Nur noch wenige Tage bleiben dem Publikum von “Der MDR-Garten-Florist”, seine Stimme abzugeben. Wird Christina Müglich aus Eichenzell sich mit ihren floralen Kreationen durchsetzen? Wir haben ihr einen Besuch abgestattet.

Das waren spannende Wochen für das Blumengeschäft Link in Eichenzell. Kamerateams im Laden, Mitfiebern vor dem Fernseher, Daumen drücken für Floristikmeisterin Christina Müglich (25). Christina ist aktuell in der Sendung “Der MDR-Garten-Florist” zu sehen. Dabei treten die Landesmeister ihrer Zunft aus Hessen/Thüringen, Sachsen und Sachen-Anhalt an und müssen knifflige Aufgaben erfüllen. Am Ende votet das Publikum, wer bester Florist oder beste Floristin wird.

Christina Müglich, Floristin, MDR Garten-Florist, Blumen
Foto: Mariana Friedrich

“Zwei Tage lang war das MDR-Team zum Dreh hier. Das war eine sehr spannende Erfahrung”, erzählt uns Christina. Die Drehtage hat sie nun hinter sich. Am Sonntag, 11. März, wird eine Zusammenfassung gesendet, und am 18. März flimmert dann das große Finale über die Bildschirme.

Was musste die Floristin machen? Es gab drei Aufgaben, für jede war eine Stunde Zeit. “Für die erste Aufgabe haben wir ein Bild eines historischen Hochzeitspaares bekommen und sollten einen Brautstrauß gestalten”, sagt Christina. Das dunkle Kleid mit der blauen Schürze der Braut in hessischer Tracht sei eine besondere Herausforderung gewesen. “Das soll ja nicht nur für sich gut aussehen, sondern auch mit dem Kleid. Und es soll im Fernsehen gut wirken.” Deshalb habe sich Christina in der kürze der Zeit für gelbe Mimosen entschieden und diese nicht zu einem Strauß gebunden, sondern in Form eines aufwendigen Tropfens verarbeitet. “Ich wusste nicht, ob das funktioniert, aber am Ende war ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis”, lacht die junge Floristin.

Doch viel Pause blieb ihr nicht. In der zweiten Aufgabe sollte ein hängender Tischschmuck für das Brautpaar gestaltet werden. “Da mussten wir im Geschäft erst mal schauen, wo wir das aufhängen. Ich konnte ja nicht alles umräumen.” Aber sie fanden eine Lösung. Im Fundus habe sie ein Drahtgestell gefunden, das super zu ihrer Idee passte, und konnte ihre Kreation mit Tulpen und Vogelschmuck in der vorgegebenen Zeit umsetzen.

Und die letzte Hürde? “Das war eine richtige Herausforderung. Wir sollten einen Gegenstand floral in Szene setzen. Ich habe ein altes Telefon bekommen.” Solche Aufgaben, sagt Christina, seien gar nicht so ungewöhnlich im Berufsalltag. “Einmal kam ein Kunde mit einem Handschuh aus Gips, ein Geschenk. Aber das sah an sich schon sehr cool aus, das wollte ich nicht mit Blumen zu sehr zubauen.” Gemeinsam hätten sie sich dann für eine ganz schlichte Gestaltung entschieden. Der Zeitdruck und dass sie sich nur aus dem bedienen können, was das Geschäft an dem Tag hergibt, macht den Wettbewerb für die Teilnehmer so knifflig. “Gerade bei der ersten Aufgabe war es auch noch ungewohnt, dass man von einer Kamera beobachtet wird.” Obwohl die 25-Jährige bereits bei Meisterschaften in ihrem Fach angetreten ist und daher schon Erfahrung dabei hat, unter Druck ihr Bestes zu liefern, sei das noch mal anders. “Die Kamera schaut dir die ganze Zeit auf die Finger, und natürlich möchte man, dass im Fernsehen alles, was man macht, handwerklich super aussieht.”

Auch für die Kunden, die an den zwei Tagen ins Geschäft gekommen sind, sei es eine neue Erfahrung gewesen. “Einige sind in den Beiträgen ja auch zu sehen, aber die meisten hat das nicht gestört”, erzählt Christinas Kollegin. “Viele waren interessiert und angenehm überrascht.”

Dass Christina wirklich für ihren Beruf brennt, merkt man bei jedem Wort. Die Augen der jungen Frau leuchten, sie sprudelt über vor Geschichten. “Es war bei mir schon früh klar, dass ich in den Bereich gehe. Schon in der 7. Klasse habe ich ein freiwilliges Praktikum gemacht, danach dann das Schulpraktikum sogar hier im Laden.” Als sie sich später bewarb, kannte sie nicht nur das Geschäft wie ihre Westentasche, auch das Team kannte sie und war von der damaligen Schülerin überzeugt. Hat sie die Entscheidung je bereut? Nie. “Der Job ist einfach so vielseitig. Es macht mir jeden Tag wieder Spaß.”

Bis zum Sonntag, 11. März, können die Zuschauer nun also noch für Christina stimmen, und zwar hier

Christina jedenfalls nimmt es gelassen, wer nun gewinnt. “Ich nehme mir sowas nicht vor, die Freude ist größer, wenn ich mir das vorher nicht vorstelle. Aber mir ist die Erfahrung, die ich daraus mitnehme, viel wichtiger. Das ist schon toll.”

Schreibfehler gefunden?

Um uns Bescheid zu sagen, markiere den Fehler und drücke STRG + Enter.

Mariana Friedrich

Beiträge: 470

Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.