Diesen Samstag werden die Neonazis Unterm Heilig Kreuz in Fulda eine Kundgebung abhalten. Anschließend planen sie eine Demo durch die Stadt. Auf welcher Route sie marschieren werden, ist nicht bekannt – es gibt jedoch Anhaltspunkte.

Wenn alles nach ihrem Plan läuft, werden diesen Samstag Neonazis Fulda stundenlang als Plattform für ihren Rassismus und Antisemitismus nutzen. Die rechtsextreme Kleinstpartei “Der III. Weg” hat für 15 Uhr eine Kundgebung auf dem Platz Unterm Heilig Kreuz angemeldet. Danach möchten ihre Mitglieder und Sympathisanten durch die Stadt marschieren. Den ganzen Tag wird es Gegenaktionen geben.

Welche Route der Demozug nehmen wird, wird vorab nicht bekannt gegeben. “Zur Demonstrationsroute können mit Rücksicht auf einsatztaktische Erfordernisse der Polizei keine Angeben gemacht werden”, teilt die Stadt mit. Wer sich am Freitagnachmittag aufmerksam umgesehen hat, kann jedoch erahnen, durch welche Straßen die Neonazis ziehen wollen.

Hinweise auf Demoroute vom “dritten Weg”

Zu diesem Zeitpunkt warten bereits einige Metallbarrikaden an verschiedenen Orten auf ihren Aufbau (siehe Karte unten). Sie befinden sich zum Beispiel in den Seitenstraßen der Mittelstraße, in der Löherstraße, Am Doll und an mehreren Stellen der Heinrichstraße.

Was sagt uns das? Es ist möglich, dass “Der III. Weg” nach seiner Auftaktkundgebung auf dem Platz Unterm Heilig Kreuz von dort Richtung Bermudadreieck und Löherstraße marschiert. Im Bereich der “Kino-Kreuzung” würde der Demozug dann links auf die Von-Schildeck-Straße abbiegen. Polizeiwagen könnten die Demonstranten – solange sie sich auf der Hauptstraße befinden – absichern und andere Einsatzfahrzeuge die Dalbergstraße zwischenzeitlich sperren.

Hier entlang könnte "Der III. Weg" marschieren

Irgendwann müsste “Der III. Weg” links von der Dalbergstraße abbiegen – schließlich ist es wahrscheinlich, dass er auf dem Bahnhofsvorplatz seine Abschlusskundgebung plant. Aufgrund der noch nicht aufgebauten Barrikaden, die move36 am Freitag gesehen hat, könnte der Demozug dafür die Florengasse oder die Gutenbergstraße nutzen. Von dort ginge es über Peterstor, Petersgasse, Linden- und Rhönstraße auf die Heinrichstraße. Ab da sind es nur noch ein paar hundert Meter bis zum Bahnhof.

Wann verlässt “Der III. Weg” Fulda?

Ob alles nach Zeitplan läuft, ist derweil nicht sicher. Bereits am 26. August 2017 konnte “Der III. Weg” erst mit deutlicher Verspätung mit seiner Demonstration beginnen in Fulda. Der Anmelder der Demo, Julian Bender, Leiter des Gebietsverbands West, musste vorher eine lange Liste mit Auflagen vorlesen.

Das Ganze wird sich bis in den Abend ziehen. Vielleicht ist ein Großteil vom “dritten Weg” gegen halb acht aus Fulda verschwunden. Es kann jedoch länger dauern. Als die rechtsextreme Partei vor zwei Jahren zum selben Anlass (“Ein Licht für Dresden) durch Würzburg marschiert ist, haben Demo und Kundgebungen laut Beobachtern bis etwa 20.30 Uhr gedauert.

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