Wie stellt man Materialien für den Flugzeugbau her? Welche Herausforderungen stellen sich bei der Entwicklung von Faserverbundstoffen? Der Beantwortung dieser Leitfragen konnten Gymnasiasten der Oberstufe an der Wigbertschule zusammen mit Mitarbeitern der TU Clausthal durch einen Vortrag, aber auch experimentell nachgehen.

Ein Text der Wigbertschule Hünfeld

Vier Stunden lang fand ein Chemieworkshop zum Thema „Kunststoffe“ statt. Rund vierzig Schülerinnen und Schüler der beiden Q2-Leistungskurse Chemie von Oberstudienrätin Inka Gräfe und Studienrat Dr. Sebastian Kühn nahmen mit Begeisterung teil und folgten den Ausführungen der Referenten der TU Clausthal Jochen Brinkmann und Dr. Andreas Czymai sowie von Chemie-Lehrer Studienrat André Hentze.

Der theoretische Teil des Workshops beinhaltete die Grundlagen der Polymerchemie. Darüber hinaus wurden weitere Verfahren erläutert und durch einen Versuch veranschaulicht. Der Zusammenhang zwischen der Struktur eines Kunststoffes und seinen Eigenschaften konnte an vielen Beispielen aus dem Alltag und der Freizeit erklärt und gezeigt werden.

Schüler wurden selbst aktiv

Dann folgte der experimentelle Teil, bei dem die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung selbst aktiv werden konnten. Ausgestattet mit Laborkitteln, Schutzbrillen und Schutzhandschuhen stellten sie aus einem Gewebe (Glasfaser) mit einem Gelege aus vier Textilien durch Unterdruck einen „Teeuntersetzer“ aus Faserverbundwerkstoff her.

Das Aushärten des hierbei verwendeten Epoxidharzes wird an der TU Clausthal in einem speziellen Ofen abgeschlossen, so dass die fertigen Gruppenprodukte erst einige Tage später eintrafen. Die TU stellte dankenswerterweise die komplette Ausrüstung hierfür bereit.

Insgesamt zeigte sich Fachbereichsleiter Ralf Urspruch sehr zufrieden mit diesem Projekttag: „Mit Projekttagen wie diesen können die Schülerinnen und Schüler ihre an der Schule erworbenen Kenntnisse auf konkrete Probleme der chemischen Forschung anwenden. Letztlich zeigt sich hier, dass naturwissenschaftliche Bildung in der Schule immer bemüht ist, nah an der Praxis zu sein. Schließlich sind die Schülerinnen und Schüler sowohl die künftigen Betroffenen als auch jene Generation von Wissenschaftlern, die an der Lösung der bedeutenden Aufgaben der Zukunft arbeiten sollen.“

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