Du hast bestimmt irgendwo in deiner Wohnung ein paar Bilder, oder? Stell dir mal vor, die werden lebendig. Und nachts bringen sie dich heimtückisch um. In “Die Kunst des toten Mannes”, unserem heißen Scheiß, mordet die Kunst tatsächlich. Sie tötet aber nur ganz bestimmte Menschen.

Die Kunstszene in Los Angeles ist zutiefst verdorben, von ausufernder Profitgier zersetzt. Alles dreht sich um das nächste große Geschäft. Kohle machen ohne Skrupel. Das bleibt nicht ungesühnt. Der Thriller “Die Kunst des toten Mannes” kritisiert das auf brutale Weise.

Für Josephina läufts nicht rund. Ihre Karriere als Kunst-Agentin geht steil bergab, noch bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Gerade als es kaum schlechter laufen könnte, landet sie einen Glücksfund. Ihr Nachbar, ein gnadenlos begabter aber völlig unbekannter Künstler, stirbt. Sein letzter Wille ist die Vernichtung seiner Kunstwerke. Josephina weiß das. Und sie ignoriert es.

Todesursache: Profitgier

Sie stiehlt hunderte Bilder, bringt sie zusammen mit ihrer Chefin Rhodora auf den Markt und fährt riesige Gewinne ein. Kunstkritiker Morf, gespielt von Jake Gillenhaal, mischt ebenfalls mit. Er erkennt als einziger, dass der Wunsch des unbekannten Künstlers wohl besser in Erfüllung gegangen wäre. Denn seine Kunstwerke beginnen jene zu morden, die sich an ihnen bereichern wollen. Josephina, anfangs eine mitleiderregende Person, wandelt sich zum profitgeilen Machtmenschen. Das macht sie zum potenziellen Opfer auf der Todesliste der Kunstwerke.

Zugegeben, originell ist die Story nicht, kratzt auch nur an der Oberfläche der vermeintlich verdorbenen Kunstszene. Die Botschaft allerdings ist klar. Die Gier nach Reichtum zahlt sich nicht aus. Wenn du dir selbst ein Bild von der “Kunst des toten Mannes” machen willst, kannst du das auf Netflix.

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