Jede Woche suchen wir nach heißem Scheiß in der Kulturszene – diese Woche hat es der Rapper Rockstah mit seinem unangepassten Album “Cobblepot” geschafft. 

Ein Text von Peter Frankenbach

Rockstah, auch bekannt unter „der Prinz von Hessen“, ist ein Rapper aus dem Landkreis Offenbach, dessen neues Album „Cobblepot“ lange auf sich warten ließ. 5 Jahre hat er kein Album rausgebracht. Dann aber, ein düsterer Tag. Es war der 26. Oktober. Die Sonne schien mal wieder abhandengekommen zu sein, als ich eine gesperrte Hauptstraße entlanglief und wehmütig den Himmel hinaufschaute. Also Kopfhörer in die Ohren und Youtube Music öffnen.

Da war es – „Cobblepot“ – das neue Album von Rockstah. Meine Laune, die durch das miese Wetter nicht gerade von Hochgefühlen geprägt war, änderte sich schlagartig. Der Tag war immer noch grau, aber das Intro, eine dystopisch-futuristische Erzählung, gelesen von Indie-Rock-Sänger Max Richard Leßmann, verwandelte das in etwas Besonderes. In eine Schattenwelt wie aus einer anderen Dimension. Die Stadt wurde zu einem kleinen Gotham. Rockstah spricht in seinem neuen Album von verflossener Liebe, von sich in der Rolle des Antihelden, davon, dass er sich für niemanden verbiegt und es ihm egal ist, was andere über ihn und seine Musik denken. Das Album prägt insgesamt ein ziemlich düsterer Sound und eine dicke Portion Tiefgang – oder wie er selbst sagt: „Ein Album, verpackt in dunkle Synthis und poppigem Hass.“

Zudem ist das Album voll mit popkulturellen Anspielungen. Also wer ein Sci-Fi- oder Fantasy-Fan ist und sich ein bisschen mit Games, Comics, Filmen und Serien auskennt, wird in „Cobblepot“ einiges wiederfinden. In meinen Ohren ist das ein sehr gelungenes Album, woran man sich einfach nicht satthören kann. Richtig heißer Scheiß!

„Eine Welt ohne die Musik von Rockstah, ist eben eine schlechte Welt”, wie Rockstah schon mal sagte.

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