Die Lebenshilfe startet einen Kreativwettbewerb zum Thema Teilhabe statt Ausgrenzung. Noch bis zum 30. April kannst du dich mit deinem Kunstprojekt beteiligen.

Inklusion – Der Begriff steht heute meist nur für Projekte für und mit Leute mit Handicap. Doch er meint viel mehr. Inklusion bedeutet Teilhabe, bedeutet ein Miteinander leben, soll schaffen, das Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Herkünften, körperlichen Voraussetzungen gleichberechtigt in der Gesellschaft leben können. Nicht ausgegrenzt, nicht auf dem Abstellgleis.

Wie ein Miteinander in Fulda funktionieren kann, zeigt unter anderem das gerade entstehende Projekt “antons” des antonius Netzwerk Mensch. Um selbst etwas zu tun, brauchst du sogar nicht unbedingt ein riesen Projekt starten. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe setzt sich bundesweit für Teilhabe und Inklusion ein. Beim Kreativ-Wettbewerb Ganz plastisch der Lebenshilfe, der von unserem Partner BARMER im Rahmen der Selbsthilfeförderung finanziert wird, kannst du mit deiner Kreativität punkten: Noch bis zum 30. April 2018 können Beiträge eingereicht werden.

Wie kannst du mitmachen?

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Skulpturen und Apparate, Reliefs und Installationen, kleine und große, abstrakte und konkrete Figuren aus den unterschiedlichsten Materialien sind willkommen. Ob allein oder im Team, wie du dein Projekt erstellst, ist dir überlassen. Ziel ist, vielfältige Erfahrungen mit Gleichberechtigung, Inklusion und Teilhabe sichtbar zu machen.

Die Plastiken sollen zunächst als Foto(-serie) oder kleiner Film eingereicht werden. Die Wettbewerbs-Jury Prof. Susanne Lorenz (Bildende Künstlerin und Professorin an der Universität der Künste UdK Berlin), Prof. Dr. Andreas Fröhlich (Pädagoge und Wissenschaftler, Entwickler des Konzepts der Primären Kommunikation) und Julia Krause-Harder (Künstlerin im Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt/Main) bewertet die Einsendungen. Die besten Beiträge werden bei der Preisverleihung am 28. September 2018 im Café Auster im Haus der Kulturen der Welt in Berlin gezeigt.

„Wir erwarten sehr viele Einreichungen und freuen uns schon auf jede einzelne“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, MdB und Bundesministerin a.D. „Denn die Erlebnisse und Ideen der Menschen sollen öffentlich und wortwörtlich ‚ganz plastisch‘ werden, damit wir so Teilhabe stärken und gegen Ausgrenzung vorgehen können.“

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. setzt sich seit 1958 als Selbsthilfevereinigung, Eltern- und Fachverband für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. In über 500 Orts- und Kreisvereinigungen, 16 Landesverbänden und mehr als 4.000 Einrichtungen der Lebenshilfe sind rund 130.000 Mitglieder und zirka 60.000 hauptamtliche Mitarbeiter aktiv. Die Ziele der Lebenshilfe sind umfassende Teilhabe und Inklusion sowie die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland. Mehr Informationen im Internet auf: www.lebenshilfe.de

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QuelleFoto: WunderBild/Adobe Stock
Die Autoren:

Mariana Friedrich

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Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.