Frühlingskonzert begeisterte überfülltes Kolpinghaus – Bläser und Sänger zeigten ihr Können.

Ein Text von Wigbertschule Hünfeld

Schon in jungen Jahren auf der Bühne stehen und sich der Herausforderung eines Auftritts vor einer großen Menge Zuschauer und Zuhörer stellen, dies erfordert Mut. Und den bewiesen Schülerinnen und Schüler der Wigbertschule beim Frühlingskonzert am vergangenen Wochenende. „Die Wigbertschule bereitet dahingehend auf das Leben vor, weil die Schülerinnen und Schüler schon in jungen Jahren ganz selbstverständlich lernen, auf der Bühne zu stehen und ihr Können der Schulgemeinde und allen Interessierten zu zeigen,“ so Musiklehrer Thomas Nüdling zum Konzept des Frühlingskonzertes.

In seiner Eröffnung konnte Schulleiter Markus Bente zahlreiche Ehrengäste und viele Eltern im bis weit über den letzten Platz hinaus gefüllten Stadtsaal im Kolpinghaus Hünfeld begrüßen. Den Anfang machte Dirigent und Musiklehrer Martin Genßler mit seinen Bläserklassen der Jahrgangsstufen fünf und sechs. Während die Klasse fünf unter anderem mit dem „Crocodile Rock“, arrangiert von Martin Genßler selbst, überzeugte, konnten die Sechstklässler die Stücke „Cabaret“ und „Havana“ zum Besten geben.

Sonnenschein und Wärme

„Ich lieb’ den Frühling, ich lieb’ den Sonnenschein.“ Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5A und 5B weckten mit diesem Stück Hoffnungen auf Sonnenschein und Wärme, der im Mai noch vermisst wurde. Pia-Maria Sauer leitete und arrangierte das Stück, das durch den geschickten Einsatz von Boomwhackers unterstützt wurde.

Nach der Klasse 6 können die Bläserinnen und Bläser der Wigbertschule zunächst im Vororchester „Junior-Bl-O-W“ mitspielen. Das Ensemble „Junior-Bl-O-W“ stellte mit Chris Kenners „Land of thousend dances“ eine Vielfalt an Tänzen vor. Vielen bekannt dürfte auch das anschließend vorgestellte Stück „Sway“ von Pablo Beltran Ruiz bekannt sein.

Mit Trompete und Saxophon

Charakteristisch für die Bläserarbeit ist auch, dass in jedem Jahr mindestens ein Stück gespielt wird, das nur für Blasorchester geschrieben wurde. Dies war dieses Mal „Freedom Quest“ von Tracy O. Behrmann. Hierbei konnten sich alle Register des 40 Bläserinnen und Bläser umfassenden Orchesters großen Blasorchesters „Bl-O-W“, das ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Martin Genßler steht, zeigen. Aus dem Musical „Beauty and the Beast“ stellte das Blasorchester sodann ein Arrangement von Alan Menken vor, das die Vielfarbigkeit der verschiedenen Instrumente zum Ausdruck kommen ließ. Mit dem Jazzstandard „Watermelon Man“ von Herbie Hancok bot „Bl-O-W“ den Solisten Philipp Flügel an der Trompete und Lilly Hohmann am Saxophon eine gute Basis, um ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen.

Der Schulchor „WiVox“ unter der Leitung von Thomas Nüdling tritt seit einiger Zeit in zwei Formationen auf. Während die Älteren ab Klasse 8 das mutmachende Stück „You raise me up“ von Rolf Lovland (Violin-Solo: Luisa Wiegand), den Beatles-Klassiker „I’ll keep satisfied“ (Sopran-Solo: Laura Blach) sowie das Lied der Rhönwanderer „Ich weiß basaltene Bergeshöh’n“ eindrucksvoll zu Gehör brachten, überzeugten die Jüngeren mit „Wohin wir auch geh’n“ von Sally Deford. Gemeinsam rissen die beiden Chorgruppen mit „Ich steh’ mit Ruth gut“ von den Comedian Harmonists das Publikum mit, einem Loblied auf eine Ruth, der keiner das Wasser reichen kann. In diesem Lied enthaltene Wortspiele stellten einige Sängerinnen und Sänger mit Buchstabenschildern amüsant dar.

Zugabe gewünscht!

Wie immer, als krönender Abschluss, präsentierte sich die Schulband „Sound Express“ dem Publikum. Jede Anspannung war nun abgefallen und es konnte gefeiert werden: Egal ob Elle Kings „Ex’s and Oh’s“, Stevie Wonders „I wish“ oder das von Pia-Maria Sauer arrangierte „Eye of the Tiger“, Sound Express vermochte alles mit Spaß und guter Laune zu interpretieren. Beim Stück „The Wanderer“ von Celine Dion präsentierte der Abiturient Daniél Müller ein überzeugendes Solo an der Trompete. Neben den fünf Sängerinnen und dem Sänger, die zu Recht großen Applaus erhielten, und der zuverlässigen Rhythmus- und Keyboardgruppe muss auch die hervorragend aufeinander abgestimmte Bläsergruppe unter Leitung von Dorothea Heller und Pia-Maria Sauer mit ihren mitreißenden instrumentalen Solo-Passagen lobend erwähnt werden.

Nach fast zwei Stunden exzellenter, aber auch kurzweiliger Unterhaltung endete der Abend mit frenetischem Jubel und einer Zugabe des „Sound-Express“

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