Castlevania, Netflix

Die Finsternis überzieht die Walachei, Dämonen machen sich breit, Städte sind in Blut getränkt – die zweite Staffel des Netflix-Anime “Castlevania” ist richtig heißer Scheiß.

Die Kirche verbrennt Draculas Frau auf dem Scheiterhaufen, weil sie als Hexe gebrandmarkt ist. Der finstere Herrscher ist danach durchsetzt von Rachegelüsten – ein Jahr gibt er den Menschen, die Walachei zu verlassen. Doch diese ignorieren die Warnung. Dann fällt seine Dämonenarmee über die Dörfer her. Soweit die Story der kurzweiligen ersten Staffel von “Castlevania”, die wir bereits rezensiert hatten.

Die zweite Staffel der Netflix-Serie ist mit acht Folgen doppelt so lang. Der Horror, den die Wesen der Finsternis über die Menschen bringen, geht nahtlos weiter. Dracula möchte ausnahmslos alle ausrotten und mobilisiert dazu dunkle Fürsten, aber auch zwei Menschen, die sich auf seine Seite geschlagen haben. Trevor Belmont ist vorerst der einzige, der sich ihnen in den Weg stellt. Abstammend aus einem Familiengeschlecht, das seit Jahrhunderten das Böse und Vampire bekämpft, tut er sich mit dem Halbvampir und Sohn Draculas, Alucard, sowie der Zauberin Sypha Belnades zusammen, um Dracula aufzuhalten. Denn Alucard meint, seine Mutter hätte dieses Blutvergießen nie gewollt.

Ein Muss für Anime-Fans

Doch das geht natürlich weiter – und es ist klasse in Szene gesetzt. Die Kampfszenen lassen an Action, Einfallsreichtum und Blut nichts zu wünschen übrig, die Dämonen sind – wenn auch animiert – extrem fies und beängstigend, und das Schloss Draculas, das er an jeden beliebigen Ort teleportieren kann, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Der Kampf endet – wie könnte es auch anders sein – in einem fulminanten Battle zwischen Vater und Sohn. Die Story ist nicht schlecht, verlangt einem aber auch nicht gerade viel ab. Dennoch ist “Castlevania” alles in allem ein Anime der etwas anderen Sorte, den sich Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten. Heißer Scheiß.

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Die Autoren:

Daniel Beise

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Nachrichtenjunkie bei move36 mit Vorliebe für spitzzüngige Kolumnen.