Es geht in die nächste Runde: Zum dritten Mal waren Fuldaer Azubis aufgerufen, im Rahmen des Projektes „Energie-Scouts“ Energiesparideen für ihre Unternehmen zu entwickeln. In der RhönEnergie wurden die drei Siegerteams gekürt, die auch im Sommer beim Bundesausscheid in Berlin teilnehmen dürfen. Gewonnen haben die Azubis aus den Unternehmen Franz Carl Nüdeling Basaltwerke GmbH, Milupa (1. Lehrjahr) und des Magistrates der Stadt Fulda.

Ein Text von Veronika Block

Wie können Azubis dazu beitragen, dass ihr Ausbildungsunternehmen Energie spart? Das Projekt “Energie-Scouts” stellt genau diese Frage und ruft Ausbilder und ihre Schützlinge auf, gemeinsam Ideen zu entwickeln. In Fulda waren in diesem Jahr neun Unternehmen dabei, 23 Azubis stellten in dieser Woche im Infozentrum der RhönEnergie ihre Ideen vor, wie ihre Unternehmen Energie und dadurch Geld sparen können.

„Als Experten für Energie ist es uns ein Anliegen, Wege aufzuzeigen, wie sich Energie sparsam einsetzen lässt”, erklärte Martin Heun, Sprecher der RhönEnergie Fulda. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren haben auch in diesem Jahr die RhönEnergie und die IHK das Projekt nach Fulda geholt.

Würden alle neun Vorschläge umgesetzt, ließen sich insgesamt rund 443 Tonnen CO2, 611.000 Kilowattstunden Energie und 8.600 Kubikmeter Frischwasser einsparen. „Alle Teams hatten so gute Ideen, dass sie alle mit nach Berlin fahren könnten“, meinte Martin Räth von der IHK.

Jedoch können nur drei Gruppen tatsächlich zum Bundesausscheid nach Berlin fahren, also musste sich die Jury entscheiden. Gewonnen haben die Azubis aus den Unternehmen Franz Carl Nüdeling Basaltwerke GmbH, Milupa (1. Lehrjahr) und des Magistrates der Stadt Fulda.

Das Projekt der Firma Milupa wurde von den Azubis des ersten Lehrjahres Khristien Fieback und Elisabeth Hecker erarbeitet. Jedoch mussten Lea Decher (17) und Theresa Bernatik (21) für die Präsentation des Projekts einspringen. Das Projekt beschäftigte sich mit dem Austausch des Frischwassers bei der Produktion durch Eiswasser. Dieses sollte auch in einem geschlossenen Kreislauf fließen, was Wasser und Energie sparen würde. Bereits nach 77 Tagen im Einsatz hat sich dieser Vorschlag rentiert

Heizkosten und Dachkonstruktionen

Die Auszubildende des Magistrates der Stadt Fulda Alexandra Schmidt (31) fand eine Lösung, das neue Rechenzentrums energetisch zu optimieren. Dadurch sollen Heizkosten gespart werden. Mit den Arbeiten an den Böden des Zentrums wurde bereits begonnen, die Stadt bleibe weiter an dem Thema dran, wurde berichtet.

Bei der Franz Carl Nüdeling Basaltwerke GmbH hatte sich die Projektgruppe überlegt, eine Überdachung für die Asphaltproduktion zu bauen, da die Trocknung des Asphaltes viel Energie benötigt. Sie mussten also die Kosten für den Bau eines solchen Daches den Kosten für die bisherige Trocknung entgegenstellen. Die Umsetzung ist noch nicht begonnen worden, da es sich noch nicht rentieren würde. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass das Projekt in Zukunft Form annimmt.

Bevor die diesjährige Runde der “Energie-Scouts” mit der Projektphase starten konnte, hatten alle Teams eine zweitägige intensive Schulung zum Thema Energieeffizienz erhalten. „Der
Wert dieses Wettstreits heimischer Energie-Scouts besteht darin, dass sich viele der hier vorgestellten Ideen auch von anderen Betrieben adaptieren lassen“, unterstreicht Amaya Mendizábal, Ausbilderin der RhönEnergie Fulda. Auch im September 2018 soll es wieder Energie-Scout-Teams an Fuldaer Unternehmen geben.

Auf diese Ideen kamen die Energie-Scouts 2017

Über 6000 Euro Ersparnis und ein Beitrag zum Klimaschutz

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QuelleFoto: Veronika Block
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