf allen gängigen Streaming-Portalen gedownloadet werden.

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Bollerwagen, Bier und Bäuche

Bollerwagen, Bier und Bäuche

[vc_column_text]Christi Himmelfahrt, der Tag der überladenen Bollerwägen, schwankenden Männer und aus allen Nähten platzenden Sportplätzen. 39 Tage nach Ostersonntag heißt es traditionell 24 Stunden lang Bier und Grillfleisch zu Ehren der Väter und allen, die sich so fühlen. 

Vatertag, Herrentag oder Männertag – ein Konzept, dass auf den ersten Blick dem Muttertag ähnelt. Ein ausgiebiges Frühstück, frische Blumen und eine ruhige, von Harmonie geprägte Stimmung sucht man jedoch vergeblich. Statt love, love, love gibt´s an diesem Tag Bier, Bier, Bier und eine grölende, oberkörperfreie Bollerwagen-Armee, bestehend aus Vätern und Söhnen die an diesem Tag in den Krieg zieht. Ausgiebige Wanderungen und Rudeltrinken am Festplatz lassen die meisten Teilnehmer den Abend nicht mehr erleben. Das Erstaunliche ist: die Mehrzahl der feiernden „Väter“ ist kinderlos und ledig.

Woher kommt diese Tradition?

Der Vatertag hat seinen Ursprung in Amerika. Dort wird er seit 108 Jahren wie der Muttertag gefeiert. Seit 1936 am gesetzlichen Feiertag „Christi Himmelfahrt“ auch in Deutschland. Weltweit hat sich dieser „Ehre-deinen-Erzeuger-Tag“ nie so durchgesetzt wie der „Ehre-deine-Erzeugerin-Tag“, ein gutes Beispiel dafür ist die Schweiz. Die feiert nämlich seit 1917 Muttertag, aber erst seit 2007 Vatertag. Viele Länder feiern ihren Alten an unterschiedlichen Tagen. Zum Beispiel wird in Österreich am zweiten Sonntag im Juni, in Frankreich und Holland am dritten Sonntag im Juni und in Lichtenstein und Italien am 19. März auf unterschiedliche Art und Weise gefröhnt. 

Ein Tag, der wie Valentinstag und Muttertag eher sinnlos erscheint, aber kommerziell nicht annähernd die gleichen Umsätze erzielt. Generell wird also für die Liebste und Mutti tiefer in die Tasche gegriffen. Andererseits kostet eine Bierknolle auch nicht so viel wie ein personalisierter Strauß Blumen vom Onlinehändler.

Was ist mit den anderen Tagen?

Warum soll ausgerechnet an einem Tag des Jahres einer bestimmten Person gezeigt werden, dass man sie wertschätzt? Was passiert an den anderen 364? Ist es da egal? Verständlich, dass dieser eine Tag dann genutzt wird, um auszubrechen. Ich nenne das das Rosenmontags-Phänomen. Das ganze Jahr über schlechte Stimmung, um an genau diesem Tag der ganzen Welt zu zeigen: Ich bin lustig und kann mich auch schon vormittags in aller Öffentlichkeit volllaufen lassen. An der Vater-Kind-Beziehung wird der Tag nichts ändern. Maximal an der Beziehung zu Mutti und Freundin und Co. die die besoffenen Kerle ertragen müssen.

Wir sind übrigens das einzige Land in dem die Bollerwagen-Sauftour-Tradition so verbreitet ist. Denkt mal drüber nach.[/vc_column_text]

„Man kann nicht hassen, wenn man lacht“

„Man kann nicht hassen, wenn man lacht“

[vc_column_text]Johnny Armstrong ist „Gnadenlos“, gnadenlos lustig. Der Veteran der Londoner Comedy-Szene tourt aktuell mit seinem Programm „Gnadenlos“ durch ganz Deutschland und stoppt am Samstag, 28. April um 20:00 Uhr im Kulturkeller in Fulda. In seinem Programm beleuchtet der heutige Wahl-Berliner die Unterschiede zwischen Briten und Deutschen oder erzählt, mit welchen Schwierigkeiten er “nach seiner Flucht” von der Insel zu kämpfen hatte. Wir haben im Vorfeld mit ihm über sich und seine Kunst gequatscht.

Eines deiner Markenzeichen ist dein Bart. Wie pflegst du ihn?

Mit dem Blut von Jungfrauen. Leider gibt es in Fulda keine, deshalb bringe ich meine eigene aus Sachsen mit. Ich öle ihn auch, damit er nicht quietscht.

Du hast Maschinenbau studiert, aber hast dich dann dazu entschieden, Comedian zu werden. Wie kam das?

Das war genau andersrum. Ich wollte Komiker werden und musste studieren, um was „Anständiges“ zu machen. Ich habe in der Grundschule schon die ersten Sketche gemacht, und mein Traum war es damals, Comic-Zeichner zu werden. Also schon immer lustig – aber vorher das Studium, damit meine Mutter beruhigt ist.

Wie viel echter Johnny Armstrong steckt in deiner Bühnenfigur?

Vielleicht ein Drittel. Ich bin tollpatschig, ein bisschen Versager und derb. Das ist alles mein Humor. Die Prämisse ist echt, aber ich übertreibe extrem.[/vc_column_text][vc_single_image image=”104232″ img_size=”large”][vc_column_text]

Bevor du in Deutschland deinen Durchbruch hattest, warst du auf Bühnen unterwegs. Erzähl mal.

Das war ich und zudem äußerst unerfolgreich in England. Ich habe immer gedacht, du musst von einem Agenten entdeckt werden. Aber so läuft das nicht. Man bewirbt sich eigentlich mit einer Mail mit Lebenslauf und einem Video bei Agenturen, und dann kommt vielleicht jemand, um dich anzuschauen.

2008 habe ich grade meine Doktorarbeit geschrieben, weil ich dachte, als Dozent kann ich zumindest vor Studenten performen. Das habe ich dann aber abgebrochen und meinen Job für die Kunst geschmissen. Ich bin nach London gezogen und dort bei vielen Open Mics und kleineren Shows aufgetreten. Hartes Pflaster!

Und dann ging es nach Deutschland?

Ein Freund hat mir erzählt, dass ich in Deutschland deutlich bessere Chancen hätte. Die Sprache konnte ich zum Glück schon, weil ich von 2001 bis 2006 in Baden-Württemberg und Oberbayern gearbeitet habe. Die ersten 18 Monate habe ich hier mit Couchsurfing verbracht. Dann kam die erste Profigage und damit auch die eigene Wohnung. Seitdem lebe ich von der Comedy. 

Gibt es tatsächlich einen humoristischen Unterschied zwischen Engländern und Deutschen?

Nein, eigentlich nicht. Humor ist hier genau so schwarz und allgemein Geschmacks-Sache. Hier machen viele das „Mann-Frau-Ding“ das mögen die Engländer zum Beispiel gar nicht. Der Britische Humor ist eher kindisch, ziemlich unreif, peinlich und bescheuert. Vor einiger Zeit wurde ein Flugzeug entführt und die Leute an Board als Geiseln genommen. Ein Engländer hat ein Selfie mit dem Entführer gemacht und das gepostet. Das beschreibt den englischen Humor ganz gut.[/vc_column_text][vc_row css=”.vc_custom_1524736776464{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”][vc_column][vc_column_text css=”.vc_custom_1524737245577{background-color: #ffffff !important;border-radius: 5px !important;}”]

Johnny Armstrong “Gnadenlos”

VVK:17,50 Euro
AK: 20,00 Euro
Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Kulturkeller Fulda – Jesuitenpl. 2, 36037 Fulda
Tickets gibt es hier.[/vc_column_text][vc_column_text]

Hast du für Deutschland neue Gags geschrieben?

Jein. Ich mag am liebsten die Gags, die ich auf deutsch und englisch machen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier Wurzeln schlagen möchte. Deshalb wäre ein englisches Programm, mit dem ich auch nach Amerika gehen kann, toll.

Du vertrittst den feinen schwarzen britischer Humor, eckst du damit im sensiblen Deutschland nicht auch manchmal an?

Nicht nur hier, auch in England. Ab und zu kommen Leute zu mir und sagen: „Mit diesem Humor wirst du niemals Erfolg haben“. Vielleicht ist mein derber Humor auch unreif. Aber ich möchte einfach unterhalten, und dass die Zuschauer die Show genießen.

Möchtest du bewusst provozieren?

Nein, nur wenn ich das Publikum damit zum Lachen bringen kann.

Was möchtest du als Künstler deinem Publikum sagen?

Ich habe nicht unbedingt eine Message und bin nicht am Predigen. Ich erwähne Themen, die mir wichtig sind, wie zum Beispiel Krebsvorsorge.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=DpBLiWwwqps”][vc_column_text]

Kleine Bühne oder große Bühne. Was ist dir lieber und warum?

Definitiv die großen Bühnen. Weil, wenn die Leute lachen, ist es ansteckend, und es kommt in großen Wellen. So entsteht richtige Party-Atmosphäre.

Die Diskussion um Farid Bangs und Kollegahs geschmacklose Lied-Zeilen beim Echo hat große Wellen geschlagen und dafür gesorgt, dass der Preis abgeschafft wurde. Wo hat Humor für dich eine Grenze?

Humor hat keine Grenze. Ich muss vorsichtig sein was ich sage, damit man es nicht falsch versteht. Ich denke, was Farid Bang und Kollegah getan haben, ist Volksverhetzung. Das geht nicht, das ist hasspredigend und nicht lustig. Aber wenn es um Humor geht, ist alles erlaubt. Damals schon war der Hofnarr der Typ, der sich alles erlauben durfte, weil er zu nichts angestiftet hat. Humor beruhigt, man kann nicht hassen, wenn man lacht.

Dein Programm heißt „Gnadenlos“. Warum?

Es heißt „Gnadenlos“ wegen der hohen Gagdichte, und weil es auch unter die Gürtellinie geht. Aber keine Hassrede, einfach lustig.[/vc_column_text][vc_single_image image=”104233″ img_size=”large”]

Kein neuer Laden im „Bermudadreieck“

Kein neuer Laden im „Bermudadreieck“

[vc_column_text]Im Fuldaer „Bermudadreieck“ wird es anders als geplant keinen Delikatessenladen des Eichenzeller Cateringunternehmens Seven Days geben. Die Stadt Fulda lehnte ein entsprechendes Konzept von Seven-Days-Geschäftsführer Florjan Kamberi ab. Damit steht das markante Gebäude, in dem früher die Galerie „Zum kleinen Mann“ untergebracht war, auch weiterhin leer.

Kamberi, der seit Ende 2015 die „Goldene Krone“ (jetzt: „Il mio Gusto“) im Haus gegenüber betreibt, hatte im Sommer 2017 den „Kleinen Mann“ gepachtet und wollte dort spätestens im November einen Feinkost- und Delikatessenladen eröffnen. Seitdem ist wieder ein halbes Jahr vergangen – und nichts ist passiert. In den letzten Tagen wurden auch die „Seven Days“-Werbeschilder in den Schaufenstern abgehängt. „Ich habe die Immobilie gepachtet und mein Konzept bei der Stadt eingereicht, allerdings keine Konzession bekommen“, sagt Kamberi zu move36. Seitdem habe sich die Stadt ihm gegenüber auch nicht mehr geäußert, es habe aber keine Differenzen gegeben. Die Pläne sind nun endgültig vom Tisch. „Wir planen auch nicht, das Konzept an einem anderen Standort umzusetzen“, sagt er.

Die Satzung der Stadt sagt nein

Seit der „Kleine Mann“ 2015 nach vielen Jahren schloss, klafft im Herzen des Fuldaer Szeneviertels ein Loch. Zwischen Kneipen und Cafés bietet das feine Eckhaus, in dem es früher Geschenkartikel aller Art gab, viel Ladenfläche in bester Lage. Da stellt sich zurecht die Frage: Warum steht es leer? Vor zwei Jahren wollte die Schokoladenmanufaktur Viba sweets aus Schmalkalden ein Schokomuseum mit Café und Museum eröffnen und Workshops geben. Doch Pustekuchen! Die Satzung der Stadt erlaubt dort keinen weiteren gastronomischen Betrieb. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Ladengeschäften, in denen man auch essen und trinken kann, Ausnahmen gewährt.

Angesichts der für potenzielle Mieter unbefriedigenden Situation wollte die Stadt eigentlich vor mehr als einem Jahr den Bebauungsplan den aktuellen Bedürfnissen anzupassen und klare Regelungen einzuführen. „Wir wollen das Quartier künftig für Gewerbe jeglicher Art öffnen und ergänzen den Plan um den Begriff Mischbetrieb“, sagte damals Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) der „Fuldaer Zeitung“ und stellte Änderungen bis Ende 2017 in Aussicht. Daraus ist offenbar nichts geworden. Auf eine entsprechende Frage der move36-Redaktion gibt sich die Pressestelle der Stadt schmallippig: „Die Vorüberlegungen zu Änderungen im Bebauungsplan wurden bislang nicht konkretisiert.“

Weiter auf der Suche

Das macht die Vermietung der Immobilie in Fuldas Kneipenviertel nicht einfacher. Gibt es nun vielleicht doch noch eine Chance für Viba sweets? Benjamin Venter, bei Viba zuständig für die Expansion des Unternehmens, erklärt, man sei nach wir vor am Standort Fulda interessiert und führe auch entsprechende Gespräche. Spruchreif sei jedoch nichts. Klar ist: Für den „Kleinen Mann“ muss eine Lösung her. Interessenten gibt es in dieser Lage genug. Es kann nicht sein, dass so eine Fläche mitten in der Innenstadt jahrelang leer steht. „Wir sind weiter auf der Suche“, sagt Petra Witzel von der Firma Heurich, der das Haus gehört.[/vc_column_text]