Fans alternativer Kinokultur können aufatmen. Das Kino 35 hat eine neue Heimat in der Fuldaer Ohmstraße gefunden. Der Umzug könnte für einen deutlichen Zuschauerzuwachs sorgen.
Noch knapp zwei Monate, dann werden die ersten Filme über die Leinwand des neuen Kino 35 flimmern. Die Betreiber peilen einen Einzug in die Fuldaer Ohmstraße 18-20 für den Juni an. „Das kommt natürlich drauf an, wie sehr wir von Freiwilligen unterstützt werden“, erklärt Christian Schmitt vom AWO-Jugendwerk. Die ehrenamtlichen Kinobetreiber renovieren die Räume in Eigeninitiative. Bevor die Beamer wieder anlaufen, müssen Teppiche verlegt, Wände gestrichen und Kinotechnik installiert werden. Eine externe Firma kümmere sich um den Bau neuer Toiletten, sagt Schmitt. Bis im Frühjahr hatte das Kino in der Baracke in der Langebrückenstraße 14 sein Zuhause - die wird nun abgerissen.
Kommt ein zweiter Spieltag?
Mit dem Umzug in die Innenstadt rechnet Christian mit einem Zuwachs an Zuschauern. „Zur L14 ist man nur gekommen, wenn man da auch hin wollte. Hier kommen die Menschen auch einfach mal so vorbei.“ Schon jetzt denkt das Kino 35 über einen zweiten Spieltag nach. Dafür bräuchte es allerdings mehr Helfer. Derzeit engagiert sich ein festes Team von rund zehn bis zwölf Leuten.
Insgesamt soll das neue Kino in zwei Sälen Platz für rund 110 Gäste bieten. „Bisher hatten wir 60 bis 70 Plätze in unserem Hauptraum. Bei Bedarf konnten wir in einem weiteren Raum nochmal rund 30 bis 40 Sitzplätze schaffen.“
1,5 Jahre lange Suche hat ein Ende
Seit gut 1,5 Jahren haben die Betreiber nach einer neuen Location gesucht. Da man für ein Kino eine entsprechend hohe Decke braucht, war die Suche allerdings nicht wirklich einfach. „Das ist auch der Grund, weshalb wir keinen gemeinsamen Ort für alle Projekte der L14 finden konnten“, sagt Schmitt. In Gesprächen mit der Stadt habe man die Ohmstraße als möglichen neuen Standort angesprochen und bekam grünes Licht.
Johannes Heller, Pressesprecher der Stadt Fulda, schreibt auf Anfrage von move36: „Die Stadt Fulda ist froh, dass nach dem Gebäude in der Schlossstraße nun für eine weitere Initiative aus dem Bereich der bisherigen ‚L14‘ in Form des Erdgeschosses der Ohmstraße 18-20 (frühere Arndtsche Fabrik bzw. ehemalige Moschee) ein Interimsquartier gefunden werden konnte. Dort soll für eine Übergangszeit das „Kino 35“ unterkommen.“
Keine Konkurrenz für große Kinos
Mit Preisen von 3 bis 4 Euro für eine Eintrittskarte und 50 Cent für Popcorn bietet das Kino 35 eine günstige Alternative zum herkömmlichen Kino. „Wir sind allerdings keine Konkurrenz“, erklärt Christian. Immerhin zeige das Kino 35 kleinere Filme, aber keine aktuellen Blockbuster aus.
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