Auf der musikalischen Landkarte des Hünfelder Altkreises findet Rock schon seit geraumer Zeit nicht mehr statt. Oliver Vogt (51) und Mirko Heiß (25) wollen das ändern – unter dem Namen „Rhön Rock Events“ plant das Duo zunächst einen Band-Contest im Hünfelder Lokschuppen und will kurzfristig auch ein zweitägiges Open-Air-Festival etablieren.

Ein Text von Johannes Götze

Foto: Carlos Müller, Oliver Vogt, Mirko Heiß, Rhön Rock Events
Mirko Heiß und Oliver Vogt gründen “Rhön Rock Events”

„Hünfeld ist Ödland in Sachen Livemusik“, beschreibt Vogt den Stein des Anstoßes und begann im vergangenen August gemeinsam mit Heiß intensives Brainstorming, um Ideen zu kreieren, dieser Entwicklung entgegenzutreten. Erste Idee ist ein Band-Contest für regionale Gruppen, dem Sieger winkt dabei gar ein Auftritt bei einem längst etablierten internationalen Festival. Stattfinden wird dies am 18. März im Hünfelder Lokschuppen. Auch für ein zweitägiges Open-Air laufen die Planungen auf Hochtouren, wobei auch da das Line-Up zu mindestens 60 Prozent für Bands der Region reserviert sein soll.

Vogt und Heiß kennen sich schon Jahre und spätestens nach gemeinsamen Urlauben mit dem rockaffinen Stammtisch war klar, dass sie gemeinsam etwas machen wollen. „Wir ticken gleich – das ist nicht nur in Sachen Musik so“, sagt Heiß, der als „Hobbygastronom“ einer der Betreiber der Chickeria in Hünfelds Innenstadt ist – ebenfalls ein Ort der Rockmusik, allerdings vom Band. Vogt entstammt noch einer anderen Generation und war spätestens nach seinem ersten Konzertbesuch 1979 Feuer und Flamme für Livemusik. Auf den Lindenberg-Gig in Bebra folgten „gefühlte tausend Konzerte“, ob Queen, die Stones oder ACDC – Vogt hat alle Größen live gesehen.

Was machen, nicht nur reden

Dass „Rhön Rock Events“ kein Schnellschuss ist, wird schon daran deutlich, dass beide bereits eine GbR gegründet haben und beispielsweise mit Norbert „Mini“ Geier, dem Macher des Herzberg-Festivals, ein intensiver Austausch stattgefunden hat. „Zu allererst ist es so, dass man was macht und nicht nur redet. Und unser Ziel ist es, die ganze Sache nachhaltig zu etablieren“, sagt das Duo unisono. Auch mit Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk fand bereits ein Austausch statt, der grundsätzlich von den Ideen angetan sei und seine Unterstützung anböte. Ein wichtiger Schritt für eine rockige Zukunft im Hünfelder Land.

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