Neue Location, neue Probleme. Die L14, jetzt L14zwo, hat in der Lindenstraße zwar eine vorübergehende Heimat gefunden. Doch für die vielen Musikinitiativen der subkulturellen Szene scheint es keinen Platzt zu geben. Kommenden Montag, 27. August, ist das Thema in der Stadtverordnetenversammlung. 

Ein Text von Constanze Gollbach

Seit dem Umzug im März ist es ruhig geworden um die L14zwo. Und das wortwörtlich, denn die vielen Musikinitiativen des subkulturellen Zentrums können in der neuen Location nicht spielen. Grund: Ein Vermieter aus dem nahen Umfeld habe sich beschwert und direkt mit der Polizei gedroht, als die Trommelgruppe gespielt hat, heißt es aus Kreisen der Bürgerinitiative. Zudem sei das Gebäude sehr schlecht isoliert. “Damit fällt auf einen Schlag ein unglaublich wichtiges Angebot für Fulda weg, und es ist sehr schwer einen Freiraum zu finden, wo all das wieder stattfinden darf”, so die BI weiter. Konkret geht es um die Konzertgruppe des Café Panama, die Trommelgruppe, Hoermahl – Kost&Konzerte, Drums of Panama, FreeImproJam sowie die elektronisch angehauchten Kollektive International Soundclash, Zirkeltraining, Schabernack und Lab 20/20. Das Problem sieht auch die Fraktion der Grünen und macht es daher am kommenden Montag (27. August) zum Thema in der Stadtverordnetenversammlung. Die Musikinitiativen haben zur Unterstützung in der Versammlung aufgerufen.

Auch das Underground hat keine neue Heimat

Ein weiteres Thema wird das Underground sein, das bisherige Zuhause des Jugendvereins Youropa. “Die ehemalige L14 in der Langebrückenstraße war Heimat vieler Initiativen, ein soziokulturelles Zentrum ganz besonderer Art”, sagt Silvia Brünnel, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen in Fulda. “Nach dem Umzug des Jugendwerkes der AWO in die Lindenstraße ist noch immer keine Lösung für das Youropa-Vereinsheim „Underground“ gefunden worden.”

Die einst in der Langebrückstraße sesshafte Szene bezieht seit knapp einem halben Jahr 480 Quadratmeter in der Lindenstraße 2. Im September soll es eine offizielle Eröffnungsfeier geben. Ob hier dann auch abends gefeiert werden kann, ist wohl fraglich wegen der Lautstärke. Da die neue Heimat eine Übergangslösung für vorerst zwei Jahre ist, bringen die Grünen am Montag auch Fragen zur geplanten neuen Location am Betriebshof in der Weimarer Straße ein. Hier möchten die Initiativen letztendlich einen konstanten Platz finden.

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