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Drei Klaviere, drei Standorte in der Fuldaer Innenstadt – und hoffentlich viele Menschen, die auf den Instrumenten spielen werden: Das ist die Idee von „Spiel mich – so klingt Fulda“. Gestern wurde das Projekt vorgestellt.

Ein Text von Hanna Wiehe

„Musik verbindet“ – darauf setzen die Organisatoren von Stadt und City Marketing Fulda. Denn wenn ab dem 1. August drei Klaviere am Buttermarkt, in der Karlstraße und am Bahnhof stehen, sollten natürlich auch möglichst viele Menschen darauf spielen. „Wir hoffen auf tolle, vielleicht auch spontane Momente in der Stadt“, erklärte Edi Leib vom City Marketing. Ihre Fotos und Videos können die Pianisten dann im Internet unter #spielmichfulda teilen.

Die Idee zu diesem Kunstprojekt, das inzwischen in mehr als 50 Städten weltweit umgesetzt worden ist, stammt von dem Briten Luke Jerram. Der stellte erstmals im Jahr 2008 Pianos in Birmingham auf – mehr als 1700 Klaviere folgten überall auf der Welt.

Musik verbindet – immer und überall

Nun ist auch Fulda dabei. Die Klaviere sind täglich in der Zeit zwischen 11 und 20 Uhr frei zugänglich zum Bespielen. „Klavierpaten kümmern sich um die Instrumente“, sagte Leib. Gespendet hat zwei der Instrumente das Musikhaus Mollenhauer. „Ich war von der Aktion sofort begeistert“, sagte Geschäftsführer Manfred Wiegand. Das dritte Instrument wurde von einer Musikpianistin aus Düsseldorf gespendet – zwei Mitarbeiter der Spedition Zufall brachten das Klavier an einem Samstag nach Fulda.

Auch die Sparkasse Fulda unterstützt das Projekt: Richard Hartwig, Mitglied im Vorstandsstab, erinnerte sich an ein Video vom Taksim-Platz in Istanbul und an einen Pianisten, der nur mit seiner Musik die Stimmung unter Demonstranten und Polizisten bei den Protesten 2013 veränderte. Auch für die Fuldaer Innenstadt hoffen die Organisatoren auf die Musik als verbindendes Element: „Musik ist etwas, das unglaublich viele Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenführt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) gestern. Die Aktion sei ein schönes Beispiel dafür, dass es nicht immer die großen Events seien, die Atmosphäre verbreiteten.

Nach der Aktion kommt ein Klavier ins Antons

Damit die Klaviere nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch für die Augen sind, hatte das City Marketing im März einen Wettbewerb zur Gestaltung der Pianos ausgelobt. 20 Entwürfe waren eingegangen. Eine Jury, in der unter anderem Musicalproduzent Peter Scholz saß, wählte die drei besten aus: Die Klaviergestalter sind Christiane Hartmann mit Schülerinnen ihres Kindermalkurses, Auszubildende der Stadt Fulda und die Künzellerin Ulrike Siuda mit ihrer Familie.

In den Räumen des Kinder- und Jugendclubs Münsterfeld werden die Instrumente nun gestaltet. Drei Schülerinnen dürfen darüber hinaus die aus Sperrholz ausgesägte Silhouette einer Sängerin gestalten, die neben einem Klavier auf- gestellt wird. Was mit den Klavieren nach der Aktion, die vier Wochen dauern soll, passiert, ist noch nicht ganz klar. „Eines wird im ,antons‘ in Fulda aufgestellt“, berichtete Edi Leib. Ein Mitarbeiter engagiert sich als Klavierpate und hat sich gewünscht, eines der Instrumente dort zu haben. Gestern bereits wurden Organisatoren und Pressevertreter eingestimmt: Neben Peter Scholz und Richard Hartwig setzte sich unter anderem auch der OB ans Klavier.

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