Stell dir mal vor, in der Fuldaaue schwimmen massenhaft tote Fische an der Wasseroberfläche. Denn sie sind erstickt, weil ihnen Sauerstoff fehlte. Um das Fischsterben zu verhindern, ist die Feuerwehr jetzt im Einsatz. Sie belüftet den Aueweiher.

Das warme Wetter dauert an – optimale Bedingungen für Algen. Die vermehren sich. Sterben sie, sinken sie auf den Grund des Weihers und werden dort von Bakterien zersetzt. Dabei wird Sauerstoff verbraucht, den die Fische zum Atmen brauchen. Sie drohen zu ersticken. Seit letztem Jahr sorgen Aqua-Jets dafür, den Weiher zu belüften. Pro Stunde wälzen sie rund 180.000 Liter Wasser um. Das reicht momentan offensichtlich nicht aus. Im Aueweiher sollten sieben Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser sein. Doch der Sauerstoffgehalt sinkt und sinkt. Das ruft die Feuerwehr auf den Plan.

“Wir wälzen das Wasser jetzt seit Montag um, pumpen es also aus dem Aueweiher und fördern es wieder zu. Dabei entstehen Lufteinschlüsse”, erklärt Feuerwehrmann Stefan Hildenbrand. Die Einsatzkräfte haben dafür drei Pumpen vor Ort, die pro Minute 4000 Liter Wasser umwälzen. Das entspricht 30 vollen Badewannen. Stündlich müssen die Pumpen nachgetankt werden.

Wann die Feuerwehr wieder abziehen kann, ist unklar. “Das wird sicher einige Tage dauern, bis der Sauerstoffgehalt im Wasser wieder oberhalb von sieben Milligramm pro Liter liegt. Solange laufen die Pumpen weiter.” Die Einsatzkräfte wälzen das Wasser im Aueweiher in diesem Jahr schon zum zweiten Mal um. Auch im Frühjahr war der Sauerstoffgehalt zu niedrig. Die Feuerwehr geht davon aus, dass solche Einsätze in den kommenden Jahren zunehmen werden.

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QuelleFotos: Toni Spangenberg

Toni Spangenberg

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move36-Redakteur mit einem Faible für die Anime- und Mangaszene. Er nimmt Themen rund um Karriere und Politik in den Blick.

Joscha Reinheimer

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