Ein Medizinstudium in Fulda? Das wird schon bald Realität werden. Die Pilotphase startet im kommenden Wintersemester mit 40 Studierenden.

Die Tinte ist trocken. Am Dienstagmittag wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im Fuldaer Stadtschloss die Absichtserklärung für mehr Vollstudienplätze im Bereich der Humanmedizin unterzeichnet. Sie soll die Grundlage für die vollständige Umwandlung so genannter Teilstudienplätze in Vollstudienplätze bilden.

„Die feierliche Unterzeichnung der Absichtserklärung ist nicht nur ein guter Tag für Marburg und Fulda, sondern für ganz Hessen. Wir versprechen uns hiervon einen Beitrag dahingehend, dass angehende Ärzte nach Möglichkeit dauerhaft in Hessen verbleiben und sich auch in vorwiegend ländlich geprägten Regionen niederlassen,“ so Minister Boris Rhein.

Aktuell werden Medizinstudenten mit Teilzeitstudienplätzen, nachdem sie den ersten Studienabschnitt (früher Physikum) erfolgreich bestanden haben, automatisch exmatrikuliert. „Für einen Studienplatz im klinischen Studienabschnitt müssen sich die Studierenden dann in ganz Deutschland bewerben, oder ihr Studium im Ausland fortsetzen“, ergänzte der Minister.

Für viele Studenten ist diese unsichere Zukunft grade im ersten Fachsemester eine große Hürde. „Die Teilstudienplätze sind ein Thema, das uns schon lange bedrückt. Durch den Ausbau wollen wir allen Studierenden versichern, dass sie auch ihre Approbation in Hessen erwerben können“, hob Prof. Dr. Katharina Krause hervor.

Kooperation mit Klinikum Fulda macht’s möglich

Feste Teilstudienplätze im Studiengang Humanmedizin gibt es in Hessen derzeit nur in Marburg. Diese sollen nun in Kooperation mit dem Klinikum Fulda in Vollstudienplätze umgewandelt werden. Die Pilotphase startet im kommenden Wintersemester mit 40 Studierenden. Im Wintersemester 2019/2020 sollen es schon 80 Studienplätze sein, im darauffolgenden dann 185.

Die Hochschule Fulda will sich nun als weiterer Partner an der Kooperation beteiligen. „Wir haben an der Hochschule zwar keinen Fachbereich Medizin, aber einen großen Bereich Pflege und Gesundheit, der eng mit dem Medizinfachbereich verbunden ist“, führte Prof. Dr. Karim Khakzar weiter aus. Neben der Unterstützung in Lehre und Forschung kann die Hochschule die Weiterstudierenden mit Infrastruktur versorgen und durch die Unterbringung und Bereitstellung von Lehrräumen auf dem Campus ihren Beitrag leisten.

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