Ein weiterer Schritt gegen den Wohnungsmangel für Studenten: Im Galgengraben-Quartier an der Graf-Spee-Straße ist ein Wohnheim des Studentenwerks Gießen entstanden, für das sich Studierende ab sofort bewerben können. Allerdings stößt ein zweites geplantes Wohnheim auf Ablehnung bei der Bürgerinitiative “grün hoch drei – leben in fulda”, da sie die Grünanlage rund um den Galgengraben in Gefahr sehen.

Ein Text von Leoni Rehnert

Noch ist die Liegenschaft noch nicht ganz fertig. Doch das Studentenwerk geht bereits in die Vermietung des jüngsten Studentenwohnheimes der Hochschule Fulda. Das Haus liegt in der Graf-Spee-Straße 23, etwa 250 Meter vom Hochschulcampus entfernt.

Besonderes Lob für die Lage

In dem viergeschossigen Gebäude werden 68 Studierende wohnen können. “Die möblierten Einzelapartments sind über großzügige und helle Flure zu erreichen”, wirbt das Studentenwerk. Alle Zimmer haben bodentiefe Fenster und elektrisch betriebene Rollläden. Vier Apartments seien behindertenfreundlich eingerichtet. Zudem eigneten sich zwei als Zweier-Wohngemeinschaft. Für Pkws und Fahrräder gebe es eine Tiefgarage und Außenstellplätze.

“Wir freuen uns sehr, dass wir unser Wohnraumangebot für Studierende in Fulda mit dem neuen Wohnheim weiter erhöhen können”, betont Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks, das neben Fulda auch für Gießen, Friedberg, Wetzlar zuständig ist. Besonderes Lob gilt der Lage: “Das neue Studentenwohnheim befindet sich in direkter Nähe zum Hochschulcampus und liegt mitten im Grünen abseits der Leipziger Straße. Von dort sind der Bahnhof und die Innenstadt auch schnell erreicht, also perfekte Lebensbedingungen für die Studierenden der Hochschule Fulda.”

Der Verkauf der Grünanlage sorgt für Zoff

Ein weiteres Wohnheim mit 80 Plätzen soll direkt nebenan entstehen. Dagegen formiert sich allerdings massiver Widerstand der Bürgerinitiative “grün hoch drei – leben in fulda”, da sie die Grünanlage rund um den Galgengraben in Gefahr sehen.

Noch bis zum 10. Februar liegt der sogenannte vorhabenbezogene Bebauungsplan zur Einsicht aus. “Dann soll, mit ausdrücklicher Zustimmung des Oberbürgermeisters, neben der bereits gemäß Bebauungsplan voll bebauten Fläche auf dem ehemaligen Ulrichgelände auch ein mehr als 1000 Quadratmeter großer Teil des öffentlichen Parks am Galgengraben verkauft und bebaut werden. Eine Oase, die bisher Erholungssuchenden und der Pflanzen- und Tierwelt zur Verfügung steht”, schreibt die BI, die den Verkauf ablehnt.

Die Bürgerinitiative möchte den Verkauf verhindern

Die Bürgerinitiative hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Bauvorhaben zu verhindern. Im Vergleich zu den Planungen des Bauprojektes im Jahr 2013 – die damals scheiterten – würden nun 300 Quadratmeter mehr Grundstücksfläche versiegelt, schreibt die BI. “Die öffentliche grüne Lunge des von der Leipziger Straße und der B27 belasteten Nordends muss für alle Bürgerinnen und Bürger erhalten werden”, fordern die organisierten Bürger, die sich weitere Unterstützer für ihre Sache wünschen.

Infos gibt’s bei der Wohnheimverwaltung des Studentenwerks Gießen unter 0641 40 00 83 06. Außerdem kannst du online einen Wohnheimantrag stellen.

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