Nach der nuklearen Apokalypse muss es nicht nur grau-braun aussehen wie in der “Fallout”- oder “Metro”-Reihe. “Far Cry New Dawn” zeigt, dass es statt eines grauen Ödlands auch blühende bunte Landschaften geben kann – unser heißer Scheiß der Woche.

Die “Far Cry”-Reihe hat Spieler schon in einige Szenarien entführt. Afrikanische Steppe, Tropeninseln, Himalaya, mitten in die Vereinigten Staaten, aber auch ins Jahr 10.000 v. Chr. oder ein von 80er-Jahre-Filmen inspiriertes Sci-Fi Setting.

In “New Dawn” geht es nun in eine Welt, 17 Jahre nachdem die Erde von Atombomben verwüstet wurde. Ohne die Menschheit, die sich derweil in Bunkern geschützt hat, eroberte sich die Natur die Welt zurück, überall blüht es bunt, teilweise mutierte Tiere streifen durch das Land.

Für die Vorgeschichte sind kleine Spoiler zu “Far Cry 5” nötig, wer das noch ohne Vorwissen spielen möchte, überspringt den Abschnitt. Am Ende von Teil 5 verhaftet man Joseph Seed, den Anführer einer Sekte. Im gleichen Moment detonieren überall Atombomben, mit Mühe rettet man sich in einen nahegelegenen Bunker. “New Dawn” spielt nun 17 Jahre später in der gleichen Region, Wiedersehen mit alten Freunden und das Wiedererkennen von markanten Punkten in der Welt sind tolle Momente im Spielverlauf. Unbedingt kennen muss man den Vorgänger aber nicht.

Das County, in dem “New Dawn” spielt, wird von den sogenannten Highwaymen terrorisiert, angeführt von den genauso brutalen wie wahnsinnigen Zwillingsschwestern Lou und Mickey. Aufgabe des Spielers ist es, das County zu befreien und den Bewohnern zu einem friedlichen Leben zu verhelfen.

Neues und altes Gameplay

Spielerisch hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert. Verbündete befreien, Lager erobern und dabei Gegner mit verschiedenen Waffen erledigen. Allerdings hat nun ein Rollenspielsystem Einzug gehalten. Waffen und Gegner haben Level, heißt mit der Pistole vom Anfang hat man gegen einen Elitegegner keine Chance. Diese starken Gegner tauchen aber erst später auf, die Gefahr, mit schlechter Ausrüstung auf eine Übermacht zu treffen, ist gering. Bis man auf diese Gegner trifft, ist man selbst auch besser ausgerüstet.

Fortschritt in der Geschichte erreicht man, indem man seine Heimatbasis aufrüstet. Mit höherem Level kann man bessere Waffen craften, bessere Fahrzeuge nutzen und Ähnliches.

Die Welt zu erkunden, macht “Far Cry”-typisch viel Laune, neue Expeditionen in andere Gebiete der USA bringen frischen Wind in den Spielverlauf, und das Setting ist mal etwas Neues für die Reihe.

“Far Cry New Dawn” für PC, PS4 und XBox One ist seit dem 15.02.2019 für 44,95 Euro (UVP) erhältlich.

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