Ferdinand-Braun-Schule entlässt 240 Absolventen der Berufsschule ins Arbeitsleben.

Ein Text der Ferdinand-Braun-Schule

Zur feierlichen Verabschiedung begrüßte Schulleiter Thomas Remmert die Gesellen und Facharbeiterinnen mit der Nachricht, dass in den Betrieben dringend auf sie gewartet werde: „Ran an die Maschinen, hin zu den Baustellen, zu den Kunden, Sie werden gebraucht!“. Doch grundsätzlich seien sie jetzt nicht einfach berufstätig, sondern Menschen mit einem sozialen Umfeld, das inzwischen die ganze Welt umspannt. Hier verwies er über die heimatlichen Betriebe hinaus auf ganz Europa und ermunterte die Jugendlichen, auch hier Berufserfahrung zu sammeln. Nicht nur werde damit ihr Lebenslauf bereichert, sondern sie könnten auch erfahren, wie wichtig es sei, mit Aufgeschlossenheit, Hilfsbereitschaft und Neugier an eine Arbeit und auf Menschen zuzugehen. Mit Blick auf wachsende nationalistische Tendenzen betonte Remmert, die jungen Menschen hätten „einen Grund mehr, dass wir uns in den Arbeits- und Wirtschaftsprozessen auch auf europäischer Ebene als Team verstehen.“ Er rief den Kreis der Absolventen ebenfalls zu ständiger Weiterbildung auf „in den Betrieben oder hier bei uns in der Fachschule für Technik: Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, mit dem Abschluss als Staatlich geprüfte/r Techniker/in / Meister/in auf europäischer Ebene den Bachelor-Grad zu erreichen.“ Zum Schluss ermunterte Remmert die Jugendlichen zur Zuversicht: „Lassen Sie sich auf die Arbeit und auf das Leben ein!“

Die Festrede hielt Dr. Christoph Traxler, Geschäftsführer der Möller Medical GmbH. Er gab Einblicke in seinen Lebenslauf, vom abgeschlossenen Studium der theoretischen Physik bis zu seinem Umzug nach Fulda vor 15 Jahren. „Ich mag Fulda, deshalb bin ich hier geblieben.“

Ziele setzen und locker bleiben

Die Absolventen und Absolventinnen, so Dr. Traxler, seien zu beneiden. „In Ihrem Alter ist alles leicht, man hat viel Freude und viele Träume. Bewahren Sie sich das!“ Doch zugleich sollten die jungen Frauen und Männer das Gelernte nicht vergessen. „Die Schule hat Ihnen viel mitgegeben, nutzen Sie das alles.“ In zwanzig Jahren, wenn man sich mal wieder treffe, gehe es oft um „mein Haus, mein Auto, meine Familie. Fragen Sie dann lieber: Bist du glücklich? Was macht dir Spaß?“

Auf der einen Seite locker bleiben und sich auf der anderen Seite Ziele setzen und auch Vorbildern nachstreben – das mach Erfolg aus, so der Manager. „Bleiben Sie beweglich, dann haben Sie Erfolg.“ Es sei ein Irrtum zu glauben, man sei allein seines Glückes Schmied. Im Leben gebe es zu viele „Rückschläge und Knicke“, auf die man keinen Einfluss habe. Doch all das mache den Menschen reifer, denn aus Niederlagen lerne man oftmals mehr als aus den größten Erfolgen. Und überhaupt, so  Dr. Traxler zum Schluss: „Lernen ist das halbe Leben, bilden Sie sich immer weiter, sonst verpassen Sie das halbe Leben!“

“Erfolg entsteht im Kopf”

Die stellvertretende Schulleiterin der Ferdinand-Braun-Schule, Ulrike Vogler, bezeichnete die Jugendlichen als „die Unaufhaltsamen“. Unaufhaltsam werde man nicht durch Geburt, sondern durch Training. „Erfolg entsteht im Kopf, mentale Stärke schlägt körperliche Stärke. Schauen Sie nach links und rechts“, so Vogler zum Publikum: „So sehen Sieger aus!“

Für den großen Kreis der vielen Berufstätigen aus den verschiedensten technischen und gestalterischen Berufen sprach die Technische Produktdesignerin Anlagenkonstruktion, Antonia Reich, ihrer Berufsschule einen herzlichen Dank aus und wünschte ihren Mit-Absolventinnen und -Absolventen: „Geht Euren Weg!“

Die Feier wurde musikalisch von der Lehrerband der Ferdinand-Braun-Schule begleitet.

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