Das Jahr 2018 ist schon wieder fast vorbei, und endlich kommt wieder der heißgeliebte Sketch „Dinner for One“ im Fernsehen. YES!

Seit 1972 gehört das Schwarz-Weiß-Filmchen zum alljährlichen Silvester-Ritual. Die Sendung behält damals wie auch heute Kultstatus und ist bei vielen fester Bestandteil an Silvester. So sahen beispielsweise im Rekordjahr 2004 insgesamt 15,6 Millionen Deutsche den Sketch. „Dinner for what“? Obwohl der Sketch in England entstanden ist, kennt ihn dort kaum jemand. Nur in Deutschland ist und bleibt es ein absoluter Silvester-Kracher. move36 hat für dich zehn Fun-Facts zusammengestellt, die du garantiert noch nicht kennst.

Woher kommt „Dinner for One“?
Das Stück wurde in der Originalfassung schon in den 20ern geschrieben. Es dauerte aber Jahrzehnte, bis es auf der Bühne landete. Erst im Jahre 1948 feierte das Stück in England (London) offiziell seine Premiere.

Der Kult brauchte einen kleinen Schubser
Im Jahre 1963 zeichnete der Fernsehsender NDR das Stück in Hamburg auf. Danach wurde es leider ein Ladenhüter. Bis 1972 wurde es nur viermal im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Doch dann steckte ein kluger Programmchef den 18-Minüter ins Silvesterprogramm. Und zack, das Filmchen wurde Kult!

Wer lacht da eigentlich im Hintergrund?
Ganz klar, die Fernsehzuschauer! Doch bei „Dinner for One“ sind im Hintergrund besonders laute Lacher zu hören. Die gehören einer Aushilfe der NDR-Telefonzentrale namens Sonja Göth. Sie bekam während der Aufzeichnung einen heftig-schrillen Lachanfall und schrieb damit Geschichte. Übrigens soll sich Hauptdarsteller Freddie Frinton (†59) während der Aufführung von dem Lachen gestört gefühlt haben.

Guinness-Rekord als meistwiederholte TV-Produktion
Die Aufzeichnung von 1963 landete zunächst im Archiv und etablierte sich erst in den 70ern allmählich als Tradition zum Jahreswechsel. Bis heute lief “Dinner for One” nach Mayrs Zählung über 350-Mal im deutschen Fernsehen. Seit 1988 rangiert die Show im Guinnessbuch der Rekorde als meistwiederholte TV-Produktion.

Deutsch, nein danke!
Obwohl das Stück vom NDR für den deutschen Markt aufgezeichnet wurde, weigerte sich Darsteller Freddie Frinton († 1968), in bestimmten Sequenzen Deutsch zu sprechen. Der angebliche Grund: Er hatte im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland gekämpft und zeigte sich noch immer eher zurückhaltend, was seine Begeisterung für das Land betraf.

Verbot wegen zu viel Suff
Richtig gehört! In Schweden war das Stück ganze sechs Jahre lang verboten. Der übermäßige Alkoholkonsum war ihnen ein Dorn im Auge. Ab 1969 wurde es aber wieder freigegeben. Dann mal Skål!

Schadenshöhe: 2120 Euro
Die Allianz-Versicherung rechnete 2016 den kompletten Schaden einmal durch, den der betrunkene Butler verursacht. Sie kamen am Ende auf einen Wert von 2120 Euro. Den größten Einzelschaden erreichte das Tigerfell mit Reinigungskosten in Höhe von 2000 Euro.

Was der Zufall alles mit sich bringt
Apropos Tigerkopf. Mehr als zehnmal stolpert Frinton über diesen Kopf. In der Originalfassung war dieser Gag gar nicht drin. Erst als Frinton bei einer Theateraufführung über die Requisite flog, und das Publikum sich halb tot lachte, wurde es dauerhaft als Hammer-Gag eingebaut.

Speisekarte von „Dinner for One“
Ihr wollt für die Silvesterparty 2019 mal die “Dinner for One”-Speisekarte nachkochen? Kein Problem!

1. Gang: Mulligatawny-Suppe (eine Curry-Suppe). Zum Zischen gibt es Sherry.
2. Gang: Schellfisch. Als Getränk gibt es Weißwein.
3. Gang: Huhn. Als Leckerei gibt es dazu prickelten Champagner.
4. Gang: Als Abschluss etwas Frisches: Obstsalat mit (natürlich) Portwein

Tiger oder Eisbär?
Zunächst sollte der Butler Frinton beim NDR-Dreh über ein Eisbärfell stolpern. Doch Frinton brachte tatsächlich sein eigenes Tigerfell mit. Das berühmte Fell ist mittlerweile im Besitz seines stolzen Sohnes Steven Frinton.

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