Diesen Freitag, 25. Januar, rocken One Step Closer die Alte Piesel in Dirlos. Wer die sind? Eine der wenigen Linkin-Park-Tribute-Band Europas in Originalbesetzung. 100 Minuten bringen sie die komplette Bandbreite des Originals auf die Bühne. Dass es nicht einfach ist, einer so vielseitigen Band wie Linkin Park möglichst nahezukommen, erzählt Bassist und Wegbereiter der Band Michael Nötscher im Interview. Seit zwei Jahren gibt es sie – und sie seien alle völlig überwältigt von dem Feedback, das sie bisher bekommen.

Ein Interview von Tom Münker


Euch gibt es noch nicht sehr lange. Warum habt ihr vor zwei Jahren angefangen, zusammen Musik zu machen?

Die Mitglieder unserer Gruppe sind alle erfahrene Musiker, die schon weit über zehn Jahre in diversen Bands unterwegs sind. One Step Closer (OSC) als Projekt gibt es seit ungefähr einem Jahr, wenn man von der ersten ernsthaften Probe ausgeht. Die ersten Gedanken und die anschließend geführten Gespräche über die Gründung einer Linkin-Park-Tribute-Band waren allerdings schon vor zwei Jahren. Man sieht, wie viel Vorlauf und Planung es benötigt, bis die Band letztendlich fertig auf der Bühne steht.

Die musikalischen Stile waren bei Linkin Park ja sehr vielseitig – wie findet man dafür die richtige Besetzung?

Ja, das war nicht leicht. Daher mussten einige Gespräche geführt werden. Mir war das ein oder andere Gesicht schon bekannt, aber teilweise kannten wir uns auch gar nicht. In Meetings haben wir unsere Vorstellungen ausgetauscht und irgendwann hat sich alles ergeben. Es war uns wichtig, das OSC annähernd den Sound produzieren kann, den der Zuhörer von Linkin Park gewöhnt ist. Die Band hat ja eine ganze Generation geprägt. Dafür braucht es Musiker, die entsprechende Fähigkeiten besitzen. Interessant ist vielleicht auch für unsere Konzertbesucher, dass wir unseres Wissens nach in ganz Europa die einzige Linkin-Park-Tribute-Band sind, die exakt die identische Besetzung wie auch das Original hat. Wir sind eine Band von Linkin-Park-Fans für Linkin-Park-Fans.

One Step Closer, Linkin Park, Alte Piesel
Von links: Stefan Peil (Drums), Atty Mezcal (DJ & Sounddesign), Johannes Schönlein (Guitar), Steffen Brunner (Gesang), Marco Guadalupe Mercado (Rap), Michael Nötscher (Bass)

Zumindest deutschlandweit findet man kaum etwas Vergleichbares. Woran könnte es liegen, dass sich außer euch kaum wer an die Musik von Linkin Park traut?

Da können wir selbst nur spekulieren. Unserer Vermutung nach liegt es an dem Anspruch, den das Erbe von Linkin Park mit sich bringt. Die Musikrichtungen Rock, Pop, Rap, Heavy Metal und Electro zu kombinieren, ist sehr speziell. Auch ein Grund, warum die Bandbesetzung sich nicht einfach gestaltete.

Ihr wollt maximal 15 Gigs im Jahr spielen. Warum nicht mehr?

Hauptsächlich liegt es an der Zeit. Jeder von uns ist zusätzlich noch in anderen Bands aktiv. Wir haben uns bewusst dazu entscheiden, um wirklich nur Highlights zu spielen.

Macht ihr auch eigene Songs?

Wir haben tatsächlich ein Special-Programm, bei dem wir uns selbst verwirklichen. Allerdings sind das im Zusammenhang mit OSC nur kleine Parts. Uns geht es nur darum, eine Linkin-Park-Show auf die Bühne zu bringen und nicht unsere eigene Musik zu performen. Wir möchten darüber hinaus dem Erbe von Frontmann Chester Bennington Tribut zollen.

Wie war das Feedback zu euren Auftritten bisher?

Wir sind völlig überwältigt von der Resonanz und von allem, was rund um OSC seit unserem ersten Gig passiert ist. Unsere kühnsten Träume und Ziele wurden deutlich übertroffen. Wenn uns das jemand nach den ersten Proben vor einem Jahr erzählt hätte – wir hätten ihn alle ausgelacht.

Was erwartet uns in der Alten Piesel?

Richtig Stimmung. Und Nu-Metal-Sound á la Linkin Park. Wir haben Spaß auf der Bühne, und den werden die Leute auch vor der Bühne haben. Bei uns gehört es fast schon zum guten Ton, wenn im zweiten oder dritten Song der erste Stagediver von der Bühne springt. Alles das, was die Menschen auf original Linkin-Park-Konzerten erlebt haben, können sie auch bei uns erleben – nur eben eine Nummer kleiner.

Wart ihr schon mal hier in der Gegend?

In der Nähe von Fulda sind wir tatsächlich das erste Mal. Im November waren wir in der rappelvollen Batschkapp in Frankfurt zu Gast. Hessen stand also schon auf unserem Tourplan.

Wie geht es weiter? Wo kann man euch spielen sehen?

Wir werden anschließend Gigs in Niedersachsen, Thüringen und NRW spielen. Im Juli sind wir wieder in Hessen, genauer gesagt am 13. Juli auf dem Haune-Rock Festival 2019 in Odensachsen als Abschluss-Act der Late Night Show.

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