Die Richard-Müller-Schule in Fulda veranstaltete zum diesjährigen Weltfrauentag einen Informationstag in der Aula der Schule. Mit jeweils einem eigenen Stand war der Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Fulda (SkF) und die Beratungsstelle profamilia vertreten.

Zum Internationalen Frauentag wurde von der Richard-Müller-Schule an diesem Donnerstag ein Informationstag in der Schulaula veranstaltet. Die Klassenlehrerin der 11 BFS b, Birgit Rohleder, lobte das Engagement ihrer Klasse, die bereits seit 8 Uhr morgens bei den Vorbereitungen geholfen haben. Unter dem Motto „Popcorn statt Rosen“ wurden von den Schülern der Berufsfachschule kostenloses Popcorn an alle Schülerinnen verteilt. Gleichzeitig verkauften sie selbstgebackenen Kuchen und sammelten damit Geld für den Verein LebKom (der Name steht für „Lebendige Kommunikation mit Frauen in ihren Kulturen“), der sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensituation von Frauen in Kenia zu verbessern. Während die Jungs der Berufsfachschule am Kuchenstand Spenden sammelten, nahmen die Mädchen der Klasse, passend zum Weltfrauentag, an einem Workshop zur Selbstbehauptung teil.

Birgit Rohleder erinnert an die Wichtigkeit des Internationalen Frauentages und betont die Erfolge, die in den letzten Jahrzehnten erbracht wurden. So erinnerte sie an Heide Simonis, die 1993 zur ersten Ministerpräsidentin eines Bundeslandes gewählt wurde, und das Gleichberechtigungsgebot, das 1994 in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes eingefügt wurde.

Foto: Manuel Raab

Mit einem eigenen Stand waren der Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Fulda (SkF) und die Beratungsstelle pro familia vertreten. Am Stand der SkF informierten Alexandrina Prodan und Birgit Schmidt-Hahnel interessierte Schülerinnen und Schüler über das Angebot der SkF, der sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt zum Ziel gesetzt hat. Das Hauptaugenmerk liegt, nach Alexandrina Prodan, allerdings auf dem Bereich der Prävention, damit Gewalt gar nicht erst entsteht. Doch auch über Möglichkeiten der Intervention sowie die Beratung betroffener Kinder und Jugendlicher sei Schwerpunkt.

Über das Angebot der Beratungsstelle profamilia, das sich mit Themen wie Sexualität, Schwangerschaft, Partnerschaft und Familienplanung befasst, informierten Robin Pitts und Bernhard Gfaller an ihrem Stand. Auch ein Workshop zum Thema Sexualität, in dem Schülerinnen über ihre sexuellen Rechte aufgeklärt werden, hat profamilia durchgeführt.

Die Bedeutung des Weltfrauentages ist für die Schüler und Schülerinnen der Richard-Müller-Schule unterschiedlich. Der 16-jähriger Berufsfachschüler Andreas findet den Weltfrauentag wichtig und gut, weil er einen entscheidenden Beitrag zur Gleichberechtigung leistet. Anders sahen es eine Gruppe von Berufsschülerinnen, die eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten machen. „Der Weltfrauentag hat für uns keine besondere Bedeutung, weil in Deutschland nicht so eine große Ungleichheit zwischen Männern und Frauen besteht – außer im Gehalt,“ erklärt eine 26-jährige Azubine.

Das Team von profamilia. Foto: Manuel Raab

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Praktikant move36

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