Ein knappes Jahr verbringen die Fuldaer Stephan und Jacky in Thailand. In unserer aktuellen Sommerausgabe erzählen die beiden von den Vorbereitungen für ihr Abenteuer. Jetzt meldet sich Jacky das erste Mal von vor Ort. Wie war die Ankunft? Lief in den ersten Tagen alles glatt? Was haben sie erlebt?

In den kommenden Monaten hält dich Jacky bei uns über ihre Reise auf dem Laufenden. 

Ein Text von Jacqueline Bohrmann

„Sawadee kha“ aus Thailand. Das heißt so viel wie „Hallo“. Seit gut zwei Wochen sind wir jetzt auf Koh Samui, und viel mehr als ‘Hallo sagen’ habe ich auf Thai auch noch nicht gelernt. Mit Englisch kommt man hier zum Glück ganz gut klar. Oder eben mit Händen und Füßen. Gerade mal zweieinhalb Wochen sind also seit unserer Abschiedsfeier in Fulda und unserem Abflug vergangen. Irgendwie kommt es mir wie eine Ewigkeit vor. Gleichzeitig ist es aber auch gerade erst gewesen.

Und jetzt sitze ich hier vor meinem Laptop, auf unserer Terrasse, und gucke aufs Meer. Ich sehe Palmen, eine kleine Bucht, in der wir schon schwimmen waren, und am Horizont schon die nächste thailändische Insel. Crazy! Mittlerweile haben wir nämlich ein kleines Apartment gemietet, in dem wir für die nächsten zweieinhalb Monate wohnen werden. Das Mietauto haben wir gegen einen Roller getauscht. Und so langsam fängt es hier an, sich nach Alltag anzufühlen.

Ein mumifizierter Mönch und eine Dschungel-Tour

Schon krass, wie schnell wir uns hier an viele Dinge gewöhnt haben. Morgens, vor dem Frühstück, gehen wir ganz selbstverständlich schwimmen. Im Pool, der keine 50 Meter von unserem Bett entfernt ist. Das war vor drei Wochen in unserer Wohnung in Fulda noch eine richtige Traumvorstellung. Wir kaufen unser Essen am Straßenrand in kleinen Imbissen und kochen selbst gar nicht mehr. Einfach, weil hier das fertig und frisch gekochte Essen so günstig ist. Und wenn mir auf meiner Spur ein Geisterfahrer entgegenkommt, der auf seinem Roller eine große Leiter unterm Arm geklemmt transportiert, dann lächle ich mittlerweile nur noch müde. Vor zwei Wochen habe ich mich noch über alles gewundert, was die Thais hier auf ihren Rollern so durch die Gegend fahren.

Natürlich haben wir uns auch schon ein paar Touri-Attraktionen auf der Insel angeguckt. Wir waren beim Big Buddha, dem berühmtesten Tempel von Koh Samui. Dort hat uns ein Mönch gesegnet und ich glaube er wollte uns kurzerhand auch verheiraten. Jedenfalls hat er mehrfach irgendwas von „Honeymoon“ geredet. Wir haben einen mumifizierten Mönch bestaunt, sind mit einer Art Sammeltaxi, dem Songthaew, gefahren und haben eine Tour durch den Dschungel gemacht. Die Tour war schrecklich. Wirklich schlimm! Steph sagt: „Das war sau lustig.“ Ich fand das nicht. Das Problem: Da, wo eigentliche eine Straße hätte sein müssen, waren nur Sand, große Schlaglöcher oder richtige Furchen. Und dann mit dem Roller auf diesen „Straßen“ bergauf und bergab zu fahren – das war echt nicht mein Ding. Aber egal, wir haben es überlebt und ich verbuche das als Abenteuer. Sowas erlebt man eben, wenn man sich auf neue Dinge einlässt. Und jetzt weiß ich wenigstens, dass ich mit unserem Roller wirklich überall rauf oder runter komme. Das ist doch auch was. Und wer weiß, was wir hier noch für abgefahrene Abenteuer erleben.

Was du sonst noch wissen solltest:

  • Steph und Jacky hatten noch keinen Sonnenbrand und auch keinen Durchfall, und das obwohl sie fast nur noch in Imbissen und Garküchen essen.
  • Lieblingsessen Steph: Curry in allen Varianten.
  • Lieblingsessen Jacky: Pad Thai, ein traditionelles Nudelgericht.
  • Der Gecko in ihrer Wohnung heißt Willi, er schreit nachts.
  • Die beiden haben schon vier Tempel besucht und sich zweimal massieren lassen.
  • Der Ventilator läuft nachts durch, die Klimaanlage war zu kalt dafür.
  • Auf ihrem Blog reiseritis.de kannst du sehen, wie sie jetzt wohnen.

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