So diskutiert man in Fulda also über wagemutige Pläne. Diese Woche hat die FDP mit ihrem Seilbahn-Vorschlag eine Bruchlandung hingelegt. Die Äußerungen der anderen Parteien lassen vermuten: Ernst genommen haben sie ihn nicht.

Eine Seilbahn in Fulda? Interessant klingt das allemal. Ob das Ganz überhaupt zu realisieren ist, sei mal dahin gestellt. Fulda täte etwas Spektakel sicher gut. Zwar steigen die Touristenzahl jährlich. Ausländische Besucher kommen jedoch verhältnismäßig wenige, wie aus Statistiken von Land und Bund hervorgeht.

Vergangene Woche hat die FDP sich in der Stadtverordnetenversammlung also stark gemacht für eine Seilbahn auf den Frauenberg. Diese solle eine Highlicht für die Besucher der Landesgartenschau 2023 und ein Impuls für den Tourismus sein. “Es geht uns zunächst einmal um eine Grundsatzentscheidung, ob die Stadt ein solches Projekt will”, zitierte die Fuldaer Zeitung (FZ) Michael Grosch, Vorsitzender der FDP-Fraktion.

Ist das schon politischer Hohn und Spott?

Will die Stadt nicht. Diese Woche bügelte der Bauausschuss den FDP-Vorschlag mit großer Mehrheit ab. Michael Ruppel argumentiert gegenüber der FZ: “Eine Seilbahn, die – wie von der FDP gefordert – an der Orangerie startet, würde das Barockviertel durchschneiden. Das ist nicht machbar.”

Ansonsten gab es von den Parteien weniger sachliche Wortmeldungen. “Viele haben sich gefragt: Ist das ernst gemeint?” So äußerte sich der Vorsitzende des Bauausschusses, Walter Krah (CDU). Ruppel sagt: “Das Thema soll bleiben, was es war: ein Aprilscherz der FZ.” Und von CWE-Chef Martin Jahn kommt der ironisch gemeinte Vorschlag, man könne zusätzlich eine Erlebnisrutsche bauen, mit der die Besucher den Frauenberg wieder herunterrutschen können.

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QuelleFoto: Toni Spangenberg | move36

Sascha-Pascal Schimmel

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Seit August 2016: Redakteur bei move36-Reportage // Oktober 2014 bis September 2016: Redakteur bei fuldaerzeitung.de // April 2013 bis September 2014: Volontär bei Focus Online // Master of Arts Journalismus (Johannes Gutenberg Universität Mainz) // Diplom-Volkswirt (Julius Maximilians Universität Würzburg)