Der Countdown läuft. In ein paar Stunden starten die Fuldaer Wiesn auf dem Messegelände. Startschuss ist um 18:30 Uhr. Die Kollegen der FZ werden mit einem Livestream vor Ort sein. Wir haben uns das Wiesn-Paar Nathalie und Stefan vorweg für ein Interview ausgeliehen.

Bereut ihr die Entscheidung, Wiesn-Paar geworden zu sein, jetzt schon?

Stefan: Wir haben nicht gedacht, dass das so hohe Wellen schlägt. Jedes Wochenende und auch dazwischen. Man geht einmal durch die Stadt und wird sofort angeguckt. „Ah das Wiesn-Paar, endlich mal in 3D. Darf man das auch mal anfassen?“

Nathalie: Mit dem Zuspruch hätten wir nicht gerechnet, aber wir bereuen es auf keinen Fall. Man lernt neue Leute kennen, auf Leute zuzugehen. Sich mit denen zu unterhalten, auch mit Menschen, die man vorher noch nie gesehen hat, ist schon cool.

Wann stand für euch fest, dass ihr Wiesn-Paar werden wollt?

Nathalie: Eigentlich bin ich durch die Beilage in der Zeitung darauf aufmerksam geworden. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, uns da anzumelden, und Stefan hat dann nur gemeint: „Ja ja, mach mal.“ Letztes Jahr war es schon so, dass Stefans Mutter gesagt hat: „Komm bewerbt euch mal, ihr seid doch perfekt dafür.“ Und dieses Jahr haben wir es dann wahr gemacht.

Inwieweit war euch vorher klar, dass es so einen großen Medienrummel gibt?

Nathalie: Das war am Anfang ganz komisch als herauskam, dass wir das Wiesn-Paar sind. Eine Woche später ist man durch Fulda gelaufen und hat gedacht „Gucken die einen an, oder bildet man sich das ein?“ Viele erkennen uns schon, trauen sich aber nicht, was zu sagen.

Wie liefen die Vorbereitungen vorher ab?

Nathalie: Das Wichtigste am Anfang war das Einkleiden. Da waren wir mit Stefan bei Kümpel, hatten etliche Termine bis alles gepasst hat. Ich bin dann immer nach der Arbeit zum Atelier Frank und hab Maße abgenommen bekommen. Ich hatte zwei bis drei Termine in der Woche, und innerhalb von drei Wochen war das Dirndl fertig. Das ging alles Schlag auf Schlag. Die öffentlichen Termine mit unseren Outfits kamen noch dazu und das seit August jedes Wochenende.

Stefan: Vor allem die letzten Wochenenden hat man in Fulda gemerkt, dass jedes Wochenende was war. Künzeller Weinfest, Fuldaer Weinfest, in Hilders waren wir, auch in Bimbach. Da ist man permanent dabei.

Wann war das erste Mal, dass ihr auf den Wiesn oder einem Oktoberfest wart?

Stefan: Als Paar waren wir das erste Mal auf den Cannstatter Wasen. Das ist aber schon lange her.

Was war bis jetzt das beste Erlebnis als Wiesn-Paar?

Stefan: Das Fotoshooting im Schloss Fasanerie fand ich sehr schön.

Nathalie: Und auch die Kulmbacher Bierwoche, das war auch was ganz Besonderes als wir dort hingefahren sind und mit dem Festzug am Sonntag laufen konnten.

Jede Menge Besoffene, laute Musik – will man das wirklich?

Nathalie: Ich habe nur Angst um mein Dirndl. (lacht)

Wie bereitet ihr euch auf das Partywochenende vor? Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man das überlebt?

Stefan: Gut Vortrinken. Hoffen, dass die Lederhose noch passt.

Nathalie: Wir üben schon fleißig das Tanzen für den Eröffnungstanz. Ansonsten: Einfach das Wochenende genießen, wenn mal was schief geht, nicht zu ernst nehmen.

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