Überzogen brutal und satirisch: Die neue Serie “The Boys” ist unser heißer Scheiß der Woche

Überzogen brutal und satirisch: Die neue Serie “The Boys” ist unser heißer Scheiß der Woche

Was, wenn Superman, Aquaman oder The Flash Mistkerle wären? Was, wenn das Image des strahlenden Superhelden nur PR und damit Verarsche ist? Diesen Ansatz verfolgt “The Boys” – eine neue Serie von Amazon Prime Video und unser heißer Scheiß der Woche.

Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Garth Ennis und Darick Robertson und adaptiert für Amazon Prime Video von Eric Kripke, Evan Goldberg und Seth Rogen, führt dich “The Boys” in eine Welt, in der es Business ist, Superheld zu sein.

Bei den “Boys” handelt es sich um eine Gruppe normaler Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Superhelden in ihre Schranken zu weisen, die ihre Macht zu sehr missbrauchen. Und sowohl die Menschen als auch die Superhelden gehen alles andere als zimperlich vor. Da wird schon mal mit dem Laserblick ein Mensch in zwei Hälften geschnitten, der Kopf zerquetscht oder eine junge Frau vom schnellsten Mensch der Welt über den Haufen gerannt – von ihr bleibt nicht viel übrig.

Die absolut überzogene Gewalt passt aber hervorragend in die Comicwelt der Serie, die zwar sehr düster ist, sich aber oft selbst nicht ganz ernst nimmt. Eine spannende Geschichte um die Hintergründe der Helden. Die Kollateralschäden durch ihre Einsätze und die nationale und globale Politik lassen in der ersten Staffel mit acht Folgen keine Langeweile aufkommen. Immerhin ist die zweite Staffel schon in Produktion, dort wird auch “Stormfront” auftauchen, ein Nazi-Superheld. Der heiße Scheiß bleibt jedenfalls spannend.

Was für ein episch-heißer Scheiß: die finale Staffel “Game of Thrones”

Was für ein episch-heißer Scheiß: die finale Staffel “Game of Thrones”

Wie jede Woche kommt hier unser heißer Scheiß aus dem Kultur- und Entertainment-Bereich: Zwar sind noch nicht alle Episoden draußen, doch nach der 80-Minuten-Mammut-Folge können wir jetzt schon sagen: Die finale Staffel des Fantasy-Epos “Game of Thrones” ist episch-heißer Scheiß. 

Die GoT-Freaks aus unserer Redaktion sagen in Kürze, warum.

Daniel Beise

Für den großen Showdown habe ich mir extra das Sky-Ticket geholt – trotz der zuweilen miesen Übertragung des Anbieters, wenn bei schnellen Szenen das Bild verwischt, hat es sich gelohnt. Ich mag Fantasy sehr gerne, allerdings nur in bewegten Bildern. Lesen ist mir da zu anstrengend und langatmig. Die ersten drei Folgen bauen eine Wahnsinnsspannung auf, die sich in einer im wahrsten Sinne des Wortes finsteren Schlacht zwischen den Lebenden und den Toten um Winterfell entlädt. Die dunkle Schlacht überdauert die komplette Episode, und gegen Ende hin fühlst du dich der Endzeit nahe. Doch dann die Hammerüberraschung. ACHTUNG SPOILER: Ayra Stark rockt einfach so hart!

Felix Weigl

Meine drei Highlights der dritten Folge, knapp zusammengefasst: Bereits in den ersten Minuten wird eine klare Stimmung vermittelt: Hoffnungslosigkeit. Winterfell umgeben von Dunkelheit, die Dothraki bereit, loszureiten. Doch zuvor erscheint Melisandre, entfacht die Schwerter der Reiter und somit ein Licht in der Dunkelheit. Das jedoch erlischt, als die Reiter auf die Untoten stoßen. Genau wie die Hoffnung auf den Sieg.

Mein zweites Highlight der Folge: Lyanna Mormont. Das zwölfjährige Mädchen, das sich im Hof der Burg einem untoten Riesen stellt, ohne Hoffnung auf einen Sieg, aber aufzugeben, ist für sie keine Option. Als dieser sie anhebt, beginnt sie zu zerquetschen und man ihre Rüstung und ihre Knochen brechen hört, schwindet erneut die Hoffnung – wie das Leben der Herrin der Bäreninsel. Doch mit ihrem letzten Atemzug rammt sie dem Riesen ihren Drachenglasdolch ins Auge und vernichtet ihn so.

Und dann die letzten zehn Minuten der Folge. Großartige Bilder, Klaviermusik, die erneut Hoffnungslosigkeit und Tod andeutet. Man traut es den Machern der Serie zu, nun die Helden tatsächlich auszulöschen. Die Niederlage steht unmittelbar bevor, der Nachtkönig nähert sich Bran Stark. Und niemand schafft es, ihn zu töten.

SPOILERWARNUNG! Oder viel eher Jemand. Denn Arya Stark, die Niemand war, und sich doch für ihr Leben entschied, schafft es, den Nachtkönig mit ihrem Dolch aus valyrischem Stahl zu durchbohren. Der Dolch, der Bran töten sollte, vor gefühlten Ewigkeiten, in der zweiten Folge der allerersten Staffel.

Mein Jubelruf als Arya das Unmögliche schaffte, hat vermutlich am Montagmorgen um kurz nach sieben die Nachbarn geweckt. Egal, das musste raus. Nicht jedem gefällt diese Folge, aber ich werde sie gern erneut ansehen.

Toni Spangenberg

Ewig haben wir auf diesen Moment gewartet. Die finale Schlacht zwischen den Weißen Wanderern und dem Bündnis rund um Daenerys Targaryen und Jon Snow. Wer überlebt, wer stirbt? Viele Szenen lassen dich innehalten, ähnlich wie der Moment auf dem höchsten Punkt einer Achterbahn, bevor der Wagen in die Tiefe rauscht. Die Leben von Daenerys, Jon, Sansa und allen anderen hängen allein davon ab, ob es gelingt den Nachtkönig zu töten.

Du weißt, am Ende kann nur eine große Überraschung alles richten, es braucht einen Player, der völlig unvermittelt auf der Bildfläche auftaucht. Und, Achtung SPOILER, dieser Player ist Arya. Urplötzlich erscheint sie hinter dem Nachtkönig, unbemerkt von allen Weißen Wanderern, und macht kurzen Prozess. Ein zu erwartendes Ende für den Ober-Zombie, die Spannung bleibt aber bis zu letzt hoch. Denn Plot-Twists sind typisch für GoT. Nun geht’s für die Überlebenden Richtung Königsmund. Hoffentlich wird der zweite Teil der achten Staffel genauso spannend und die Endschlacht so episch wie die ersten drei Episoden.

Der letzte Kampf der Avengers ist richtig heißer Scheiß

Der letzte Kampf der Avengers ist richtig heißer Scheiß

Das Warten hat ein Ende. Endlich ist es da, das große Finale der Marvel-Saga rund um Iron Man, Captain America, Thor und viele andere Helden. Unser Heißer Scheiß der Woche.(Vorweg: Der folgende Text enthält keine Spoiler zu “Endgame”, eine Kenntnis von “Infinity War” wird vorausgesetzt.)

Ein Text von Felix Weigl

00:01 Uhr mittwochmorgens ging der Vorhang auf, der volle Kinosaal wird still. Fast exakt ein Jahr nach “Infinity War” erfahren die Fans wie es weitergeht. “Endgame” ist der 22. Film im Marvel Cinematic Universe (MCU) und schließt nahtlos an den Vorgänger an.

Nach dem Fingerschnippen

In “Infinity War” versuchte Gegenspieler Thanos alle sechs Infinity-Steine in seinen Besitz zu bringen um die ultimative Macht zu erlangen. Die Avengers versuchen dies natürlich zu verhindern, an mehreren Fronten entbricht ein Krieg. Die Lieblingscharaktere der Fans kämpfen ums Überleben und am Schluss – gewinnt Thanos. Er schafft es alle Steine zu sammeln und löscht mit einem Fingerschnippen die hälfte aller Lebewesen im Universum aus.

“Endgame” beginnt düster. Die Avengers haben tatsächlich verloren. Freunde, Familien, Milliarden Lebewesen sind verschwunden. Aber die Avengers wollen nicht aufgeben und planen einen Gegenschlag.

Knappe drei Stunden fiebert man mit den Helden mit, verfolgt ihre Pläne, bangt um seine Lieblinge, hat aber auch viel mit ihnen zu Lachen. Denn trotz allem verliert auch dieser Marvel-Film nicht seinen Humor.

Ein würdiges Finale

Wer noch nie einen Marvel-Film gesehen hat, sollte natürlich nicht mit dem Finale anfangen. Ein Marathon aller 21 vorangegangener Filme ist allerdings auch nicht notwendig. Man sollte wissen, in welcher Welt man sich befindet, wissen wer all die Charaktere sind. Fans allerdings, die alle Filme mehrfach gesehen haben, werden an vielen Stellen nicht aus dem Grinsen und Staunen herauskommen. Denn ein bisschen Vorkenntnisse, macht den Film einfach lustiger.

“Avengers: Endgame” schließt die Marvel-Saga würdig ab. Unzählige Momente lassen Kinogänger jubeln, lachen, zittern oder gar die eine oder andere Träne vergießen. Die finale Schlacht stellt die des Vorgängers problemlos in den Schatten und, auch wenn man sich eigentlich kein Ende wünscht – mit diesem Abschluss sollten Fans glücklich werden.

video link=”https://www.youtube.com/watch?v=4EFoz_6cy2Q”]