[vc_row][vc_column][vc_column_text]„Wir haben allen Grund, zufrieden zu sein.“ Das sagt Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar (58). Mit intensiver Lobbyarbeit ist es den Hochschulen gelungen, dass der Bund jetzt dauerhaft in die Hochschulfinanzierung einsteigt. Für Fulda bedeutet das, dass rund 15 Millionen Euro jährlich weiter fließen.

Ein Text von Volker Nies

Die Hochschule Fulda ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen: Von 2008 bis jetzt hat sich die Zahl der Studenten auf aktuell 9500 verdoppelt. Keine Hochschule in Hessen wuchs stärker. Finanziert wurde das Wachstum überwiegend über den Hochschulpakt. Mit diesem Pakt verspricht der Bund, die Hochschulen mitzufinanzieren, obwohl dies in die alleinige Zuständigkeit der Länder falle.

An der Hochschule Fulda werden mittlerweile fast ein Drittel der Ausgaben über den Hochschulpakt finanziert. Darin sind die 31 Millionen Euro für den Umbau der früheren Mühle Heyl enthalten. Hier sollen 2020 der Fachbereich Pflege und Gesundheit sowie der Hochschulsport einziehen.

Schon 2005 begann der Bund, Milliarden für die Hochschulen bereitzustellen. Aber dieses Engagement übernahm der Bund nur in Fünf-Jahres-Etappen, und es war immer befristet. Die jüngste Befristung lief bis 2020. „Wenn sich der Bund jetzt nicht zu einem weiteren Engagement verpflichtet hätte, hätte die Hochschule Fulda deutlich schrumpfen müssen – das wäre sicher nicht im Sinne der Gesellschaft gewesen“, sagt Khakzar.

“Ein Meilenstein für die Hochschulen”

Die Befristung der Mittel hatte für die Hochschule auch die Folge, dass sie einen Großteil ihrer Mitarbeiter nur befristet einstellen konnte. „Jetzt haben wir Planungssicherheit. Darüber bin ich sehr erleichtert“, sagt Khakzar. Seit mehreren Jahren hatte er Politikern in Bund und Ländern erklärt, wie wichtig die Fortsetzung des Pakts für die Hochschulen und speziell für Fulda ist. Khakzar ist Sprecher der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen in der Hochschulrektorenkonferenz. Dass sich die Bildungsminister von Bund und Ländern jetzt einigten, dass der Pakt unbefristet weiterläuft, nennt Khakzar „einen Meilenstein für die Hochschulen“.

Wie viel Geld genau nach 2020 aus dem neuen Hochschulpakt nach Fulda fließt, ist noch nicht entschieden. Khakzar geht aber davon aus, dass es so viel sein wird bisher. Davon geht auch das hessischen Wissenschaftsministerium aus. Die Verteilung in Hessen muss noch zwischen dem Land und den Hochschulen verhandelt werden. Das Ministerium erklärt unserer Zeitung, für Fulda werde sich so viel nicht ändern: „Insgesamt sind keine Verwerfungen bei der Verteilung der Gesamtmittel auf die Hochschulen zu erwarten.“

Die Landesmittel sollen ab 2024 wachsen. „Ich werde oft gefragt, wann wir die 10 000-Studenten-Marke knacken“, berichtet Khakzar. „Unser Ziel ist aber nicht weiteres Mengenwachstum, sondern wir wollen unser Profil schärfen und die Forschung und den internationalen Austausch stärken.“[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]