Viele Studenten der Hochschule Fulda kommen während des Semesters bei ihren Eltern unter – die wenigsten wohnen in Studentenwohnheimen. Das hat eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ermittelt.

Ein Text von Lea Marie Kläsener

Das Centrum für Hochschulentwicklung hat in einer Vergleichsuntersuchung ermittelt, wie Studierende während des Semesters in der Barockstadt wohnen. Dazu wurden im Jahr 2003 und 2018 mehr als 300 Studierende der Hochschule befragt. Auf einem Ankreuzzettel sollten sie angeben, ob sie während des Semesters bei ihren Eltern, privat, in einer Wohngemeinschaft oder in einem Studentenwohnheim unterkommen.

Das Ergebnis: 2018 hat sich im Vergleich zu 2003 am Wohnverhalten der Hochschulstudierenden kaum etwas verändert, obwohl die Hochschule heute 5207 Studierende mehr zählt – nämlich 9557. Während weiterhin 31,2 Prozent privat wohnen, hat der Anteil derjenigen, die bei ihren Eltern wohnen, um 1,8 Prozent auf 34,4 Prozent zugenommen. In einer WG wohnen 19,9 Prozent (2003 waren es 22,6 Prozent) – das ist hessenweit der niedrigste Wert. In einem der zwölf Wohnheime kommen mit 7,8 Prozent die wenigsten Fuldaer Studenten unter (2003 waren es 6,3 Prozent).

40 Prozent der Studis aus Raum Fulda

Wie diese Werte zustande kommen, wollte die Hochschule selbst nicht kommentieren. „Da könnten wir nur mutmaßen“, erklärt Pressesprecherin Dr. Antje Mohr. Allerdings kommen rund 40 Prozent der Studierenden der Hochschule aus dem Großraum Fulda – eine mögliche Ursache dafür, dass viele bei ihren Eltern wohnen.

Die Studie des CHE, das in Deutschland 150 000 Studierende befragte, ist Bestandteil des Hochschulrankings von „Zeit Campus Online“. Die Ergebnisse für alle Hochschulen sind online unter che.de/cms einzusehen.

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