Nachdem sich die IGbFD gegen tausende Konkurrenzprojekte durchgesetzt hatte und von einer prominenten Jury (u. A. Dunja Hayali, Arne Friedrich, Stefanie Graf, Verena Bentele, Raul Krauthausen) unter die letzten 100 Förderfähigen gewählt wurde, konnte sie nun auch beim Voting mit ihrem „Inklusionskompass“ überzeugen. Bei der Online-Abstimmung kamen sie unter die besten 50.

Text von Lea Marie Kläsener

Der erste Vorsitzende der IGbFD Hanns-Uwe Theele wurde vor einem dreiviertel Jahr durch Facebook auf die Google-Aktion aufmerksam und „ein alter Gedanke“ kam wieder auf. Auf der offiziellen Website der IGbFD habe er schon früher einen PDF-Flyer mit konkreten Hilfestellungen, Veranstaltungen und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung in der Region erstellt. Diese Idee sei sehr gut angekommen, aber aufgrund der Finanzen nicht umfangreich genug umsetzbar gewesen, sagt er.

Das wird sich nun dank der Fördermittel ändern. Denn für die Sieger der Google-Aktion stehen bis zu 20.000 Euro Fördergelder bereit, die nun mit abgerufen werden können. Theele selbst habe schon lange von einer barrierefreien Homepage geträumt, also einer, die für hör- und sehbehinderte Menschen einfach zugänglich ist. Die Programmierung einer Website in dieser „leichten Sprache“, die auch komplizierte Texte einfach darstellen solle, sei sehr teuer und damit sei die IGbFD auf das Fördergeld angewiesen.

In Planung seien zwei Plattformen auf der Homepage: Eine für die zwischenmenschliche Kommunikation, eine weitere als eine Art Partnerschaftsbörse. Weiterhin sollen „alle Informationen, die Menschen mit Behinderung in irgendeiner Weise berühren“ aufgewartet werden. Das betreffe neben regionalen Themen wie zum Beispiel Arbeit, Freizeit, Kindergarten, Schule, Reisen und Mobilität auch landes- oder bundesweite Bereiche wie barrierefreies Wohnen. Theele möchte im „Inklusionskompass“ auch diese Felder bedienen und die passenden Links zur Verfügung stellen.

Im August gehe die Planung in die Umsetzung über, und eine Arbeitsgruppe starte mit der Programmierung, so Theele. Diese bestehe teils aus Fachkräften der IT-Branche, teils aus ehrenamtlichen Helfern. Letztere seien dafür zuständig, eine „umfangreiche Recherche“ durchzuführen, „um alle inklusiven und barrierefreien Angebote in der Region zu ermitteln“. Theele schätzt, dass die Website Anfang 2019 online gehen kann.

Wer sich bei diesem Projekt einbringen möchte und Kenntnisse in den entsprechenden Bereichen hat, kann sich beim IGbFD per Telefon (0661-8339600) melden. Auf www.igbfd.de könnt ihr auch ein Kontaktschreiben verfassen.

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