Sie engagiert sich beim Deutschen Roten Kreuz, ist stellvertretende Schülersprecherin und Mitglied im Schützenverein, leitet die Jugendrotkreuzgruppe, absolviert gerade ihr Abitur und sie ist die Quellenkönigin von Bad Salzschlirf – Melanie Blotenberg (19) ist ein Multitalent.

Ein Text von Julia Hess

Die Liste der Verpflichtungen ist lang, das Engagement mit hohem Zeitaufwand verbunden. „Aber es macht einfach Spaß“, sagt die amtierende Quellenkönigin, die gemeinsam mit ihrer Familie in Bad Salzschlirf wohnt. „Ich bin gerne beschäftigt und außerdem stehen nicht alle Verpflichtungen gleichzeitig an.“ Der Titel Quellenkönigin bezieht sich auf die Heilbrunnen, die im Kurort Bad Salzschlirf sprudeln, wie beispielsweise der Bonifatius- und Martinybrunnen. Als Königin begrüßt Melanie einmal im Monat die Touristen in der Wandelhalle im Kurpark Bad Salzschlirfs.

Dabei trägt sie ihr Krönchen und ihre blaue Ballrobe. Bei der Begrüßung wird die Königin von den Jugendstildamen und Dieter König als Doktor Martiny, der den Touristen von der
Geschichte des Kurorts berichtet, begleitet. Auch sie engagieren sich ehrenamtlich, um die Tradition zu pflegen. Melanie fährt außerdem als Quellenkönigin mit auf Messen und auf Veranstaltungen wie beispielsweise den Hessentag, wo sie gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Kübel (CDU) die Gemeinde Bad Salzschlirf repräsentiert. „Mit dem Bürgermeister hab’ ich einen guten Fang gemacht“, sagt sie und lacht. „Er ist noch relativ jung und wirklich witzig.“

Durch ihr Amt kommt die 19-Jährige rum und erlebt viel: „Am Sonntag war ich bei der Einweihung des neuen Feuerwehrautos dabei. Und im vergangenen Jahr durfte ich die Schleife der roten Brücke im Kurpark durchschneiden, die eingeweiht wurde.“ Bei jeder Veranstaltung in Bad Salzschlirf ist sie als Repräsentantin vor Ort.

Etwas Besonderes sei die Versammlung der hessischen Hoheiten beim Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) jedes Jahr im November. „Bei ihm im Wiesbadener Schloss Biebrich fühlt man sich wirklich königlich“, sagt Melanie. „Mein persönlicher Höhepunkt war meine Krönung beim Lichterfest im August 2016 – das war ein aufregender und emotionaler Moment“, erinnert sich die 19-Jährige. „Leider muss ich beim kommenden Lichterfest Ende August die Krone schon wieder abgeben.“ Zwei Jahre lang war Melanie dann Quellenkönigin von Bad Salzschlirf. „Ich bin froh, dass ich damals nicht gezögert habe, als ich gefragt wurde, ob ich das Amt übernehmen möchte.“ Denn man kann sich als Quellenkönigin nicht bewerben, sondern man wird von zuständigen Mitarbeitern der Touristik und Service GmbH gefragt, ob man das Amt übernimmt.

„Das Ehrenamt ist eine super Abwechslung von der Schule“, sagt die 19-Jährige. Sie besucht die 13. Klasse der Eduard-Stieler-Schule in Fulda, wo sie momentan ihr Abitur mit Schwerpunkt
Gesundheitslehre absolviert. Nach der Schule möchte sie Medizin studieren. Falls das nicht klappt, will sie eine Ausbildung zur Krankenschwester machen. „Ich bin Feuer und Flamme für alles, was mit Menschen und Gesundheit zu tun hat.“ Seit mehr als sieben Jahren engagiert sie sich beim DRK, ist Schulsanitäterin und leitet das Jugendrotkreuz. Die Kinder, die sie betreut, sind zwischen 6 und 15 Jahre alt.

„Ich liebe Medizin und ich liebe Kinder – am liebsten würde ich Kinderärztin werden, das wäre ein Traum.“ Es gibt etwas, das die Quellenkönigin am Königinnen-Dasein stört: und zwar der viele Sekt. „Immer und überall wird mir Sekt angeboten. Dabei trinke ich viel lieber Bier“, erzählt Melanie und lacht. „Ich bin nicht so ein etepetete Fräuleinchen. Ich trage auch mal Gummistiefel unter meiner Ballrobe, wenn es regnet, die sieht man eh nicht. Ich bin Königin, weil es mir Spaß macht und weil ich Bad Salzschlirf
liebe und nicht, weil ich gerne Ballroben und hohe Hacken trage.“

So funktioniert die Abstimmung

  • Unsere 15 Nominierten werden in den nächsten Wochen in der Fuldaer Zeitung und auf move36.de vorgestellt. Die Liste aller Nominierten findest du hier.
  • Per Onlinevoting wählen Leser und die Jury  ihre Favoriten.
  • Der Sieger wird am 29. Mai im Lokschuppen in Hünfeld verkündet.
  • Der Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert. Doch jeder der Nominierten wird in jedem Fall ein kleines Dankeschön in Höhe von 100 Euro bekommen.

Das hat die Siegerin des ersten Jugendpreises mit ihrem Preisgeld gemacht.

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QuelleFoto: Anke Zimmer
Die Autoren:

Redaktion move36

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Joscha Reinheimer

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Leiter Video Unit, News-Moderator, Ex-Koch und Nervensäge