Die Hochschule Fulda und Praxispartner starten mit „Regionales Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität Fulda“ das bislang größte Transferprojekt ihrer Geschichte. Damit will Fulda in den kommenden fünf Jahren Lösungen zur Förderung von Gesundheit und Lebensqualität erarbeiten und sich zur Modellregion entwickeln.

Ein Text der Hochschule Fulda

Fast 70 Praxispartner aus Kommunalpolitik, Unternehmen, Verbänden und Vereinen werden in den kommenden fünf Jahren gemeinsam mit der Hochschule Fulda Lösungen erarbeiten, wie sich Gesundheit und Lebensqualität in der Region fördern lassen. „Regionales Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität Fulda (RIGL Fulda)“  heißt das Transferprojekt, dessen Ziel es ist, in der Wissenschaft gewonnene Erkenntnisse in die Praxis zu tragen. Bund und Länder fördern das Vorhaben im Rahmen des Programms „Innovative Hochschule“. Das Fuldaer Projekt ist eines der 29 bewilligten Projekten bundesweit. Es hat die meisten Praxispartnern und erhält in den kommenden fünf Jahren knapp zehn Millionen Euro.

Stimmen der Auftaktveranstaltung

Offizieller Start war am 1. Januar diesen Jahres. Zur Auftaktveranstaltung kamen nun  Wissenschaftler/innen und Vertreter/innen aus den verschiedenen regionalen Einrichtungen an der Hochschule Fulda zusammen. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch, auf den das Projekt in der Region gestoßen ist“, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar. „Der Transfer von Forschungserkenntnissen und Innovationen von der Hochschule Fulda in die Region zählt zu unseren Aufgaben und ist Teil der Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft. Bei den Themen Gesundheit und Lebensqualität ist dies ganz offensichtlich. Mit dem neuen Projekt können wir nun die erforderlichen Strukturen aufbauen, damit die Hochschule Fulda in Zukunft auf diesem Feld als Netzwerkknoten und Innovationsmotor fungieren kann“, betonte Präsident Khakzar.

Wer unsterstüzt das Projekt?

Schirmherren des Projekts sind nun der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Landrat Bernd Woide, gemeinsam mit dem hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner. Sie warben in ihren Grußworten für das Regionale Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität. „Wir müssen die Bereitschaft mitbringen, Neuland zu betreten und voneinander zu lernen zum Wohle der Region“, sagte Wingenfeld. Woide merkte zudem an, es werde heute zu eindimensional über den ländlichen Raum geredet. „Ländliche Räume bieten Chancen, das ist ein wichtiger Punkt, den wir akzentuieren sollten“, sagte er.

Nach der offiziellen Präsentation stellten sich die Einzelprojekte den Fragen der Praxispartner*innen. Foto: Svenja Dietz

Ziel der Hochschule

Das Transferprojekt wird die Hochschule näher an die Menschen in der Region bringen. „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. Das ist ein zentrales Ziel des Vorhabens“, machte Prof. Dr. Steven Lambeck, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung der Hochschule Fulda, deutlich. „Wir werden daher Veranstaltungen anbieten, die allen zur Teilnahme offen stehen.“

Ziele des Projekts

Mit den Themen Gesundheit und Lebensqualität greift das Projekt die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Region auf: Gesundheit und Lebensqualität sicherzustellen in einer immer älter werdenden Gesellschaft, in der eine zunehmende Urbanisierung Versorgungslücken im ländlichen Raum hinterlässt, chronische Erkrankungen als Folge von Lebensbedingungen, Lebensstil und medizinischem Fortschritt zunehmen und aufgrund vermehrter Zuwanderung Neuorientierungen im Zusammenleben notwendig werden. Entsprechend sollen in den Bereichen Essen und Verbrauchen, Zusammenleben und Integrieren, gesundheitliche Versorgung, Arbeiten sowie Bewältigung des Alltags in insgesamt zehn Umsetzungsprojekten Innovationen entwickelt werden, die auch anderen Regionen mit ähnlichen Herausforderungen zugänglich gemacht werden sollen.

Vertreter*innen der regionalen Praxispartner und der Hochschule Fulda nutzten die Gelegenheit zum Networking. Foto: Svenja Dietz

Region offen für das Projekt

“Die intensiven Diskussionen und der rege Austausch im Rahmen der Auftaktveranstaltung haben gezeigt, dass wir mit unserem großen Transfervorhaben in der Region auf offene Ohren stoßen und der Bedarf an Lösungen für die in den einzelnen Umsetzungsprojekten adressierten Bereiche sehr groß ist“, zeigte sich Vizepräsident Lambeck nach der Auftaktveranstaltung zufrieden. „Ich bin sehr optimistisch, dass es uns gelingt, in den kommenden fünf Jahren Strukturen zu schaffen und Lösungen zu erarbeiten, die unsere Region wirklich als Modellregion für die Themen Gesundheit und Lebensqualität in ganz Deutschland etablieren können.”

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