Nun ist klar, wer Fuldas neuer Bischof wird. Michael Gerber heißt er. Er wird der jüngste Bischofs Deutschlands sein – etwas dauert es aber noch.

Papst Franziskus hat Michael Gerber zum neuen Bischof von Fulda und damit zum Nachfolger von Heinz Josef Algermissen ernannt. Der 48-Jährige ist bislang Weihbischof im Erzbistum Freiburg, wie das Bistum Fulda am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz wird er der jüngste Bischof in der katholischen Kirche in Deutschland sein.

Gerber soll 2019 in sein neues Amt in Fulda eingeführt werden, ein genauer Termin dafür steht aber noch nicht fest. Am nächsten  Donnerstag (20. Dezember, 13.00 Uhr) wird er zu einem ersten Besuch in der osthessischen Domstadt erwartet. Er werde am Grab des Heiligen Bonifatius im Fuldaer Dom beten und den bischöflichen Segen spenden.

Offener Brief von Fuldas neuem Bischof

Papst Franziskus hatte im Juni den Amtsverzicht des langjährigen Fuldaer Bischofs Algermissen angenommen. Der Oberhirte hatte zu seinem 75. Geburtstag Mitte Februar ein Rücktrittsgesuch beim Pontifex eingereicht. Im September wurde Algermissen, der 17 Jahre an der Spitze des Bistums stand, mit einem feierlichen Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Weihbischof Karlheinz Diez hat vorübergehend als Diözesanadministrator die Leitung des Bistums mit seinen rund 393.000 Mitgliedern übernommen. Bis zum Amtsantritt von Gerber wird er an der Spitze des Bistums bleiben.

Gerber schrieb in einem Offenen Brief an die Gläubigen im Bistum Fulda, er freue sich sehr darauf, die Menschen dort kennenzulernen. “Die kommenden Monate und Jahre werden von vielen Begegnungen mit Ihnen geprägt sein.”

Das Bistum Fulda ist neben Mainz und Limburg eines von drei Bistümern der katholischen Kirche, dessen Gebiete zu einem Großteil in Hessen liegen. Die Fläche der Diözese erstreckt sich über mehr als 10.000 Quadratkilometer und umfasst auch Teile von Thüringen sowie eine kleine bayerische Exklave.

Der “scharfsinnige” Gerber

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratulierte Gerber zu seiner Ernennung. “Das Bistum Fulda darf sich freuen, einen Seelsorger und guten Hirten im besten Sinne des Wortes als seinen künftigen Bischof zu wissen.” Gerber sei ein Bischof, “der sich durch eine den Menschen zugewandte Art, gute Spiritualität und theologischen Scharfsinn” auszeichne.

Damit sind in den vergangenen zweieinhalb Jahren alle drei katholischen Bistümer mit großen Gebieten in Hessen neu besetzt worden. Das Bistum Mainz, dessen Gebiete zu zwei Dritteln in Hessen liegen, hatte 2017 mit Peter Kohlgraf einen neuen Bischof gekommen. Im Bistum Limburg wurde Georg Bätzing im Jahr 2016 zum Nachfolger von Franz-Peter Tebartz-van Elst ernannt. (dpa)

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