Sie schneidet einem Mann den Penis ab. Wird vergewaltigt. Hat noch vor ihrer ersten Regel Sex. Abe Sada war eine Geisha und lebte im Japan der 20er und 30er. Ihre Geschichte erzählt der Manga “Abe Sada”, der heiße Scheiß der Woche.

Abe Sada ist bemitleidenswert. Noch vor ihrer ersten Regelblutung hat sie Sex, wird süchtig danach. Wird zur Geisha, zur Hure. Fängt sich die Syphilis ein. Einen der Männer, mit dem sie schlief, erwürgt sie versehentlich beim Sex, schneidet ihm dann den Penis und die Hoden ab. Trägt sie ab dann immer bei sich in – ihrer Handtasche. Das Traurige ist: Abe Sada ist keine fiktive Figur aus der Feder von Kazuo Kamimura. Nein, sie lebte wirklich – im Japan der 1920/30er. Der gleichnamige Carlsen-Manga erzählt ihre Geschichte.

Eine zutiefst verdorbene Gesellschaft

Mangaka Kazuo Kamimura verzichtet auf Details, übergroße Augen, wählt einen realistischen Zeichenstil. Nichts soll von der Protagonistin Sada ablenken. Nur ihr Leben steht im Vordergrund. In Band 1 erfährst, du wie die jüngste Tochter der Abe-Familie ihr Hobby zum Beruf macht und Prostituierte wird. Kamimura zeichnet das Bild einer verdorbenen Gesellschaft, das Bild einer Frau, die nichts mit ihrem Leben anzufangen weiß. Sada ist zutiefst gelangweilt.

Ihr Vater drängt sie dazu, eine Geisha zu werden. Seitdem ist sie ständig auf der Flucht. Flieht vom einen Bordell ins nächste, in der Hoffnung, dass das Leben dort angenehmer ist. Sie flieht vor ihrem Onkel und ihrer Tante, die sie ausnutzen. Sie flieht vor der Syphilis.

Und jetzt? Wohin geht ihre Reise? Wie konnte es dazu kommen, dass sie jemanden entmannt? Wird sie dafür bestraft? Wenn du Band 1 gelesen hast, willst du wissen, wie Sadas Geschichte weitergeht. Aber du musst dich gedulden. Die Fortsetzung erscheint erst im Februar 2019.

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QuelleBild: Carlsen Manga

Toni Spangenberg

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move36-Redakteur mit einem Faible für die Anime- und Mangaszene. Er nimmt Themen rund um Karriere und Politik in den Blick.