[vc_column_text css=”.vc_custom_1544448901572{border-radius: 15px !important;}”]Mit vier hat Helena Schmitt die ersten Schritte auf dem Parkett gemacht. Mittlerweile ist sie fest im Tanzsportclub Fulda aktiv. Ihr Steckenpferd: klassischer Paartanz. Vor kurzen hat die 23-Jährige ihre Trainerscheine in Leistungs- und Breitensport gemacht. Eine strapazierende Sache, hat sie move36 erzählt.

 

Du hast länger als zehn Jahre aktiv getanzt und dich dann dazu entschieden, Trainerin zu werden. Wie kam es dazu?

Es lag eigentlich schon immer auf der Hand, dass ich mich weiterbilden möchte. Aber die Initiative kam von einem ehemaligen Tanzpartner, der selbst überlegte den Schein zu machen. Mein Traum ist natürlich, dass ich mein Hobby zum Beruf machen möchte. Und deshalb

habe ich mich nach Lehrgängen umgeschaut und angemeldet.

Helena Schmitt

Du redest von einem Tanzpartner. Was genau tanzt du?

Ich habe Vieles ausprobiert. Mein Schwerpunkt liegt aber bei Standard und Latein – also klassischer Paartanz. Ich habe mich dann zur Ausbildung für Latein, Salsa und Schulsport entschieden.

Wie kann man sich so eine Ausbildung vorstellen?

Ich habe zwei Lizenzen in Latein-Leistungssport und Breitensport. Da war der ganze Prozess ähnlich. Angefangen habe ich aber mit dem deutschen Tanzsportabzeichen (DTSA). Um das zu bekommen, muss man in den jeweiligen Disziplinen eine gewisse Anzahl von Tänzen tanzen. Dabei wird geschaut, wie das technische Niveau ist. Beim Leistungssport ist es so, dass man an vier Wochenenden die Figuren und Techniken übt. Beim Breitensport kann man sich drei Tanzstile aussuchen und übt diese auf verschiedenen Lehrgängen. Zusätzlich hatte ich überfachlichen Unterricht. Das sind drei Wochenende, an denen Themen wie Anatomie, rechtliche Grundlagen oder Gymnastik behandelt werden. Auch wird man für das Thema Gewalt sensibilisiert.

Und wie liefen die Prüfungen ab?

Insgesamt musste ich neun Prüfungen absolvieren. Die ersten waren in Dortmund. Dabei musste ich vortanzen. Sowohl als Dame als auch als Herr. Außerdem wurde ich dreimal zehn Minuten lang während eines Tanzes ausgefragt. Das bedeutet, ich musste vorgegebene Figuren korrekt vortanzen. Zwischendurch fragen die Prüfer nach technischen Elementen wie der Fußarbeit oder nach bestimmten Positionen, die es beim Tanzen gibt. Die überfachlichen Prüfungen waren dann Multiple Choice Fragen. Ich muss auch gestehen, das war eine sehr anstrengende Phase, und ich war dann wirklich froh, dass ich bestanden habe.

Das klingt alles sehr zeitaufwendig und anstrengend?

Ja, das war es auch. Ich hatte mir vorher kaum Vorstellungen gemacht, was mich erwartet. Ich habe mich zwar informiert, aber einen richtigen Eindruck bekommt man erst, wenn man ein bis zwei Wochenenden mitgemacht hat.

Du bist aber trotzdem begeistert von dem Sport? Was fasziniert dich so?

Mich beeindrucken die flüssigen Bewegungen, aber auch die Präzision und Ausführung. Dass etwas so Anstrengendes so leicht aussehen kann, ist faszinierend. Beim Tanzen gibt es wie bei anderen Sportarten Leistungsklassen, und je höher man kommt, desto schwieriger wird es. Was beim Tanzen vor allem hinzukommt, ist, dass man immer gut aussehen muss. Ein gewisses Auftreten gehört einfach dazu. Besonders auf Turnieren.

Wie war es dann auf den Turnieren?

Ich war auf einigen großen Turnieren. Es war ein großartiges Gefühl dabei zu sein, weil man auch lange darauf wartet, teilnehmen zu können. Daher werden diese für mich unvergesslich bleiben. Dennoch habe ich auch für mich festgestellt, dass es gar nicht so toll ist, Turniere zu tanzen. Unter den Sportlern herrscht sehr großer Leistungsdruck. Ich konnte das Tanzen so nicht genießen.

Du wirst sicher noch viele Jahre tanzen?

Ja, ich möchte das auf jeden Fall weiter ausbauen. In meinem Tanzsportclub wird auch noch einiges auf mich zukommen. Ich leite momentan schon eine Gruppe an der Hochschule und unterrichte sowohl im Schulsport eine AG wie auch eine Tanzgruppe mit Älteren. Man braucht zwar viel Geduld bei allem, aber ich habe wirklich Spaß, an dem was ich mache.[/vc_column_text]

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