[vc_row][vc_column][vc_column_text]Viele Trauernde sind auf der Suche nach einem inneren Halt, Geborgenheit und Gelassenheit. Ihre Welt ist aus den Fugen geraten. Dagegen bietet sich die Meditation an, um wieder in die innere Balance zu kommen.

Der Hospizdienst der Malteser lädt zu einer Meditation für Trauernde und Interessierte ein am Dienstag, 08. Januar 2019, von 19 – 20 Uhr im Malteser Hospiz-Zentrum, An Vierzehnheiligen 9, 36039 Fulda. Um Voranmeldung unter Telefon 0661 869 77 250 wird gebeten. Die Leitung hat Heidemarie Hillje, Autorin, Persönlichkeitstrainerin und Trauerbegleiterin. Mitgebracht werden sollten eine Decke, Wollsocken, legere Kleidung, ev. ein Jogakissen. Der Teilnehmerbeitrag in Höhe von 10 Euro ist für den „Lebenswert – Hospiz-Förderverein Fulda e.V.“ bestimmt. Weitere Informationen gibt es im Hospiz-Zentrum.

Klangschalen kommen während der Meditation ebenfalls zum Einsatz.

Um einen Einblick in Trauermeditation zu bekommen, haben wir mit Frau Hillje, der Persönlichkeitstrainerin, gesprochen und einige interessante Informationen erhalten.

Können Sie zuerst etwas über sich erzählen?

Mein Name ist Heidemarie Hillje, ich bin Autorin, Persönlichkeitstrainerin und Trauerbegleiterin. Ich gebe Seminare für körperzentrierte Herzarbeit, Trauerarbeit und Persönlichkeitsentwicklung. Durch mehrere Fernsehauftritte bei SAT 1 und RTL bin ich über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt geworden. Mit meiner Arbeit habe ich schon vielen Menschen geholfen, nach schweren Schicksalsschlägen zu neuem Lebensmut und neuer Lebensfreude zu finden.

Welchen Nutzen bringt Meditation?

  1. Die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert.
  2. Die physische und psychische Gesundheit wird gefördert.
  3. Abbau von Stress durch Ruhe und Entspannung.
  4. Durch die Kraft der Stille bekommt man mehr Klarheit.
  5. Es entwickelt sich die Fähigkeit, loszulassen.
  6. Blockaden können wahrgenommen und gelöst werden.
  7. Innere Gelassenheit stellt sich ein.

Welche Erfahrungen haben sie gemacht in Bezug auf Meditation für Trauernde? Kann sich jeder auf die meditativen Lösung einlassen?

Meditation ist ein normaler menschlicher Zustand – weder schwierig noch kompliziert. In dem lateinischen Meditari steckt das Wort Mitte, Zentrum, Kern. Wir gehen mit unserer Aufmerksamkeit von Außen nach Innen, von der Oberfläche in die Tiefe, hin zu den Wurzeln. Dabei lernen wir, sorgsam und achtsam mit uns umzugehen. Jede/r der atmen kann, kann auch meditieren. Das endlose Gedankenkarussell für einen Moment anzuhalten, ist heilsam, nicht nur für die Trauernden. Der Blick nach Innen lohnt sich und bringt Klarheit für die Seele. Alle Gedanken und Gefühle sind willkommen, wir halten sie nicht fest, geben keine Energie hinein und lassen sie wie Wolken am Himmel vorüberziehen. In der damit verbundenen Ruhe schöpfen wir Kraft und Zuversicht.

Wie sieht der Ablauf der Trauermeditation aus?

Unser Fokus liegt auf den Abbau von Stress durch Ruhe und Entspannung. Dabei spielt die Körperhaltung und die Atmung einen wichtige Rolle. Sich zu konzentrieren, das fällt trauernden Menschen oft besonders schwer, und viele können sich gar nicht vorstellen, dass das funktioniert. Wer sich auf einen Versuch einlässt, erlebt sich wieder mehr in seinem Körper und in seiner Kraft, bekommt wieder Selbstvertrauen und Zuversicht. Viele der Teilnehmenden kommen ins Staunen und hätten sich das vorher nicht zugetraut. Die Techniken, die ich anbiete, sind schon über 2000 Jahre alt und wirken heute noch genau wie damals. Dabei liegt unser Fokus auf dem Herzen, das heil werden darf, um sich dann wieder für das Leben zu öffnen. Es erfüllt mich mit großer Freude wenn ich sehe, dass es den Menschen besser geht und ich ihnen durch die Meditation einen Weg zeigen darf, um sich selbst zu helfen. Vor allem fördert Meditation ein positives Lebensgefühl und hilft wieder in die innere Balance zu kommen.

Fühlen sich auch junge Menschen angesprochen, im Kreise meditativ zu trauern?

Dem Alter sind beim Meditieren keine Grenzen gesetzt. Es geht um ein sich Einlassen auf eine neue Erfahrung im Kreise Gleichgesinnter. Im Malteser Hospiz Zentrum hier in Fulda sind es eher Erwachsene, die neben den Trauer-Gesprächskreisen den Weg in die Meditation finden.

Dass auch Kinder meditieren können, habe ich in Asien erlebt. In Myanmar zum Beispiel geht jedes Kind einmal im Leben für einige Zeit in ein Kloster und lernt dort Achtsamkeit, Beten und die Kraft in der Stille zu finden. Der Fokus wird auf das Hier und Jetzt gesetzt, und ganz einfache Übungen helfen dabei. Die Meditationsabende  beginne ich immer mit einem Zitat von Elisabeth Kübler Ross, Hildegard von Bingen oder auch von Buddha. Eines davon möchte ich hier den Menschen mit auf den Weg geben.

„Lerne mit der Stille in dir in Kontakt zu kommen und wisse, dass alles im Leben einen Sinn hat. Es gibt keine Fehler, keine Zufälle, alle Geschehnisse sind Geschenke, die uns gegeben werden, um aus ihnen zu lernen“ E. Kübler-Ross

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=”127067″ img_size=”full” alignment=”center”][vc_column_text]Die gemeinsame meditative Zeit und der Austausch unter den Trauernden unterstützt die Trauerverarbeitung.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]