„Hilfe, er kippt um! Er bekommt keine Luft! – Hat er Asthma? Wo ist sein Spray?! Was soll ich nur tun?“ Panik und Hilflosigkeit können in einer Notsituation verheerende Folgen haben. Deshalb ist Wissen über Erste Hilfe enorm wichtig – um ruhig zu bleiben. Zehntklässler der Wigbertschule haben nun Mitte Oktober einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. 

Vier Dozenten, Sidney, Torsten, David und André, sind extra zu diesem Zweck aus unterschiedlichen Orten Deutschlands angereist. Sie alle haben eine spezielle Weiterbildung zum Ausbilder durchlaufen, was man ihrem Unterricht deutlich anmerkt. Der Kurs bestand nicht nur aus theoretischer Aufklärung, sondern auch aus praktischen Übungen, wie sich gegenseitig in die stabile Seitenlage zu bringen oder die Übung der Herz-Lungen-Wiederbelebung an einer Puppe.

Außerdem durften die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten im selbstständigen Erarbeiten und Präsentieren in einer Gruppenarbeit verbessern, in der jede Gruppe ihren Mitschülern eine Notfallsituation mit konkreten richtigen Verhaltensmaßnahmen vorgestellt hat. So denkt man beispielsweise, man handele richtig, wenn man einem Asthmatiker bei seinem Anfall sein eigenes Spray verabreicht. Tatsächlich jedoch ist es einem ohne ärztliche Anweisung untersagt und hochgefährlich, jemandem irgendwelche Medikamente zu verabreichen. Stattdessen muss man sich auskennen und kann einem Asthmatiker bei Erstickungsgefahr zum Beispiel durch den so genannten Kutschersitz helfen. Es wurde also auch darüber aufgeklärt, wann gut gemeintes Helfen unangenehme rechtliche- oder ungewollte gesundheitliche Konsequenzen haben kann.

Abgesehen von den im Alltag auftretenden Notfallsituationen wurde in diesem Kurs auch über Katastrophenschutz gesprochen. Zum einen wurde geklärt, wer für einzelne Bereiche des Katastrophenschutzes in Deutschland zuständig ist, zum anderen, was zur Vorbeugung gemacht werden kann und insbesondere, inwiefern man sich selbst vorbereiten und schützen kann. Hierzu wurde eine Checkliste für einen Notfallkoffer erstellt, den nach Aussagen der Dozentin Sidney jeder immer griffbereit haben sollte. Insgesamt gab es sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch von den Dozenten positive Rückmeldungen. So war Dozentin Sidney beeindruckt von der guten Mitarbeit und Eigeninitiative der zehnten Klassen.

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