Noch 2019 soll die von Netflix produzierte Serie „The Witcher“ erscheinen. Inhaltlich wird sich die Serie stark an den Buchvorlage „Der letzte Wunsch“ und den weiteren Romanen von Andrzej Sapkowski orientieren, verriet Schauspieler Henry Cavill, der die Hauptfigur der Serie spielen wird. Wer also auf Gewalt, Monster, interessante Charaktere steht und seinen Freunden die Serie spoilern möchte, ist mit diesem Buch super beraten. Unser heißer Scheiß der Woche.

Von Nazim Balci

Eines vorweg: „Der letzte Wunsch“ ist kein gewöhnlicher Roman, der eine Geschichte von vorne bis hinten durcherzählt, sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten, die nur lose miteinander verknüpft sind. Der Protagonist Geralt von Riva ist kurz gesagt ein schwertschwingender Kammerjäger, die allgemein als „Hexer“ bekannt sind. Er verdient sein Geld mit dem Jagen und Töten von grausamen Kreaturen. Auch einfache Art von Magie beherrscht Geralt. So kann er beispielsweise Feuer ohne Hilfe entzünden oder die Gedanken seiner Mitmenschen beeinflussen.

Fantasy vom Allerfeinsten

Allerdings bringt ihm seine Arbeit keinerlei Anerkennung oder Dankbarkeit seiner Auftraggeber ein, diese sehen ihn nur als ein Werkzeug an, der die Drecksarbeit erledigt. Schlecht geht es ihm mit seiner Berufung nicht, denn die Bewohner des namenlosen Kontinents brauchen dringend Hilfe bei der Beseitigung von Vampiren, Greifen, Dämonen und weiteren Wesen. Die Geschichten der Kreaturen weisen dabei eine verblüffende Ähnlichkeit mit diversen Märchen auf, die gnadenlos aufs Korn genommen werden – Rotkäppchen lässt grüßen!

Während Geralt nur versucht seiner Arbeit nachzugehen, versuchen Könige, Soldaten, Adlige und selbst einfache Bauern ihn für ihre eigenen Pläne auszunutzen. Beispielsweise will eine Königin ihn darauf ansetzen, den Verlobten ihrer Tochter umzubringen, damit sie einen neuen, politisch mächtigeren Mann für sie finden kann. Aber durch diese Geschichte lernt Geralt einer der wichtigsten Figuren der späteren Romanreihe kennen.

Fazit: Das Buch hält dich sehr gut bei der Stange, was zum einen an dem schnellen und direkten Schreibstil und zum anderen an viel Humor und einer grotesken Fantasy-Welt liegt. Dadurch formt sich langsam ein Bild im Kopf, was sich tief in die Gedanken brennt und einen auch nicht so schnell wieder loslässt.

 

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