Skaten mit Herz? Die Schüler der Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein haben sich für ihr Abi-Projekt etwas Ungewöhnliches überlegt: einen Charity-Skatecontest, mit dem sie Geld für die Deutsche Herzstiftung sammeln. Mit im Boot ist die Rollfabrik der Jugendkulturfabrik.

Wenn die Abizeit gekommen ist, steht für die Schüler der Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein mehr an als bloßes Pauken. Zusätzlich zu den Prüfungen bereiten sich die Jugendlichen nämlich jedes Jahr auf den englisch-sprachigen pre-graduate Abschluss teenage Master of Business Administration (t-MBA), für den nicht nur gelernt, sondern auch ein Sozialprojekt zum Thema „Health of the Heart“ realisiert werden muss. Weltweit nehmen Schulen teil.

„Skaten ist gut und damit gut fürs Herz“, sagt German (17), der die Idee für seine Projektgruppe gegeben hat. „Also hatte ich die Idee, wir könnten einen Skatepark in der Schule aufbauen.“ Das war dann aber nicht so einfach, also haben sich die Jugendlichen umgehört, wo man gut skaten kann. Was wäre da besser als die Rollfabrik in der Jugendkulturfabrik. Und schon war die Idee geboren, gemeinsam mit der JKF eine Veranstaltung fürs Herz zu machen, einen Skatecontest zu Gunsten der Deutschen Herzstiftung. Das Team der Jugendkulturfabrik war sofort begeistert. Der Termin: 22. April, 15 Uhr.

Das Projektteam der Hermann-Lietz-Schule und Lehrer Rudolf Kaiser (oben rechts) Foto: Hermann-Lietz-Schuel

Dabei skaten die sieben Schüler gar nicht selbst. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und in Fulda und Umgebung gibt es genügend talentierte Rollatlethen, die sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen werden, ihr Können im Contest zu beweisen. In drei Kategorien treten die Skater, BMXler und Scooter-Fahrer um den Titel an: best Trick, Skate Game und best Line. move36 ist als Partner der Jugendkulturfabrik natürlich auch dabei und ruft einen Publikumspreis aus. Nach der Veranstaltung werden wir die coolsten Bilder der Skater online stellen und die Facebookfollower entscheiden lassen, wer Skater der Herzen wird.

Die gesamte Organisation haben die Schüler mit Unterstützung ihres Lehrers Rudolf Kaiser übernommen. „Sie mussten Sponsoren suchen, haben eine Webpage entwickelt, die bald online gehen kann, haben sich Gedanken gemacht, wie Spenden gesammelt werden können.“ Beim Elternsprechtag wurde kurzerhand ein Stand auf die Beine gestellt, bei dem schon 1517 Euro gesammelt werden konnten. Beim Contest geht ein Teil der Einnahmen aus dem Getränkeverkauf und Catering ebenfalls in den Spendentopf. Außerdem werden Spendendosen bereitstehen.

Was passiert nach dem Projekt?

Der Charity-Skatecontest ist ein Teil des t-MBA. Der zweite Teil ist ein Kompetenzspiel über sechs Level, bei dem die Schüler verschiedene Fertigkeiten rund um betriebswirtschaftliche Themen lernen und trainieren. Aus allen Projekten werden außerdem die besten gekürt und mit Preisgeldern von bis zu 5000 Euro belohnt. Dieses Geld wollen die Schüler, falls sie gewinnen, ebenfalls an die Herz-Stiftung spenden. Eigentlich wäre die Gruppe auch gern zum internationalen Abschlussevent geflogen, das an der Partnerschule in Istanbul ausgerichtet wird. Aufgrund der politischen Lage ist das allerdings in diesem Jahr nicht möglich. „Zum ersten Mal seit sechs Jahren sind wir nicht dabei“, sagt Rudolf Kaiser.

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QuelleFoto: Felix Weigl
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